Middle East

Israel

Reise- und Sicherheitsinformationen
Israel
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 11.11.2014
Unverändert gültig seit: 30.10.2014
Aktuelle Hinweise Vor Reisen in den Gazastreifen wird dringend gewarnt. Im Sommer 2014 kam es zu intensiven militärischen Auseinandersetzungen in und um den Gaza-Streifen. Am 26.08.2014 wurde eine zeitlich unbegrenzte Waffenruhe verkündet, die bisher von allen Konfliktparteien eingehalten wird. Bei Aufenthalten im unmittelbaren Grenzgebiet zum Gaza-Streifen wird dennoch zu erhöhter Vorsicht geraten. Es wird empfohlen, sich vor Ort über die Lage von Schutzräumen und das Verhalten bei Raketenangriffen zu informieren (dazu siehe auch unten). Die – seit dem Sommer bereits angespannte – Sicherheitslage in Jerusalem hat sich infolge des Anschlags vom 29.10.2014 auf einen prominenten und politisch aktiven Rabbi nochmals verschärft In Jerusalem und neuralgischen Orten im Westjordanland wie z.B. an Checkpoints, wird zu erhöhter Vorsicht geraten. Mit Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften ist zu rechnen. Größere Menschenansammlungen sollten gemieden werden. Derzeit wird davon abgeraten, in Jerusalem öffentliche Verkehrsmittel wie Straßenbahn und Linienbusse zu nutzen. Von Aufenthalten im unmittelbaren Grenzgebiet zu Syrien und Libanon abgeraten. Ferner wird geraten, Fahrten entlang der israelisch-ägyptischen Grenze zu vermeiden. Allen Deutschen, die sich - auch nur vorübergehend - in Israel oder den Palästinensischen Gebieten aufhalten, wird empfohlen, sich online auf der Krisenvorsorgeliste zu registrieren (http://service.diplo.de/registrierungav). Für Aufenthalte in Israel ist die zuständige Auslandsvertretung die Botschaft Tel Aviv, für Aufenthalte in den Palästinensischen Gebieten ist die zuständige Auslandsvertretung das Vertretungsbüro Ramallah. Als zuständige Vertretung ist die einzutragen, in deren Amtsbezirk sich die meiste Zeit aufgehalten wird. Amtsbezirk Ramallah: Palästinensische Gebiete, d.h. Westjordanland, Ost-Jerusalem, Gazastreifen (bitte Reisewarnung beachten). Vor und während der Reise nach Israel und in die Palästinensischen Gebiete wird geraten, sich über aktuelle Entwicklungen zu informieren sowie die Internetseiten der Botschaft in Tel Aviv (Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.tel-aviv.diplo.de ) und des Vertretungsbüros Ramallah (Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.ramallah.diplo.de )  zu konsultieren. Landesspezifische Sicherheitshinweise Die Sicherheitslage in Israel und den Palästinensischen Gebieten ist wesentlich vom israelisch-palästinensischen Konflikt geprägt. Aufgrund des Konflikts besteht das Risiko, als Besucher in Sicherheitsvorfälle verwickelt zu werden, auch wenn diese sich nicht gegen Ausländer richten. Insbesondere im Umfeld von Checkpoints sind Auseinandersetzungen nicht auszuschließen. Es wird geraten, die Lageentwicklung aufmerksam zu verfolgen und Menschenansammlungen zu meiden. Bei Besuchen im Westjordanland und in Jerusalem wird zu erhöhter Aufmerksamkeit geraten (siehe oben). Ergänzend zu den oben aufgeführten Empfehlungen gelten folgende Hinweise: Jerusalem (einschließlich Ost-Jerusalem) Bei Aufenthalten in Jerusalem wird zu erhöhter Aufmerksamkeit geraten, insbesondere in der Altstadt und den anliegenden Stadtvierteln. In diesen Gebieten, insbesondere in der Umgebung des Tempelbergs/Haram Al Sharif, aber auch in Sheikh Sharah, Abu tor, Silwan und anderen Jerusalemer Stadtteilen muss aktuell mit gewaltsamen Ausschreitungen gerechnet werden. Dies gilt verstärkt nach dem gezielten Anschlag auf einen prominenten und politisch aktiven Rabbi am 29.10.2014, infolgedessen der mutmaßliche Täter bei dem Versuch der Festnahme von israelischen Sicherheitskräften erschossen wurde. Erhöhte Vorsicht ist an islamischen und jüdischen Feiertagen angezeigt. Ortskundige Begleitung wird zumindest an solchen Tagen empfohlen. Von Besuchen des Tempelbergs/Haram Al Sharif an Freitagen wird abgeraten. Größere Menschenansammlungen sollten in unübersichtlichen Situationen gemieden werden. Zurzeit wird davon abgeraten, in Jerusalem öffentliche Verkehrsmittel wie Straßenbahn und Linienbusse zu nutzen. Israel allgemein Im europäischen Vergleich kommt Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl relativ selten vor. Gleichzeitig bleibt Israel das erklärte Ziel von islamistischen Terrorgruppen. In den letzten Jahren sind Sicherheitsvorfälle mit terroristischem Hintergrund signifikant zurückgegangen. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass es in der aktuellen Situation zu vereinzelten terroristischen Angriffen auf öffentliche Einrichtungen kommen kann. Bis auf Weiteres sollten Reisende bei größeren Menschenansammlungen und bei der Nutzung der öffentlichen Personenverkehrsmittel in Israel besondere Vorsicht walten lassen. Es gibt derzeit allerdings keine konkreten Hinweise auf eine gezielte Gefährdung von Ausländern. Reisende sollten sich mit den vorhandenen Schutzvorkehrungen (Lage der Schutzräume) vertraut machen und ggf. die Anweisungen der israelischen Zivilschutzbehörden befolgen. Auf der Website der Deutschen Botschaft Tel Aviv sind unter der Rubrik „Konsularischer Service, Nothilfe für Deutsche" Informationen der israelischen Behörden mit Verhaltenshinweisen in Krisensituationen, u.a. bei Raketenangriffen, eingestellt. Weitere Informationen finden Sie auch auf der englisch-sprachigen Facebook-Seite des israelischen Zivilschutzes (Home Front Command). Grenzgebiet zu Syrien und Libanon Im Zusammenhang mit dem innersyrischen Konflikt kam es zu Querschlägern von Mörsergranaten und Handfeuerwaffen und in der jüngsten Zeit auch vereinzelt zu gezielten Angriffen auf israelische Ziele in der Nähe der demilitarisierten Zone auf den Golanhöhen. Infolgedessen wurde eine Person getötet,  mehrere Personen wurden verletzt. Auch aus dem Libanon kam es vereinzelt zu Raketenbeschuss auf das israelische Grenzgebiet.  Die israelischen Streitkräfte behalten sich Gegenmaßnahmen jeweils vor. Von Aufenthalten im unmittelbaren Grenzgebiet zu Syrien und Libanon wird abgeraten. Grenzgebiet zu Ägypten In jüngster Zeit wurden vereinzelt Raketen aus dem Sinai auf Israel abgeschossen, die in unbewohntem Gebiet um Eilat eingeschlagen sind. Es kam nicht zu Personen- oder Sachschäden. Ein Raketenabwehrsystem wurde vor Eilat stationiert. Seit Sommer 2011 kam es mehrfach zu bewaffneten Zwischenfällen entlang der israelisch-ägyptischen Grenze. Dabei kam es auch zu Schusswechseln mit mehreren Toten und Verletzten. Es wird dazu geraten, Fahrten entlang der israelisch-ägyptischen Grenze zu vermeiden und auf alternative Routen auszuweichen. Grenzgebiet zum Gazastreifen Im Sommer 2014 kam es zu intensiven militärischen Auseinandersetzungen in und um den Gaza-Streifen. Dabei kam es zu massiven Raketen- und Mörserangriffen auf israelisches Territorium, die ganz überwiegend die Ortschaften in der Nähe des Gaza-Streifens (Radius von ca. 40 km) betrafen. Am 26.08.2014 wurde eine zeitlich unbegrenzte Waffenruhe verkündet, die mittels künftiger Verhandlungen in einen dauerhaften Waffenstillstand münden soll. Die Waffenruhe wurde bisher von allen Konfliktparteien eingehalten. Bei Aufenthalten im unmittelbaren Grenzgebiet zum Gaza-Streifen wird zu erhöhter Vorsicht geraten. Es wird empfohlen, sich vor Ort über die Lage von Schutzräumen und das Verhalten bei Raketenangriffen zu informieren. Palästinensische Gebiete: Gazastreifen Vor Reisen in den Gazastreifen wird dringend gewarnt. Im Rahmen der israelischen militäroperation "Protective Edge" erfolgten heftige israelische Angriffe auf Ziele im Gaza-Streifen mit vielen Toten und Verletzten. Dabei wurde auch öffentliche Infrastruktur, wie Straßen, Strom- und Abwasserversorgung beschädigt. Ferner liegen in Trümmern sowie auf wenig befahrenen Wegen nach wie vor nicht detonierte Sprengmittel (UXO). Der einzige Personenübergang zwischen Israel und dem Gazastreifen „EREZ" ist zur Zeit nur für humanitäre Fälle und internationale Organisationen geöffnet. Der Grenzübergang Rafah zwischen Ägypten und dem Gazastreifen ist derzeit nur eingeschränkt für die Ein- und Ausreise von bestimmten Personengruppen (u. a. humanitäre Notfälle, ausländische Staatsangehörige und Studenten) geöffnet. Eine vollständige Schließung ist jederzeit wieder möglich. Ausreisen über Rafah sind aufgrund von Beschränkungen deutlich schwieriger als Einreisen. Eine Ausreise kann bei erfolgter Einreise über Rafah nicht über Erez erfolgen. Die zuständigen deutschen Auslandsvertretungen können grundsätzlich keine konsularische Hilfe zur Ausreise aus dem Gazastreifen leisten. Auf die erheblichen Gefahren eines Transits durch den Nordsinai wird hingewiesen (vgl. Reise- und Sicherheitshinweise für Ägypten unter Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.diplo.de/sicherreisen). Durch die Schließung der meisten Tunnel zwischen Ägypten und dem Gazastreifen hat sich die Versorgungslage in Gaza auch bereits vor der Krise deutlich verschlechtert. Die öffentliche Stromversorgung ist auf wenige Stunden am Tag beschränkt. Treibstoffmangel wirkt sich auch auf andere öffentliche Dienstleitungen wie Kläranlagen aus. Der Gazastreifen ist seit Juni 2007 für den allgemeinen Personenverkehr von und nach Israel fast vollständig abgeriegelt. Personenverkehr zwischen Israel und dem Gazastreifen über den Grenzübergang Erez wird nur bei Vorliegen einer israelischen Sondergenehmigung erlaubt und Doppelstaatern mit palästinensischen Ausweispapieren in der Regel gar nicht gestattet. Auch die Ausreise über Erez ist in der Regel nur für Personen möglich, die mit Genehmigung der israelischen Behörden über Erez eingereist sind. Der Grenzübergang Erez wurde auch in der Vergangenheit wiederholt kurzfristig geschlossen. In der jüngeren Vergangenheit war der Grenzübergang Rafah an sechs Tagen pro Woche (außer freitags) geöffnet. Wann die derzeitigen Einschränkungen gänzlich aufgehoben werden, ist nicht absehbar. Auch bei einer regelmäßigen Öffnung des Grenzübergangs kann dieser nach Angaben der ägyptischen Behörden regulär - nur - von Palästinensern mit gültigen Ausweispapieren der Palästinensischen Behörde benutzt werden. Für die Ausreise aus Gaza bedarf es eines ägyptischen Visums und einer palästinensischen Ausreiseerlaubnis. Die Einreise nach Gaza auf dem Seeweg ist nicht möglich. Es wird angesichts einer drohenden Gefährdung für Leib und Leben dringend vor Versuchen gewarnt, in die von Israel verhängte Sperrzone der Küstengewässer vor dem Gazastreifen einzudringen. Am 31. Mai 2010 kamen bei einem solchen Versuch (sog. „Gaza-Flottille") neun Menschen ums Leben. Die zuständigen deutschen Auslandsvertretungen können im Gazastreifen und in den Küstengewässern vor dem Gazastreifen praktisch keine konsularische Hilfe leisten. Palästinensische Gebiete: Westjordanland (Westbank) In Folge der Entführung und Ermordung von drei israelischen Jugendlichen, der Ermordung eines jungen Palästinensers in Ost-Jerusalem im Juni/Juli 2014 und Spannungen im Zusammenhang mit den militärischen Auseinandersetzungen in und um Gaza, können Auseinandersetzungen zwischen israelischen Sicherheitskräften, jüdischen Siedlern und palästinensischer Bevölkerung nicht ausgeschlossen werden. Insbesondere im südlichen Westjordanland wird bei der Benutzung der Straße 60, südlich von Betlehem, v. a. um Hebron und Gush Etzion, sowie im nördlichen Westjordanland in den Gebieten um Nablus, sowie Jenin zu besonderer Vorsicht geraten. Auch wird von Fahrten in der Dunkelheit abgeraten. Im gesamten Westjordanland muss mit verschärften Kontrollen an allen Checkpoints gerechnet werden. Zugangsbeschränkungen zu militärischen Sperrgebieten sind unbedingt zu beachten. Das Westjordanland (Westbank) ist seit 1967 militärisch besetzt und in Gebiete mit verschiedenen Verwaltungsarrangements eingeteilt. Es gibt zahlreiche mobile und immobile Checkpoints und gesperrte Straßen, vor allem zwischen Israel und Jerusalem einerseits und dem Westjordanland andererseits, aber auch innerhalb des Westjordanlands. Ohne Ortskenntnis oder ortskundige Begleitung sollten Sie daher nur Teile des Westjordanlands bereisen. Besuche in den von der Palästinensischen Behörde verwalteten Städten Bethlehem, Jericho und Ramallah, sowie die Benutzung der Straße 1 zum Toten Meer und der Straße 90 im Jordantal sind auch ohne besondere Ortskenntnis oder ortskundige Begleitung vertretbar. Sicherheitsvorfälle haben im Westjordanland in den vergangenen Monaten wieder zugenommen. Dazu gehören sowohl Anschläge auf israelische Siedler und israelische Sicherheitskräfte als auch Übergriffe von israelischen Siedlern auf Palästinenser, insbesondere bei Hebron und Nablus. Es wird empfohlen, die Berichterstattung in den Medien über sicherheitsrelevante Ereignisse aufmerksam zu verfolgen. Für das Westjordanland gilt, dass Übergänge nach Israel auch ohne Vorankündigung geschlossen werden können. Auch nach Intervention der Botschaft Tel Aviv oder des Vertretungsbüros Ramallah ist das Passieren der Übergänge in Richtung Israel dann mitunter unmöglich. Weiterhin kommt es in unmittelbarer Nähe von Übergängen zwischen Israel und dem Westjordanland immer wieder zu Demonstrationen. In ihrer Umgebung wird zu besonderer Vorsicht geraten. Reisewarnung Die Sicherheitslage in Israel und den Palästinensischen Gebieten ist wesentlich vom israelisch-palästinensischen Konflikt geprägt. Aufgrund des Konflikts besteht das Risiko, als Besucher in Sicherheitsvorfälle verwickelt zu werden, auch wenn diese sich nicht gegen Ausländer richten. Insbesondere im Umfeld von Checkpoints sind Auseinandersetzungen nicht auszuschließen. Es wird geraten, die Lageentwicklung aufmerksam zu verfolgen und Menschenansammlungen zu meiden. Bei Besuchen im Westjordanland und in Jerusalem wird zu erhöhter Aufmerksamkeit geraten (siehe oben). Ergänzend zu den oben aufgeführten Empfehlungen gelten folgende Hinweise: Jerusalem (einschließlich Ost-Jerusalem) Bei Aufenthalten in Jerusalem wird zu erhöhter Aufmerksamkeit geraten, insbesondere in der Altstadt und den anliegenden Stadtvierteln. In diesen Gebieten, insbesondere in der Umgebung des Tempelbergs/Haram Al Sharif, aber auch in Sheikh Sharah, Abu tor, Silwan und anderen Jerusalemer Stadtteilen muss aktuell mit gewaltsamen Ausschreitungen gerechnet werden. Dies gilt verstärkt nach dem gezielten Anschlag auf einen prominenten und politisch aktiven Rabbi am 29.10.2014, infolgedessen der mutmaßliche Täter bei dem Versuch der Festnahme von israelischen Sicherheitskräften erschossen wurde. Erhöhte Vorsicht ist an islamischen und jüdischen Feiertagen angezeigt. Ortskundige Begleitung wird zumindest an solchen Tagen empfohlen. Von Besuchen des Tempelbergs/Haram Al Sharif an Freitagen wird abgeraten. Größere Menschenansammlungen sollten in unübersichtlichen Situationen gemieden werden. Zurzeit wird davon abgeraten, in Jerusalem öffentliche Verkehrsmittel wie Straßenbahn und Linienbusse zu nutzen. Israel allgemein Im europäischen Vergleich kommt Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl relativ selten vor. Gleichzeitig bleibt Israel das erklärte Ziel von islamistischen Terrorgruppen. In den letzten Jahren sind Sicherheitsvorfälle mit terroristischem Hintergrund signifikant zurückgegangen. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass es in der aktuellen Situation zu vereinzelten terroristischen Angriffen auf öffentliche Einrichtungen kommen kann. Bis auf Weiteres sollten Reisende bei größeren Menschenansammlungen und bei der Nutzung der öffentlichen Personenverkehrsmittel in Israel besondere Vorsicht walten lassen. Es gibt derzeit allerdings keine konkreten Hinweise auf eine gezielte Gefährdung von Ausländern. Reisende sollten sich mit den vorhandenen Schutzvorkehrungen (Lage der Schutzräume) vertraut machen und ggf. die Anweisungen der israelischen Zivilschutzbehörden befolgen. Auf der Website der Deutschen Botschaft Tel Aviv sind unter der Rubrik „Konsularischer Service, Nothilfe für Deutsche" Informationen der israelischen Behörden mit Verhaltenshinweisen in Krisensituationen, u.a. bei Raketenangriffen, eingestellt. Weitere Informationen finden Sie auch auf der englisch-sprachigen Facebook-Seite des israelischen Zivilschutzes (Home Front Command). Grenzgebiet zu Syrien und Libanon Im Zusammenhang mit dem innersyrischen Konflikt kam es zu Querschlägern von Mörsergranaten und Handfeuerwaffen und in der jüngsten Zeit auch vereinzelt zu gezielten Angriffen auf israelische Ziele in der Nähe der demilitarisierten Zone auf den Golanhöhen. Infolgedessen wurde eine Person getötet,  mehrere Personen wurden verletzt. Auch aus dem Libanon kam es vereinzelt zu Raketenbeschuss auf das israelische Grenzgebiet.  Die israelischen Streitkräfte behalten sich Gegenmaßnahmen jeweils vor. Von Aufenthalten im unmittelbaren Grenzgebiet zu Syrien und Libanon wird abgeraten. Grenzgebiet zu Ägypten In jüngster Zeit wurden vereinzelt Raketen aus dem Sinai auf Israel abgeschossen, die in unbewohntem Gebiet um Eilat eingeschlagen sind. Es kam nicht zu Personen- oder Sachschäden. Ein Raketenabwehrsystem wurde vor Eilat stationiert. Seit Sommer 2011 kam es mehrfach zu bewaffneten Zwischenfällen entlang der israelisch-ägyptischen Grenze. Dabei kam es auch zu Schusswechseln mit mehreren Toten und Verletzten. Es wird dazu geraten, Fahrten entlang der israelisch-ägyptischen Grenze zu vermeiden und auf alternative Routen auszuweichen. Grenzgebiet zum Gazastreifen Im Sommer 2014 kam es zu intensiven militärischen Auseinandersetzungen in und um den Gaza-Streifen. Dabei kam es zu massiven Raketen- und Mörserangriffen auf israelisches Territorium, die ganz überwiegend die Ortschaften in der Nähe des Gaza-Streifens (Radius von ca. 40 km) betrafen. Am 26.08.2014 wurde eine zeitlich unbegrenzte Waffenruhe verkündet, die mittels künftiger Verhandlungen in einen dauerhaften Waffenstillstand münden soll. Die Waffenruhe wurde bisher von allen Konfliktparteien eingehalten. Bei Aufenthalten im unmittelbaren Grenzgebiet zum Gaza-Streifen wird zu erhöhter Vorsicht geraten. Es wird empfohlen, sich vor Ort über die Lage von Schutzräumen und das Verhalten bei Raketenangriffen zu informieren. Palästinensische Gebiete: Gazastreifen Vor Reisen in den Gazastreifen wird dringend gewarnt. Im Rahmen der israelischen militäroperation "Protective Edge" erfolgten heftige israelische Angriffe auf Ziele im Gaza-Streifen mit vielen Toten und Verletzten. Dabei wurde auch öffentliche Infrastruktur, wie Straßen, Strom- und Abwasserversorgung beschädigt. Ferner liegen in Trümmern sowie auf wenig befahrenen Wegen nach wie vor nicht detonierte Sprengmittel (UXO). Der einzige Personenübergang zwischen Israel und dem Gazastreifen „EREZ" ist zur Zeit nur für humanitäre Fälle und internationale Organisationen geöffnet. Der Grenzübergang Rafah zwischen Ägypten und dem Gazastreifen ist derzeit nur eingeschränkt für die Ein- und Ausreise von bestimmten Personengruppen (u. a. humanitäre Notfälle, ausländische Staatsangehörige und Studenten) geöffnet. Eine vollständige Schließung ist jederzeit wieder möglich. Ausreisen über Rafah sind aufgrund von Beschränkungen deutlich schwieriger als Einreisen. Eine Ausreise kann bei erfolgter Einreise über Rafah nicht über Erez erfolgen. Die zuständigen deutschen Auslandsvertretungen können grundsätzlich keine konsularische Hilfe zur Ausreise aus dem Gazastreifen leisten. Auf die erheblichen Gefahren eines Transits durch den Nordsinai wird hingewiesen (vgl. Reise- und Sicherheitshinweise für Ägypten unter Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.diplo.de/sicherreisen). Durch die Schließung der meisten Tunnel zwischen Ägypten und dem Gazastreifen hat sich die Versorgungslage in Gaza auch bereits vor der Krise deutlich verschlechtert. Die öffentliche Stromversorgung ist auf wenige Stunden am Tag beschränkt. Treibstoffmangel wirkt sich auch auf andere öffentliche Dienstleitungen wie Kläranlagen aus. Der Gazastreifen ist seit Juni 2007 für den allgemeinen Personenverkehr von und nach Israel fast vollständig abgeriegelt. Personenverkehr zwischen Israel und dem Gazastreifen über den Grenzübergang Erez wird nur bei Vorliegen einer israelischen Sondergenehmigung erlaubt und Doppelstaatern mit palästinensischen Ausweispapieren in der Regel gar nicht gestattet. Auch die Ausreise über Erez ist in der Regel nur für Personen möglich, die mit Genehmigung der israelischen Behörden über Erez eingereist sind. Der Grenzübergang Erez wurde auch in der Vergangenheit wiederholt kurzfristig geschlossen. In der jüngeren Vergangenheit war der Grenzübergang Rafah an sechs Tagen pro Woche (außer freitags) geöffnet. Wann die derzeitigen Einschränkungen gänzlich aufgehoben werden, ist nicht absehbar. Auch bei einer regelmäßigen Öffnung des Grenzübergangs kann dieser nach Angaben der ägyptischen Behörden regulär - nur - von Palästinensern mit gültigen Ausweispapieren der Palästinensischen Behörde benutzt werden. Für die Ausreise aus Gaza bedarf es eines ägyptischen Visums und einer palästinensischen Ausreiseerlaubnis. Die Einreise nach Gaza auf dem Seeweg ist nicht möglich. Es wird angesichts einer drohenden Gefährdung für Leib und Leben dringend vor Versuchen gewarnt, in die von Israel verhängte Sperrzone der Küstengewässer vor dem Gazastreifen einzudringen. Am 31. Mai 2010 kamen bei einem solchen Versuch (sog. „Gaza-Flottille") neun Menschen ums Leben. Die zuständigen deutschen Auslandsvertretungen können im Gazastreifen und in den Küstengewässern vor dem Gazastreifen praktisch keine konsularische Hilfe leisten. Palästinensische Gebiete: Westjordanland (Westbank) In Folge der Entführung und Ermordung von drei israelischen Jugendlichen, der Ermordung eines jungen Palästinensers in Ost-Jerusalem im Juni/Juli 2014 und Spannungen im Zusammenhang mit den militärischen Auseinandersetzungen in und um Gaza, können Auseinandersetzungen zwischen israelischen Sicherheitskräften, jüdischen Siedlern und palästinensischer Bevölkerung nicht ausgeschlossen werden. Insbesondere im südlichen Westjordanland wird bei der Benutzung der Straße 60, südlich von Betlehem, v. a. um Hebron und Gush Etzion, sowie im nördlichen Westjordanland in den Gebieten um Nablus, sowie Jenin zu besonderer Vorsicht geraten. Auch wird von Fahrten in der Dunkelheit abgeraten. Im gesamten Westjordanland muss mit verschärften Kontrollen an allen Checkpoints gerechnet werden. Zugangsbeschränkungen zu militärischen Sperrgebieten sind unbedingt zu beachten. Das Westjordanland (Westbank) ist seit 1967 militärisch besetzt und in Gebiete mit verschiedenen Verwaltungsarrangements eingeteilt. Es gibt zahlreiche mobile und immobile Checkpoints und gesperrte Straßen, vor allem zwischen Israel und Jerusalem einerseits und dem Westjordanland andererseits, aber auch innerhalb des Westjordanlands. Ohne Ortskenntnis oder ortskundige Begleitung sollten Sie daher nur Teile des Westjordanlands bereisen. Besuche in den von der Palästinensischen Behörde verwalteten Städten Bethlehem, Jericho und Ramallah, sowie die Benutzung der Straße 1 zum Toten Meer und der Straße 90 im Jordantal sind auch ohne besondere Ortskenntnis oder ortskundige Begleitung vertretbar. Sicherheitsvorfälle haben im Westjordanland in den vergangenen Monaten wieder zugenommen. Dazu gehören sowohl Anschläge auf israelische Siedler und israelische Sicherheitskräfte als auch Übergriffe von israelischen Siedlern auf Palästinenser, insbesondere bei Hebron und Nablus. Es wird empfohlen, die Berichterstattung in den Medien über sicherheitsrelevante Ereignisse aufmerksam zu verfolgen. Für das Westjordanland gilt, dass Übergänge nach Israel auch ohne Vorankündigung geschlossen werden können. Auch nach Intervention der Botschaft Tel Aviv oder des Vertretungsbüros Ramallah ist das Passieren der Übergänge in Richtung Israel dann mitunter unmöglich. Weiterhin kommt es in unmittelbarer Nähe von Übergängen zwischen Israel und dem Westjordanland immer wieder zu Demonstrationen. In ihrer Umgebung wird zu besonderer Vorsicht geraten.
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