Africa

Tschad

Reise- und Sicherheitsinformationen
Tschad
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 29.09.2014
Unverändert gültig seit: 26.09.2014
Landesspezifische Sicherheitshinweise Nach einer Reihe von Entführungen und extremistisch motivierten Vorfällen im nördlichen Kamerun und somit in unmittelbarer Nähe der Grenzen zu Nigeria und zum Tschad (mehrere Entführungen von Personen verschiedener Staatsangehörigkeit, mutmaßlich von Anhängern der nigerianischen Terrororganisation „Boko Haram" verübter Angriff auf einen Polizeistation in Kousseri, bewaffnete Auseinandersetzungen mit der kamerunischen Armee) besteht ein erhöhtes Sicherheits- bzw. Entführungsrisiko in den an Kamerun angrenzenden Teilen des Tschad. Die Grenzübergänge zwischen Tschad und Kamerun wurden zeitweilig geschlossen; das Grenzgebiet wird zurzeit stark kontrolliert. Ebenso besteht ein hohes Sicherheitsrisiko im Grenzgebiet zu Nordost-Nigeria und zu Niger im Gebiet des Tschadsees. Darüber hinaus sind seit Ausbruch der Krise in der Zentralafrikanischen Republik rund einhunderttausend Menschen, unter ihnen auch bewaffnete Angehörige der ehemaligen Rebellenformation Séléka, in den Süden des Tschad, insbesondere in den Grenzbereich zur Zentralafrikanischen Republik und zum Sudan geflüchtet. Die Grenze zwischen Tschad und der Zentralafrikanischen Republik wurde am 13. Mai 2014 für den normalen Grenzverkehr zur Gänze geschlossen. Tschadische Truppen sichern zwar das Grenzgebiet, die hohe Zahl von Flüchtlingen verbunden mit einer ohnehin angespannten Versorgungslage kann jedoch zu Spannungen unter Flüchtlingen und / oder mit der angestammten Bevölkerung führen.  Es wird daher vor Reisen in die Region des Tschadsees sowie in das Grenzgebiet zwischen Tschad und Kamerun und in das Grenzgebiet zur Zentralafrikanischen Republik gewarnt. Ausgenommen hiervon sind die Stadtgebiete von N'Djamena und Bongor. Wegen möglicher Sicherheitsrisiken ist jedoch auch im Stadtgebiet von N'Djamena und in anderen Städten Vorsicht beim Besuch öffentlicher Plätze, Restaurants etc. geboten. Von nicht zwingend erforderlichen Reisen in alle anderen Grenzregionen der Republik Tschad wird dringend abgeraten. Das Auswärtige Amt fordert alle Deutschen in Tschad auf, besondere Vorsicht walten zu lassen. Registrierung bei der Deutschen Botschaft/Nothilfe Das Auswärtige Amt empfiehlt allen deutschen Staatsangehörigen, sich in die Deutschenliste („Krisenvorsorgeliste") einzuschreiben (Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://service.diplo.de/registrierungav) und dabei auch die Wahlmöglichkeit „Erhalt von Sicherheitshinweisen" zu aktivieren. Die Deutsche Botschaft N'Djamena kann Nothilfe für Deutsche nur in eingeschränktem Umfang leisten. Sie nimmt darüber hinaus keine weiteren Rechts- und Konsularaufgaben wahr und erteilt auch keine Visa: Für beides ist die deutsche Botschaft in Jaunde/Kamerun zuständig. Sog. Schengen-Visa können jedoch bei der französischen Botschaft in N'Djamena beantragt werden Innenpolitische Lage und Situation an den Landesgrenzen Die politische Lage im Tschad selbst ist stabil. Seit einem gescheiterten Putschversuch Anfang Februar 2008 ist es weder zu politischen Unruhen, noch zu politisch oder religiös motivierten Anschlägen gekommen. Entführungen oder Anschläge durch dschihadistische Terrorgruppen haben sich im Tschad bisher nicht ereignet. Nach der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Tschad und Sudan und der Annäherung im Jahre 2010 hat sich das politische Verhältnis zwischen beiden Ländern zwar entspannt, von Reisen in die Grenzregion zu Sudan wird aufgrund der dortigen Sicherheitslage jedoch dringend abgeraten. Überfälle auf außerhalb der Städte verkehrende Fahrzeuge sind häufig; im Falle der Gegenwehr muss mit Gewaltanwendung (Schusswaffengebrauch) gerechnet werden. An den Grenzen zu Nigeria und Niger (Provinzen Lac und Kanem) sowie insbesondere im Gebiet um den Tschad-See muss mit der Präsenz von bewaffneten Personen gerechnet werden, die der nigerianischen islamistischen Terrororganisation „Boko Haram" oder anderen islamistischen Terrorgruppen zuzurechnen ist. Die Grenze zu Libyen ist derzeit geschlossen. Ein Grenzübertritt ist nicht möglich; von Reisen in die Grenzgebiete in den Regionen Borkou, Ennedi und Tibesti wird dringend abgeraten Sicherheitslage in der Hauptstadt N'Djamena Auch wenn die tschadische Hauptstadt, ebenso wie das Land insgesamt, von dschihadistisch motivierten Anschlägen und Entführungen bislang verschont geblieben ist, kann das Risiko von Verschleppungen und Gewaltakten auch in N'Djamena nicht ausgeschlossen werden. Beim Besuch westlich geprägter Örtlichkeiten (Restaurants, Hotels, Bars) und öffentlicher Plätze ist Umsicht geboten. Nachts steigt das Risiko krimineller Überfälle stark an, insbesondere in den peripheren Stadtbezirken (Raubüberfälle, „car-napping"). Bei Überfällen ist im Falle der Gegenwehr mit hoher Gewaltbereitschaft zu rechnen. Anweisungen der Sicherheitskräfte sollte grundsätzlich Folge geleistet werden, da vereinzelt mit Überreaktionen und willkürlicher Gewaltanwendung durch die Sicherheitskräfte gerechnet werden muss. Reisen im Land Reisen im Land sind mit erheblichen Risiken verbunden. Im Norden und Osten des Landes gibt es ausgedehnte, z.T. unmarkierte Minenfelder. Touren durch die Sahara (Tibesti, Ennedi, Borkou) sind daneben mit erheblichen Verkehrs- und Gesundheitsrisiken verbunden; auch hier gilt ein erhöhtes Anschlags- oder Entführungsrisiko für westliche Reisende. Es besteht landesweit ein hohes Risiko, auf Überlandfahrten Opfer von Gewaltkriminalität (insbesondere von sog. „coupeurs de routes", d.h. Straßenräubern) zu werden. Daneben besteht landesweit ein erhebliches Unfallrisiko, auch in der Hauptstadt N'Djamena. Nächtliche Überlandfahrten sollten unbedingt vermieden werden. Eine ausreichende Gesundheitsversorgung ist in den nördlichen Landesteilen nicht gegeben; Evakuierungsmöglichkeiten bestehen nur vom Flughafen Faya Largeau. Wegen der angespannten Sicherheitslage sollte Anweisungen der tschadischen Sicherheitskräfte unbedingt Folge geleistet werden. Bei Unfällen mit Personenschäden muss mit Aggressionen gerechnet werden. Medizinische Versorgung ist nicht bzw. nur in unzureichendem Maße gegeben. Die Versorgung mit Kraftstoff ist nicht überall gewährleistet. Es wird dringend zum Abschluss einer Reise-Rückhol-Versicherung („Luftrettung") geraten. Bei Besuchen in den nördlichen Regionen wird die Mitnahme eines Satelliten-Telefons empfohlen, welches aber nur mit Genehmigung der zuständigen tschadischen Behörden mitgeführt werden darf. Fotografieren benötigt eine besondere schriftliche Erlaubnis (s. u.), stößt jedoch selbst bei Vorliegen dieser Erlaubnis im gesamten Land auf erhebliche kulturelle und Sicherheits-Vorbehalte. Das Fotografieren von militärischen Einrichtungen, Regierungsgebäuden, Flughäfen und anderen „strategischen Einrichtungen" sollte unbedingt unterlassen werden. Privat-Personen reagieren häufig aggressiv, wenn sie ohne vorherige Einwilligung fotografiert werden. Reisewarnung Nach einer Reihe von Entführungen und extremistisch motivierten Vorfällen im nördlichen Kamerun und somit in unmittelbarer Nähe der Grenzen zu Nigeria und zum Tschad (mehrere Entführungen von Personen verschiedener Staatsangehörigkeit, mutmaßlich von Anhängern der nigerianischen Terrororganisation „Boko Haram" verübter Angriff auf einen Polizeistation in Kousseri, bewaffnete Auseinandersetzungen mit der kamerunischen Armee) besteht ein erhöhtes Sicherheits- bzw. Entführungsrisiko in den an Kamerun angrenzenden Teilen des Tschad. Die Grenzübergänge zwischen Tschad und Kamerun wurden zeitweilig geschlossen; das Grenzgebiet wird zurzeit stark kontrolliert. Ebenso besteht ein hohes Sicherheitsrisiko im Grenzgebiet zu Nordost-Nigeria und zu Niger im Gebiet des Tschadsees. Darüber hinaus sind seit Ausbruch der Krise in der Zentralafrikanischen Republik rund einhunderttausend Menschen, unter ihnen auch bewaffnete Angehörige der ehemaligen Rebellenformation Séléka, in den Süden des Tschad, insbesondere in den Grenzbereich zur Zentralafrikanischen Republik und zum Sudan geflüchtet. Die Grenze zwischen Tschad und der Zentralafrikanischen Republik wurde am 13. Mai 2014 für den normalen Grenzverkehr zur Gänze geschlossen. Tschadische Truppen sichern zwar das Grenzgebiet, die hohe Zahl von Flüchtlingen verbunden mit einer ohnehin angespannten Versorgungslage kann jedoch zu Spannungen unter Flüchtlingen und / oder mit der angestammten Bevölkerung führen.  Es wird daher vor Reisen in die Region des Tschadsees sowie in das Grenzgebiet zwischen Tschad und Kamerun und in das Grenzgebiet zur Zentralafrikanischen Republik gewarnt. Ausgenommen hiervon sind die Stadtgebiete von N'Djamena und Bongor. Wegen möglicher Sicherheitsrisiken ist jedoch auch im Stadtgebiet von N'Djamena und in anderen Städten Vorsicht beim Besuch öffentlicher Plätze, Restaurants etc. geboten. Von nicht zwingend erforderlichen Reisen in alle anderen Grenzregionen der Republik Tschad wird dringend abgeraten. Das Auswärtige Amt fordert alle Deutschen in Tschad auf, besondere Vorsicht walten zu lassen. Registrierung bei der Deutschen Botschaft/Nothilfe Das Auswärtige Amt empfiehlt allen deutschen Staatsangehörigen, sich in die Deutschenliste („Krisenvorsorgeliste") einzuschreiben (Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://service.diplo.de/registrierungav) und dabei auch die Wahlmöglichkeit „Erhalt von Sicherheitshinweisen" zu aktivieren. Die Deutsche Botschaft N'Djamena kann Nothilfe für Deutsche nur in eingeschränktem Umfang leisten. Sie nimmt darüber hinaus keine weiteren Rechts- und Konsularaufgaben wahr und erteilt auch keine Visa: Für beides ist die deutsche Botschaft in Jaunde/Kamerun zuständig. Sog. Schengen-Visa können jedoch bei der französischen Botschaft in N'Djamena beantragt werden Innenpolitische Lage und Situation an den Landesgrenzen Die politische Lage im Tschad selbst ist stabil. Seit einem gescheiterten Putschversuch Anfang Februar 2008 ist es weder zu politischen Unruhen, noch zu politisch oder religiös motivierten Anschlägen gekommen. Entführungen oder Anschläge durch dschihadistische Terrorgruppen haben sich im Tschad bisher nicht ereignet. Nach der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Tschad und Sudan und der Annäherung im Jahre 2010 hat sich das politische Verhältnis zwischen beiden Ländern zwar entspannt, von Reisen in die Grenzregion zu Sudan wird aufgrund der dortigen Sicherheitslage jedoch dringend abgeraten. Überfälle auf außerhalb der Städte verkehrende Fahrzeuge sind häufig; im Falle der Gegenwehr muss mit Gewaltanwendung (Schusswaffengebrauch) gerechnet werden. An den Grenzen zu Nigeria und Niger (Provinzen Lac und Kanem) sowie insbesondere im Gebiet um den Tschad-See muss mit der Präsenz von bewaffneten Personen gerechnet werden, die der nigerianischen islamistischen Terrororganisation „Boko Haram" oder anderen islamistischen Terrorgruppen zuzurechnen ist. Die Grenze zu Libyen ist derzeit geschlossen. Ein Grenzübertritt ist nicht möglich; von Reisen in die Grenzgebiete in den Regionen Borkou, Ennedi und Tibesti wird dringend abgeraten Sicherheitslage in der Hauptstadt N'Djamena Auch wenn die tschadische Hauptstadt, ebenso wie das Land insgesamt, von dschihadistisch motivierten Anschlägen und Entführungen bislang verschont geblieben ist, kann das Risiko von Verschleppungen und Gewaltakten auch in N'Djamena nicht ausgeschlossen werden. Beim Besuch westlich geprägter Örtlichkeiten (Restaurants, Hotels, Bars) und öffentlicher Plätze ist Umsicht geboten. Nachts steigt das Risiko krimineller Überfälle stark an, insbesondere in den peripheren Stadtbezirken (Raubüberfälle, „car-napping"). Bei Überfällen ist im Falle der Gegenwehr mit hoher Gewaltbereitschaft zu rechnen. Anweisungen der Sicherheitskräfte sollte grundsätzlich Folge geleistet werden, da vereinzelt mit Überreaktionen und willkürlicher Gewaltanwendung durch die Sicherheitskräfte gerechnet werden muss. Reisen im Land Reisen im Land sind mit erheblichen Risiken verbunden. Im Norden und Osten des Landes gibt es ausgedehnte, z.T. unmarkierte Minenfelder. Touren durch die Sahara (Tibesti, Ennedi, Borkou) sind daneben mit erheblichen Verkehrs- und Gesundheitsrisiken verbunden; auch hier gilt ein erhöhtes Anschlags- oder Entführungsrisiko für westliche Reisende. Es besteht landesweit ein hohes Risiko, auf Überlandfahrten Opfer von Gewaltkriminalität (insbesondere von sog. „coupeurs de routes", d.h. Straßenräubern) zu werden. Daneben besteht landesweit ein erhebliches Unfallrisiko, auch in der Hauptstadt N'Djamena. Nächtliche Überlandfahrten sollten unbedingt vermieden werden. Eine ausreichende Gesundheitsversorgung ist in den nördlichen Landesteilen nicht gegeben; Evakuierungsmöglichkeiten bestehen nur vom Flughafen Faya Largeau. Wegen der angespannten Sicherheitslage sollte Anweisungen der tschadischen Sicherheitskräfte unbedingt Folge geleistet werden. Bei Unfällen mit Personenschäden muss mit Aggressionen gerechnet werden. Medizinische Versorgung ist nicht bzw. nur in unzureichendem Maße gegeben. Die Versorgung mit Kraftstoff ist nicht überall gewährleistet. Es wird dringend zum Abschluss einer Reise-Rückhol-Versicherung („Luftrettung") geraten. Bei Besuchen in den nördlichen Regionen wird die Mitnahme eines Satelliten-Telefons empfohlen, welches aber nur mit Genehmigung der zuständigen tschadischen Behörden mitgeführt werden darf. Fotografieren benötigt eine besondere schriftliche Erlaubnis (s. u.), stößt jedoch selbst bei Vorliegen dieser Erlaubnis im gesamten Land auf erhebliche kulturelle und Sicherheits-Vorbehalte. Das Fotografieren von militärischen Einrichtungen, Regierungsgebäuden, Flughäfen und anderen „strategischen Einrichtungen" sollte unbedingt unterlassen werden. Privat-Personen reagieren häufig aggressiv, wenn sie ohne vorherige Einwilligung fotografiert werden.
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