Europa / Asien

Tschechische Republik

Wirtschaftsprofil
Wirtschaft
Wichtige Wirtschaftszweige
Die Tschechische Republik gilt als das Musterland für postkommunistische Wirtschaftsreformen und für den Umstrukturierungsprozess zu einer Marktwirtschaft. Hauptwirtschaftszweige sind neben der Schwerindustrie die Bereiche Luftfahrt, Automobilindustrie, Elektronik, Atomkraft, Textil-, Leder- und Glasherstellung. Wichtige Exportgüter sind Industrieerzeugnisse (Maschinenbau), Logistikzubehör, Chemikalien und Rohstoffe.

Wirtschaftslage
In den letzten Jahren flossen kräftig ausländische Investitionsgelder ins Land, was sich sehr positiv auf das Wirtschaftswachstum auswirkte.  Das Bruttosozialprodukt erreichte im Jahr 2006 einen gesunden Zuwachs von rund 6,4 %, der 2007 auf 6,6 % stieg. Im Zuge der einsetzenden Weltwirtschaftskrise verringerte sich das Wachstum des BIP auf rund 3 % im Jahr 2008 und ist für 2009 negativ (ca. -2,3 %).
2008 lag die Inflationsrate bei 6,3 % (Tendenz 2009: sinkend) und die Arbeitslosenquote bei rund 5,4 %, Tendenz steigend (2007: 6,6 %). Vor der Finanzkrise war die Hauptursache der im gesamteuropäischen Vergleich überdurchschnittlich positiven Entwicklung der starke Export, die hohen Investitionen vor allem ausländischer Unternehmen und das immer gute Konsumklima. Seit Beginn der Krise leidet die Tschechische Republik unter dem Nachfrageeinbruch seiner traditionellen Absatzmärkte in Deutschland und anderen EU-Staaten. Führende tschechische Politiker halten die Einführung des Euro aufgrund der sich in der Krise verschlechternden wirtschaftlichen Indikatoren für nicht absehbar.

Handelspartner
Die wichtigsten Handelspartner sind Deutschland, Russische Föderation, Slowakische Republik, Polen und die Niederlande.

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen
Europäische Union (seit 01.05.2004), Vereinte Nationen (und Sonderorganisationen außer IFAD - Internationaler Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung), NATO, WTO (Welthandelsorganisation), OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa), Europarat, OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), CEFTA (Zentraleuropäisches Freihandelsabkommen).
Umgangsformen
Viele Geschäftsleute sprechen Deutsch. Die Kleidung ist recht formell. Bei Verhandlungen sind lange Mahlzeiten üblich. Während der Urlaubszeit im Juli und August haben viele Firmen geschlossen.

Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.00-16.00 Uhr.
Kontaktadressen
Handelsabteilung der Botschaft der Tschechischen Republik
Wilhelmstraße 44, D-10117 Berlin
Tel: (030) 22 63 81 95.
Internet: http://www.mzv.cz/

Handelsabteilung der Botschaft der Tschechischen Republik
Penzinger Straße 11-13, A-1140 Wien
Tel: (01) 894 21 25.
Internet: www.mzv.cz/vienna

Handelskammer Schweiz-Tschechische Republik
Na Pankráci 1062/58, CZ-140 00 Praha 4
Tel: (222) 51 66 14.
Internet: www.hst.cz

Hospodárská Komora Ceské Republiky (Tschechische Industrie- und Handelskammer)
ECCR, Freyova 27, CZ-190 00 Prag 9
Tel: 296 64 61 12.
Internet: www.hkcr.cz oder www.komora.cz
Konferenzen/Tagungen
Das internationale Kongresszentrum in Prag bietet Kapazitäten für 15.000 Teilnehmer. Zahlreiche Hotels im ganzen Land haben ebenfalls Konferenzeinrichtungen. In Brünn finden das ganze Jahr über zahllose internationale Messen statt.

Weitere Informationen von:

Prague Convention Bureau (PAKT)
Rytírská 26, CZ-110 00 Prag 1.
Tel: 224 23 51 59.
Internet: www.pragueconvention.cz

Brno Trade Fairs and Exhibitions
Výstaviste 1, CZ-647 00 Brünn.
Tel: (5) 41 15 11 11. 
Internet: www.bvv.cz
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