Europa / Asien

Montenegro

Urlaubsorte & Ausflüge
Einleitung
Die Republik Montenegro (Internet: www.montenegro.yu) liegt an der Südspitze der Adriaküste, mit eindrucksvollen Gebirgsketten, in denen Dörfer wie Adlerhorste auf den hohen Gipfeln liegen. Die Küstenregion ist eher flach und zieht sich von der Bucht von Kotor bis zur albanischen Grenze. Das Klima in Montenegro ist mediterran und mild, die Vegetation subtropisch.
Strände
Entlang der Adriaküste gibt es kilometerlange Strände mit feinem Sand und hübschen Städtchen. Unweit von Herceg Novi liegt der Zanjic Strand mit azurblauem Wasser und schattigen Olivenhainen. Ganz in der Nähe befindet sich die Mamula-Insel mit einem alten österreichischen Fort und die Blaue Grotte. Rose Strand hat einen Kieselstrand, der Meeresboden ist tief und steinig und für Taucher eine besondere Herausforderung. In der Nähe von Budva liegt der beinahe 2 km lange sandige Becici Strand, einer der schönsten und größten Strände an der südlichen Adria. Ulcinje ist mit 13 km der längste Sandstrand Montenegros. Der Sveti Stefan Strand hat einen Feinkieselstrand und verbindet an beiden Enden die gleichnamige exklusive Hotelinsel. Der Petrovac Strand erstreckt sich vom gleichnamigen Fischerdorf herunter zum Meer und ist umgeben von Pinien- und Olivenhainen und Weinbergen. Ein Teil des Strandes ist eine geschütze Naturzone. Direkt daneben befindet sich der romantische Kieselsteinstrand Lucice Strand. Der Strand liegt in einer kleinen Bucht und ist umringt von Zypressen- und Pinienhainen.
Berge
Montenegro wird von massiven Bergketten dominiert, am bekanntesten sind das Durmitor-, Bjelasica- und Komovigebirge. Der Durmitor Nationalpark ist eine riesige Berglandschaft, mehr als die Hälfte wurde von der UNESCO unter Naturschutz gestellt. In der Mitte von Durmitor liegt Zabljak, die am höchsten über dem Meeresspiegel gelegene Stadt auf dem Balkan, umgeben von 23 Berggipfeln, Gras bedeckten Hochebenen und Tälern, Nadelwäldern, Buchen- und Wacholderhainen. Es gibt 18 eiskalte Gletscherseen (auch gorsce oci, ’Augen des Berges’ genannt), die meistbesuchten sind der Crno See und Zminje See. Der untere Teil von Durmitor zusammen mit dem einmaligen Tara, einem von Eiswasser und Regen gespeister Fluss, ist ein UNESCO Weltnaturerbe. Das Flussbett besteht hauptsächlich aus weichem Kalkstein, jahrhundertelange Wassererosion hat die (nach dem amerikanischen Colorado River) zweittiefste Schlucht der Welt geschaffen. Die Vegetation um den Fluss herum ist dicht, in den berühmten schwarzen Pinienwäldern (Crna Poda) gibt es Bäume, die über 400 Jahre alt sind. Der Tara tobt über 140 km herab bis zum Fluss Piva in der Ebene unterhalb Durmitors. Zwischen dem Tara und dem Lim liegen der Biogradska Gora (Biogradska Wald), einer der letzten Urwälder in Europa. Große Teile des Waldes sind über ein halbes Jahrtausend alt, es gibt unzählige einheimische Tier- und Pflanzenarten und Ökosysteme. Intensive Gletscheraktivität hat zu einer einmaligen Landschaft beigetragen, die von Flusstälern bis hin zu 2000 m hohen Berggipfeln reicht. Der berühmteste und größte See in der Gegend ist der Bigradsko See.
Podgorica
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Podgorica (Internet: www.podgorica.cg.yu) liegt in der weiten Ebene zwischen den Flüssen Ribnica und Moraca und ist die administrative Hauptstadt Montenegros. Die Geschichte der Stadt geht bis auf die Zeit der Illyrer zurück, die hier einen wichtigen Stützpunkt errichteten. Um 1360 hieß der Ort erstmals Podgorica. 1946 wurde die Stadt nach dem damaligen jugoslawischen Staatspräsidenten in Titograd umbenannt und erhielt erst nach dem Ende der kommunistischen Zeit wieder ihren alten Namen. Spuren der einst unter türkischer Herrschaft stehenden Stadt gibt es kaum noch, Podgorica wurde im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört. In der Stadt befindet sich das Nationaltheater Montenegros, sowie das Archäologische Museum.

Ausflüge
Nicht weit von der Stadt liegt der größte See im Balkangebiet, der Skutari-See. Zwei Drittel des Sees gehört zu Montenegro, der Rest zum Nachbarstaat Albanien. Der Skutari-See ist ein Paradies für Vogelbeobachter, hier leben über 270 verschiedene Vogelarten. Nach der alljährlichen Schneeschmelze steigt der Wasserspiegel stark an und die Seeoberfläche erweitert sich beinahe ums Doppelte. Das Seeufer ist zerklüftet und mit Schilf bewachsen, kleine Inselchen und Landzungen durchschneiden die sumpfige Wasseroberfläche.


Cetinje
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Das kleine Städchen Cetinje (Internet: www.cetinje.cg.yu) liegt auf einer grünen Hochebene und wurde 1482 vom letzten Herrscher des mittelalterlichen Staates Zeta gegründet. Cetinje ist dem Anschein nach nur ein kleines Bergstädchen, für Montenegro hat der Ort jedoch eine besondere Bedeutung; unweit Cetinjes wurde der bekannteste montenegrinische Herrscher und Dichter Petar II Petrovic Njegos geboren. Seine sterblichen Überreste wollte der Dichter-Fürst in einer kleinen Kirche auf einem Felsvorsprung des Lovcen-Berges bestattet wissen. Dies geschah jedoch erst 1865, 14 Jahre nach seinem Tod. Im 1. Weltkrieg wurde die Grabkapelle zerstört und die Überreste Petars II Njegos nach Cetinje überführt. Erst 1972 wurde ein neues Mausoleum auf dem Lovcen-Berg gebaut, in dem nun die Gebeine des großen Herrschers ruhen. Am Marktplatz befindet sich der Billiarda-Palast, mit seinen liebevoll restaurierten Zimmern und Möbeln aus der Regierungszeit Petars II Njegos. Außerdem kann man das interessante Nationalmuseum mit Waffen, Bildern und Erinnerungsgegenständen des Kaisers Nikolas, der von 1860-1916 regierte, besichtigen.
Kotor
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Kotor liegt am südöstlichen Ende der gleichnamigen Bucht. Die Kotor-Bucht ist der einzige Fjord im Mittelmeer. Die eindrucksvolle Altstadt mit ihren zahlreichen Kirchen und Stadtpalästen wird von massiven Festungsmauern umgeben. Es gibt drei Stadttore, die jeweils aus verschiedenen Jahrhunderten stammen. Das älteste, südlich gelegene Tor wurde bereits im 9. Jahrhundert erbaut. Das mittelalterliche Stadtzentrum wurde 1979 von der UNESCO als Weltkulturerbe eingestuft. Die wuchtige Kathedrale St. Triphun ist unbedingt einen Besuch wert. Die Kirche besitzt zwei unterschiedlich hohe Renaissancetürme, im Inneren gibt es Überreste von aus dem 14. bis 20. Jahrhundert. Die romanische St. Lucas Kirche stammt aus dem 12. Jahrhundert, ebenso wie die St. Ana Kirche. In der St. Clara Kirche aus dem 14. Jahrhundert gibt es einen wunderschönen Marmoraltar von Francesco Cabianca aus dem 18. Jahrhundert.
Herceg Novi
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Herceg Novi liegt in der Topla-Bucht und hat ein besonders mildes Klima und mediterrane Vegetation, hier gedeihen Oleander, Palmen, Agarven, Bambus, Magnolien und Eukalyptusbäume. Der Bau der Stadt begann 1382 mit einem Hafen, im Laufe der Jahrhunderte wurde Herceg Novi wie viele andere Städte in Montenegro u. a. von türkischen, italienischen, spanischen und österreichischen Mächten besetzt. Diese Besatzungen haben ihre Spuren in der Stadt hinterlassen, die Architektur ist eine aparte Mischung verschiedenster Baustile, von orientalischen und byzantinischen Einflüssen bis zum Barock. Am Markt befindet sich ein hübscher Uhrturm aus dem Jahre 1667 und der Karadjabrunnen. Über der Bucht ragt ein venezianisches Hafen-Fort auf, in der Ruine Kanli, einer der früheren Bastionen, die um die Stadt herum liegen, befindet sich heute eine Freilichtbühne. Hier findet jeden Sommer das Jugoslawische Filmfest statt. Östlich von Herceg Novi befinden sich groß angelegte Parkanlagen sowie das Savina-Kloster, das eines der schönsten Beispiele der Barockarchitekur an der Adria ist. Der Bau begann 1030 mit einer kleinen Kirche, in deren Schatzkammer heute Kunstgegenstände aus dem 15. - 19. Jahrhundert besichtigt werden können.
Budva
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Budva ist eine der meistbesuchten Städte an der Adria. Die unter Denkmalschutz stehende Altstadt (stari grad) liegt auf einer kleinen Insel, die durch eine Sandbank mit dem Festland verbunden ist und so eine natürliche Landzunge bildet. Die Altstadt ist von einem mittelalterlichem Festungssystem mit Verteidigungsmauern, Stadttoren und Türmen aus dem 15. Jahrhundert umgeben. Das Stadtbild ist von malerischen engen Gassen und Sträßchen geprägt. Die dreischiffige Johannes-Kirche aus dem 7. Jahrhundert mit ihren venezianischen Ikonen und Bildern sollte unbedingt besichtigt werden. Wunderschön ist auch die Kirche Maria in Punta, die von den Benediktinern im Jahre 830 erbaut wurde. Im Sommer finden in Budva zahlreiche Kultur- und Musikveranstaltungen statt.
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