Caribbean

Bahamas

Wirtschaftsprofil
Wirtschaft
Wichtige Wirtschaftszweige
Die Bahamas sind eine der wohlhabendsten Inselgruppen der Karibik – der Tourismus ist der größte Industriezweig und erwirtschaftet etwa 60 % (Stand: 2008) des Bruttoinlandsprodukts. Die meisten Touristen kommen aus den USA (80%), Europa (8%) und Kanada (5-6%). Außerdem spielen die Inseln als Zentrum für Auslandsbanken international eine wichtige Rolle, obwohl dieser Wirtschaftsektor in den letzten Jahren durch internationale Bemühungen, die Zahl der Steueroasen weltweit einzuschränken, unter Druck geraten ist. Sein Anteil am BIP beläuft sich auf ca. 12 %.
Für den Ausbau der Sektoren Landwirtschaft und Fischfang werden große Anstrengungen unternommen, um die Selbstversorgungsrate zu steigern. Die erreichten Erfolge sind aber bescheiden. Der Binnenmarkt wird durch Zölle und Importverbote für bestimmte agrarische Produkte geschützt. Die verarbeitende Industrie ist aufgrund mangelnder Rohstoffvorkommen, niedriger Fachkräftequalifikation und hoher Lohnkosten mit ca. 7% nur gering am BIP beteiligt. Produziert werden auf den Inseln lediglich Rum, Öl, Medikamente und Salz.

Wirtschaftslage
Die starke Abhängigkeit der hiesigen Wirtschaft vom Fremdenverkehr führte nach den Terroranschlägen in den USA 2001 zu einem Rückgang des Wachstums auf schätzungsweise 0,1% im Jahr 2002 und zu einem Nullwachstum 2003, nachdem noch im Jahr 2000 - u.a. durch die Fertigstellung von Großprojekten im Hotelsektor - ein Plus von 5% erzielt worden war. 2005 lag die Wachstumsrate schon wieder bei 3 % und stoeg 2006 auf 4,6 %. Durch den Beginn der internationalen Wirtschaftskrise und den Rückgang des amerikanische  Tourismus ist das Wirtschaftswachstum 2008 mit -1,5 % negativ.
Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds IMF sieht die wirtschaftliche Zunkunft der Bahamas langfristig jedoch positiv aus. Die jährliche Inflationsrate stieg zwischen 2002 und 2003 von 2 auf 3%, sank 2004 jedoch wieder auf 1,2%. 2007 stieg sie auf 2,4 %. Die Arbeitslosenrate lag bei 7,6 % (Stand: 2006); 9,3% (Stand: 2005) der einheimischen Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze.

Wirtschaftspolitik
Im Juni 2000 wurden die Bahamas von der Organisation for Economic Cooperation and Development (OECD) als eine von 35 Steueroasen eingestuft, deren finanzielle Infrastrukturen groß angelegter Steuerhinterziehung und Geldwäsche förderlich sein könnten. Die Regierung hat seitdem verschiedene Maßnahmen ergriffen, um den strengen Auflagen der OECD entgegenzukommen.
Das neu gegründete Ministerium für Finanzdienstleistungen und Investitionen hat sich die Förderung des Finanzsektors und des Internethandels sowie die Diversifizierung der Wirtschaft zur Aufgabe gemacht. Ausländischen Investoren werden finanzielle Anreize geboten, um die Bandbreite der Wirtschaft zu vergrößern. Steuernachlässe werden in Freeport auf Grand Bahama gewährt. Eine der wichtigsten Maßnahmen der Regierung ist die Privatisierung verschiedener staatlicher Unternehmen - u.a. die Telefongesellschaft Batelco, der Energieversorger BEC und die Fluggesellschaft Bahamasair -, die seit 1999 voranschreitet.
Die Bahamas beteiligen sich weiterhin nicht an der Wirtschaftsintegration im Rahmen des Gemeinsamen Marktes (CSME), der seit dem 1. Februar 2006 existiert, u.a. weil sie einen unkontrollierbaren Zufluss illegaler Einwanderung befürchten.

Handelspartner
Die meisten Lebensmittel, Konsumgüter und andere Produkte müssen importiert werden, vor allem aus den USA. Der Ölbedarf wird in erster Linie durch indonesische und saudiarabische Importe gedeckt. Neben den USA sind Brasilien, Südkorea und Spanien die wichtigsten Handelspartner der Bahamas, was den Import betrifft. Beim Export dominieren die Länder Spanien, USA, Polen und Deutschland.
Umgangsformen
Geschäfte werden auf Englisch abgewickelt. Voranmeldung, Pünktlichkeit und Visitenkarten werden erwartet. Man kleidet sich lässig-elegant (normalerweise Hose/Rock mit Hemd/Bluse). Geschäftszeiten: Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr.
Kontaktadressen
Bahamas Chamber of Commerce (Handelskammer)
PO Box N-665, Shirley Street and Collins Avenue, Freeport, Grand Bahama, Bahamas
Tel: 322 21 45.
Internet: www.thebahamaschamber.com
Konferenzen/Tagungen
Die großen Resorts und Hotels, vor allem auf New Providence und Grand Bahama, bieten Einrichtungen für 15 bis 3000 Teilnehmer. Audiovisuelle Geräte wie LCD-Projektoren und Leinwände, Overhead- und Dia-Projektoren, Fernsehgeräte, Videokassettenrecorder und DVD-/CD-Player u.a. können ausgeliehen werden. Informationen vom Bahamas Tourist Office in Frankfurt/M. (s. Adressen) oder The Bahamas Ministry of Tourism, Special Markets Division (s. Adressen).
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