Africa

Somalia

Gesundheit
Erforderliche Impfungen
KranheitBesondere VorsichtImpfnachweis
Essen & Trinken4-
Malaria3-
Typhus & PolioJa-
Cholera2
Gelbfieber1
Gesundheitsvorsorge
Die andauernden Kampfhandlungen haben das medizinische Versorgungssystem so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass es praktisch nicht existiert. Internationale Organisationen bemühen sich im Moment um den Aufbau eines Versorgungsnetzes. Neben einem hohen Sicherheitsrisiko ist landesweit mit erheblichen Engpässen bei der ärztlichen und medikamentösen Versorgung zu rechnen.

Eine adäquate Ausstattung der Reiseapotheke ist ratsam.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung sowie einer Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen.
Hinweis
[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die innerhalb von sechs Tagen nach Aufenthalt oder Transit in den von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebieten einreisen wollen. Ausgenommen sind Transitreisende in Somalia, die den Flughafen nicht verlassen. Achtung: Nur aus Infektionsgebieten vorgesehen, wird die Impfung bei der Einreise meist von allen verlangt.
Unabhängig von den offiziellen Bestimmungen wird allen Reisenden, die sich in Somalia aufhalten wollen, eine Schutzimpfung gegen Gelbfieber empfohlen.

[2]
Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Achtung: Ein gültiger Impfnachweis gegen Cholera kann auch abweichend von den offiziellen Bestimmungen gelegentlich verlangt werden. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Um sich zu schützen sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden.

[3]
Malariaschutz gegen die vorherrschende gefährlichere Form Plasmodium falciparum ganzjährig in allen Landesteilen erforderlich, v.a. in den mittleren und südlichen Landesteilen. Chloroquinresistenz wurde gemeldet.

[4] Wasser sollte nur abgekocht und gefiltert getrunken werden. In Mogadischu herrscht Wasserknappheit (einige Stadtteile erhalten oft monatelang kein Wasser); Versorgung mit Tankwagen. Es können Magenverstimmungen auftreten. Für die ersten Wochen des Aufenthalts wird daher abgefülltes Wasser empfohlen, welches überall erhältlich ist. Wasser außerhalb der Städte ist nicht keimfrei und sollte sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. Milch ist nicht pasteurisiert und sollte ebenfalls abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.
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