Africa

Niger

Reise- und Sicherheitsinformationen
Niger
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 29.09.2014
Unverändert gültig seit: 26.09.2014
Landesspezifische Sicherheitshinweise Von Reisen nach Niger wird dringend abgeraten. Al-Qaida im Maghreb (AQM) sucht auch im Niger gezielt nach westlichen Staatsangehörigen, auch Deutschen, zum Zwecke der Entführung. Auch von den in Nord-Nigeria aktiven islamistischen Terrororganisationen, vor allem Boko Haram und Ansaru, geht ein Risiko aus. Vor Reisen außerhalb von Niamey wird daher ausdrücklich gewarnt. Es wird darauf hingewiesen, dass auch in Niamey ein unkalkulierbares Anschlags- und Entführungsrisiko besteht, auch wenn sich die Sicherheitslage in der Stadt durch verstärkte Polizei- und Militärpräsenz stabilisiert hat. Insbesondere größere Menschenansammlungen sollten gemieden werden. Seit 2009 sind von AQM zahlreiche Entführungen in der Region Algerien-Niger-Mali-Mauretanien ausgeführt worden, betroffen waren u.a. Touristen, Geschäftsleute, Diplomaten und Mitarbeiter von Hilfsorganisationen. Die Geiseln wurden in die nordmalische Wüste verschleppt und zum Teil über Jahre festgehalten. Einige Geiseln wurden freigelassen, andere von ihren Entführern getötet. Mehrere Zusammenstöße zwischen nigrischer Armee und AQM bzw. deren Zulieferern im Norden des Landes haben in der Vergangenheit zu zahlreichen Toten auf beiden Seiten geführt. Am 7. Januar 2011 wurden in der Hauptstadt Niamey zwei französische Staatsangehörige aus einem Restaurant verschleppt und kurze Zeit später bei einem Feuergefecht zwischen den Entführern und Sicherheitskräften in der Grenzregion zu Mali getötet. Das gleichbleibend hohe Entführungsrisiko wird auch dadurch verdeutlicht, dass im August 2012 ein aus Nord-Mali kommendes Kommando in der Nähe des Stadt Tillaberi von nigrischen Sicherheitskräften abgefangen wurde. Ziel der bewaffneten Terroristen, die bei dem Schusswechsel teilweise getötet wurden, soll es gewesen sein, eine Entführung in Niamey durchzuführen.  Zunehmend Sorge bereitet auch die Entwicklung in Nigeria. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die in Nigeria aktiven islamistischen Terrororganisationen Boko Haram und Ansaru auch im Süden des Nigers aktiv werden. Besonders gefährdet scheinen die Regionen um Maradi, Zinder und Diffa im Süden und Südosten des Nigers.  Am 23.05.2013 wurden terroristische Anschläge in Agadez und Arlit verübt, bei denen es zu zahlreichen Todesopfern kam. Innenpolitische Situation Nach gewaltsamer Machtübernahme durch das Militär im Jahr 2010 wurde die versprochene umgehende Rückkehr zur Demokratie mit freien und demokratischen Wahlen im Frühjahr 2011 umgesetzt. Mit der Vereidigung von Präsident Issoufou im April 2011 hat die nigrische Politik zur Normalität zurückgefunden. Großen Anlass zur Sorge bereitet jedoch die Lage in Nord-Mali und Nord-Nigeria und die damit verbundenen Konsequenzen für den Niger. Es besteht das Risiko, dass dort aktive islamistische Terrororganisationen ihre Aktivitäten auf den Niger ausweiten und die organisierte Kriminalität in der Region weiter zunimmt. Minengefahr Besondere Gefahren bergen die im Rahmen der mittlerweile offiziell beigelegten bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Rebellengruppen und Militär verlegten Minen, die nicht nur auf die Region Agadez begrenzt sind. Ein Risiko, zufällig Opfer zu werden, besteht. Minengefahr besteht nach wie vor im Aïr- und in Teilen des Djado-Gebirges (äußerster Nordosten des Niger). Die betroffenen Zonen sind ortskundigen Führern und dem Militär bekannt und müssen weiträumig umfahren werden. Reisen über Land Die Straßen in Niger sind in häufig schlechtem Zustand. Gut ausgebaute Abschnitte gehen ohne Vorwarnung in Strecken mit tiefen Schlaglöchern oder Pisten über. Riskante Fahrweise, freilaufende Tiere und Fahrzeuge in schlechtem technischem Zustand können zusätzlich für Gefahr sorgen. Es wird ausdrücklich davon abgeraten, außerhalb von Städten Fahrten in der Dunkelheit durchzuführen. Je nach Jahreszeit beginnt die Dunkelheit bereits um 18.00 Uhr und setzt sehr schnell ohne lange Dämmerungszeiten ein. Kleinkriminalität Auch wenn sich trotz der prekären Armutssituation die Kleinkriminalität als sehr gering darstellt, sollten Unternehmungen ohne Begleitschutz in einsame Stadtviertel und bei Dunkelheit im gesamten Stadtgebiet vermieden werden. Reisewarnung Von Reisen nach Niger wird dringend abgeraten. Al-Qaida im Maghreb (AQM) sucht auch im Niger gezielt nach westlichen Staatsangehörigen, auch Deutschen, zum Zwecke der Entführung. Auch von den in Nord-Nigeria aktiven islamistischen Terrororganisationen, vor allem Boko Haram und Ansaru, geht ein Risiko aus. Vor Reisen außerhalb von Niamey wird daher ausdrücklich gewarnt. Es wird darauf hingewiesen, dass auch in Niamey ein unkalkulierbares Anschlags- und Entführungsrisiko besteht, auch wenn sich die Sicherheitslage in der Stadt durch verstärkte Polizei- und Militärpräsenz stabilisiert hat. Insbesondere größere Menschenansammlungen sollten gemieden werden. Seit 2009 sind von AQM zahlreiche Entführungen in der Region Algerien-Niger-Mali-Mauretanien ausgeführt worden, betroffen waren u.a. Touristen, Geschäftsleute, Diplomaten und Mitarbeiter von Hilfsorganisationen. Die Geiseln wurden in die nordmalische Wüste verschleppt und zum Teil über Jahre festgehalten. Einige Geiseln wurden freigelassen, andere von ihren Entführern getötet. Mehrere Zusammenstöße zwischen nigrischer Armee und AQM bzw. deren Zulieferern im Norden des Landes haben in der Vergangenheit zu zahlreichen Toten auf beiden Seiten geführt. Am 7. Januar 2011 wurden in der Hauptstadt Niamey zwei französische Staatsangehörige aus einem Restaurant verschleppt und kurze Zeit später bei einem Feuergefecht zwischen den Entführern und Sicherheitskräften in der Grenzregion zu Mali getötet. Das gleichbleibend hohe Entführungsrisiko wird auch dadurch verdeutlicht, dass im August 2012 ein aus Nord-Mali kommendes Kommando in der Nähe des Stadt Tillaberi von nigrischen Sicherheitskräften abgefangen wurde. Ziel der bewaffneten Terroristen, die bei dem Schusswechsel teilweise getötet wurden, soll es gewesen sein, eine Entführung in Niamey durchzuführen.  Zunehmend Sorge bereitet auch die Entwicklung in Nigeria. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die in Nigeria aktiven islamistischen Terrororganisationen Boko Haram und Ansaru auch im Süden des Nigers aktiv werden. Besonders gefährdet scheinen die Regionen um Maradi, Zinder und Diffa im Süden und Südosten des Nigers.  Am 23.05.2013 wurden terroristische Anschläge in Agadez und Arlit verübt, bei denen es zu zahlreichen Todesopfern kam. Innenpolitische Situation Nach gewaltsamer Machtübernahme durch das Militär im Jahr 2010 wurde die versprochene umgehende Rückkehr zur Demokratie mit freien und demokratischen Wahlen im Frühjahr 2011 umgesetzt. Mit der Vereidigung von Präsident Issoufou im April 2011 hat die nigrische Politik zur Normalität zurückgefunden. Großen Anlass zur Sorge bereitet jedoch die Lage in Nord-Mali und Nord-Nigeria und die damit verbundenen Konsequenzen für den Niger. Es besteht das Risiko, dass dort aktive islamistische Terrororganisationen ihre Aktivitäten auf den Niger ausweiten und die organisierte Kriminalität in der Region weiter zunimmt. Minengefahr Besondere Gefahren bergen die im Rahmen der mittlerweile offiziell beigelegten bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Rebellengruppen und Militär verlegten Minen, die nicht nur auf die Region Agadez begrenzt sind. Ein Risiko, zufällig Opfer zu werden, besteht. Minengefahr besteht nach wie vor im Aïr- und in Teilen des Djado-Gebirges (äußerster Nordosten des Niger). Die betroffenen Zonen sind ortskundigen Führern und dem Militär bekannt und müssen weiträumig umfahren werden. Reisen über Land Die Straßen in Niger sind in häufig schlechtem Zustand. Gut ausgebaute Abschnitte gehen ohne Vorwarnung in Strecken mit tiefen Schlaglöchern oder Pisten über. Riskante Fahrweise, freilaufende Tiere und Fahrzeuge in schlechtem technischem Zustand können zusätzlich für Gefahr sorgen. Es wird ausdrücklich davon abgeraten, außerhalb von Städten Fahrten in der Dunkelheit durchzuführen. Je nach Jahreszeit beginnt die Dunkelheit bereits um 18.00 Uhr und setzt sehr schnell ohne lange Dämmerungszeiten ein. Kleinkriminalität Auch wenn sich trotz der prekären Armutssituation die Kleinkriminalität als sehr gering darstellt, sollten Unternehmungen ohne Begleitschutz in einsame Stadtviertel und bei Dunkelheit im gesamten Stadtgebiet vermieden werden. Dringende Sicherheitshinweise In den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern besteht eine erhöhte Gefahr terroristischer Gewaltakte, gezielter Entführungen und krimineller Übergriffe; sowohl kriminelle Banden als auch Al-Qaida im Maghreb (AQM) suchen derzeit gezielt nach Ausländern zum Zwecke der Entführung. In Algerien, Niger, Mali und Mauretanien kam es auch in jüngster Zeit zu Entführungen. Es ist, wie aktuelle Hinweise bestätigen, jederzeit mit weiteren Entführungen westlicher Staatsangehöriger zu rechnen. Gerade auch deutsche Staatsangehörige sind einer deutlich ansteigenden Anschlags- und Entführungsgefahr ausgesetzt. Das Auswärtige Amt rät von Reisen in entlegene oder nicht hinreichend durch wirksame Polizei- oder Militärpräsenz gesicherte Gebiete der Sahara, ihrer Randbereiche und der Sahelzone eindringlich ab. Deutlich erhöhte Anschlags- und Entführungsrisiken bestehen u.a. für Ziele, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren. In einigen Gebieten, insbesondere in der Sahel-Sahara-Region, sind Sport- und Kulturveranstaltungen wie Wüsten-Rallyes oder Musikfestivals mit erheblichen Anschlags- und Entführungsrisiken verbunden. Die Sicherheitsrisiken für Reisende differieren von Land zu Land und sind regelmäßig selbst innerhalb eines Landes unterschiedlich zu bewerten. Das Auswärtige Amt rät daher dringend, immer auch die landesspezifischen Sicherheitshinweise zu beachten.
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