Afrika

Djibouti

Reise- und Sicherheitsinformationen
Dschibuti
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 03.11.2014
Unverändert gültig seit: 27.10.2014
Aktuelle Hinweise Am 24.05.2014 kam es in Dschibuti zu einem terroristischen Anschlag auf ein auch von Ausländern besuchtes Restaurant. Dabei wurden mehrere Menschen getötet und zahlreiche verletzt. Bis auf weiteres wird von nicht unbedingt notwendigen Reisen nach Dschibuti abgeraten. Deutschen vor Ort wird geraten, öffentliche Orte wie Gastronomiebetriebe oder Supermärkte bis auf weiteres nach Möglichkeit zu meiden. Der Bereitschaftsdienst der deutschen Botschaft gibt unter der Telefonnummer +253 77 78 51 97 Auskunft über ihm diesbezüglich vorliegende Informationen. Die französischen Streitkräfte in Dschibuti geben zudem für ihre Soldaten und deren Angehörige per Anrufbeantworter unter der Nummer +253 21 45 15 15 auf Französisch Informationen über mögliche Gefährdungen, falls solche vorliegen. Landesspezifische Sicherheitshinweise Terrorismus / Kriminalität Durch die exponierte Lage Dschibutis am Horn von Afrika, die Entsendung eines dschibutischen Kontingents zu den Kräften der Afrikanischen Union in Somalia (AMISOM) und die starke westliche Truppenpräsenz in Dschibuti besteht die Gefahr weiterer terroristischer Anschläge. Die Drohung der somalischen al-Shabaab-Miliz mit Vergeltungsaktionen in Reaktion auf die Beteiligung des dschibutischen Militärs an der AMISOM-Mission in Somalia ist ernst zu nehmen. Zu erhöhter Aufmerksamkeit vor allem auf öffentlichen Plätzen, in Restaurants, Bars und Einkaufszentren, an religiösen Stätten, beim Besuch von internationalen Einrichtungen mit potentiellem Symbolcharakter sowie exponierten touristischen Sehenswürdigkeiten wird daher geraten. Größere Menschenansammlungen sollten gemieden werden. Um Beachtung der aktuellen Nachrichten bzw. der Anweisungen der dschibutischen Sicherheitskräfte wird gebeten. Größere Menschenansammlungen jeder Art sollten gemieden werden.   In wenig bevölkerten und grenznahen Landesteilen Dschibutis (nördlich des Golfs von Tadjoura, westlich des Lac Assal, südlich an der Grenze zu Somalia/Somaliland) sind reguläre Sicherheitskräfte nur spärlich vertreten. Die Grenzregion zu Eritrea sollte wegen des ungelösten Grenzkonflikts gemieden werden. Nach mehreren bewaffneten Konfrontationen zwischen Militär und FRUD-Aufständischen - zuletzt am 11.08.2014 - wird derzeit geraten, die Goda-Berge mit Bankoualé und andere Gebirge nördlich von Tadjourah derzeit zu meiden. Die Küstenstraße um den Golf von Tadjourah über Tadjourah nach Obok muss derzeit nicht gemieden werden. Demonstrationen und Auseinandersetzungen Das Ergebnis der Parlamentswahlen vom Februar 2013 wird von der dschibutischen Opposition nach wie vor nicht anerkannt. Es kommt in diesem Zusammenhang in Dschibuti-Stadt, Balbala und anderen Orten gelegentlich zu Demonstrationen und Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften sowie zu Festnahmen.  Gelegentlich kommt es in Randbezirken von Dschibuti-Stadt zu tätlichen Auseinandersetzungen zwischen Jugendbanden.  Deutsche Staatsangehörige in Dschibuti sollten bei Bewegungen Vorsicht walten lassen. Es wird empfohlen, ggf. auftretende Demonstrationen und Menschenansammlungen weiträumig zu umgehen bzw. sich sofort zurückzuziehen, falls man unerwartet auf solche trifft. Piraterie Wegen Piratenüberfällen wird für die Schifffahrt östlich von Dschibuti entlang der somalischen Küste auf die Reisewarnung für Somalia und den Golf von Aden verwiesen (Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/SomaliaSicherheit.html ). Minengefahr 2004 erklärte die Regierung mehrere Minenräumprojekte für erfolgreich abgeschlossen. Dennoch sollten die Küstenstraße nach Obock und andere Pisten nicht verlassen werden. Sonstiges Die Sicherheitskontrollen (Personen, Gepäck, Fracht) des Internationalen Flughafens Mogadischu bei Abflug von kommerziellen Fluggesellschaften entsprechen nicht europäischen Standards. Dies birgt ein Sicherheitsrisiko für dort abfliegende Maschinen von Fluglinien, die auf ihrem  Zwischenstopp in Dschibuti Passagiere nach Europa aufnehmen. Weltweiter Sicherheitshinweis Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten: Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.auswaertiges-amt.de Dringende Sicherheitshinweise In den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern besteht neben der erhöhten Gefahr terroristischer Gewaltakte, auch weiter das Risiko gezielter Entführungen und krimineller Übergriffe. Sowohl kriminelle Banden als auch Al-Qaida im Maghreb (AQM) suchen derzeit gezielt nach Ausländern zum Zwecke der Entführung. In Algerien, Niger, Mali und Mauretanien kam es auch in jüngster Zeit zu Entführungen. Es ist, wie aktuelle Hinweise bestätigen, jederzeit mit weiteren Entführungen westlicher Staatsangehöriger zu rechnen. Gerade auch deutsche Staatsangehörige sind einer deutlich ansteigenden Anschlags- und Entführungsgefahr ausgesetzt. Das Auswärtige Amt rät von Reisen in entlegene oder nicht hinreichend durch wirksame Polizei- oder Militärpräsenz gesicherte Gebiete der Sahara, ihrer Randbereiche und der Sahelzone eindringlich ab.  In einigen Gebieten, insbesondere in der Sahel-Sahara-Region, sind auch Sport- und Kulturveranstaltungen wie Wüsten-Rallyes oder Musikfestivals mit erheblichen Anschlags- und Entführungsrisiken verbunden. Die Sicherheitsrisiken für Reisende differieren von Land zu Land und sind regelmäßig selbst innerhalb eines Landes unterschiedlich zu bewerten. Das Auswärtige Amt rät daher dringend, immer auch die landesspezifischen Sicherheitshinweise zu beachten.
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