Afrika

Libyen

Reise- und Sicherheitsinformationen
Libyen
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 05.08.2014
Unverändert gültig seit: 29.07.2014
Reisewarnung Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen nach Libyen. Die Lage im ganzen Land ist extrem unübersichtlich und unsicher. Seit dem 13.07.14 gibt es in Tripolis erneut Gefechte zwischen verschiedenen Milizen, besonders in der Nähe des internationalen Flughafens. In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli wurde der internationale Flughafen Tripolis durch Raketenbeschuss schwer beschädigt. Die Wiederaufnahme des Flugverkehrs auf dem internationalen Flughafen Tripolis (TIP)  ist wegen anhaltender Kämpfe und erheblicher Zerstörung auf absehbare Zeit nicht möglich. An den internationalen Flughäfen Mitiga (MJI) in Tripolis und Misrata (MRA)  werden sporadisch internationale Flüge libyscher Fluggesellschaften und von Air Malta durchgeführt. In den vergangenen Monaten kam es zu verschiedenen Sicherheitsvorfällen, bei denen auch gezielt ausländische oder internationale Einrichtungen und deren Vertreter angegriffen wurden.  In ganz Libyen und insbesondere in den Großräumen Benghazi und Derna besteht ein erhöhtes Entführungsrisiko für Ausländer. Es konnte außerdem ein starker Anstieg aller Arten der Allgemeinkriminalität, vor allem in den großen Städten, festgestellt werden, von der zunehmend Ausländer betroffen sind. Es handelt sich in erster Linie um bewaffneten Raub und das sogenannte "car-jacking", das vorwiegend auf hochwertige Fahrzeuge und Geländewagen/Sport Utility Vehicles (SUV) zielt. Für deutsche Staatsangehörige gilt, dass sie sich bis auf weiteres nicht in Libyen aufhalten sollen. Dies gilt für ganz Libyen. Konsularische Hilfe vor Ort kann derzeit nicht geleistet werden. Allen deutschen Staatsangehörigen, die sich trotz der Reisewarnung in Libyen aufhalten, wird nachdrücklich empfohlen, sich mit den Aufenthaltsdaten in die Deutschenliste (Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://service.diplo.de/registrierungav ) einzutragen und ihre Eintragungen aktuell zu halten. Die staatlichen Sicherheitsorgane können grundsätzlich keinen ausreichenden Schutz garantieren oder Hilfe leisten. Regierungstreue, aber auch unabhängige Brigaden beanspruchen Teile der öffentlichen Ordnung zu sichern, sind jedoch nicht ausgebildet und wenig berechenbar. Der internationale Flughafen Tripolis wird infolge von Anschlägen nicht mehr angeflogen. Ausreisemöglichkeiten im Notfall sind dadurch nur sehr eingeschränkt vorhanden. Dringende Sicherheitshinweise In den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern besteht eine erhöhte Gefahr terroristischer Gewaltakte, gezielter Entführungen und krimineller Übergriffe; sowohl kriminelle Banden als auch Al-Qaida im Maghreb (AQM) suchen derzeit gezielt nach Ausländern zum Zwecke der Entführung. In Algerien, Niger, Mali und Mauretanien kam es auch in jüngster Zeit zu Entführungen. Es ist, wie aktuelle Hinweise bestätigen, jederzeit mit weiteren Entführungen westlicher Staatsangehöriger zu rechnen. Gerade auch deutsche Staatsangehörige sind einer deutlich ansteigenden Anschlags- und Entführungsgefahr ausgesetzt. Das Auswärtige Amt rät von Reisen in entlegene oder nicht hinreichend durch wirksame Polizei- oder Militärpräsenz gesicherte Gebiete der Sahara, ihrer Randbereiche und der Sahelzone eindringlich ab. Deutlich erhöhte Anschlags- und Entführungsrisiken bestehen u.a. für Ziele, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren. In einigen Gebieten, insbesondere in der Sahel-Sahara-Region, sind Sport- und Kulturveranstaltungen wie Wüsten-Rallyes oder Musikfestivals mit erheblichen Anschlags- und Entführungsrisiken verbunden. Die Sicherheitsrisiken für Reisende differieren von Land zu Land und sind regelmäßig selbst innerhalb eines Landes unterschiedlich zu bewerten. Das Auswärtige Amt rät daher dringend, immer auch die landesspezifischen Sicherheitshinweise zu beachten.
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