Europa / Asien

Russische Föderation

Gesundheit
Erforderliche Impfungen
KranheitBesondere VorsichtImpfnachweis
Essen & Trinken
MalariaNein-
Typhus & PolioJa-
CholeraNein
GelbfieberNein
Gesundheitsvorsorge
In der Russischen Föderation ist mit einem niedrigeren Standard der medizinischen Versorgung zu rechnen. Dieses gilt besonders außerhalb von Moskau und St. Petersburg.

Wer auf die Einnahme von Medikamenten angewiesen ist, sollte alle notwendigen Arzneimittel mitnehmen, da sie in der Russischen Föderation oft nicht erhältlich sind.

Die ambulante Notfallbehandlung ist in der Regel kostenlos, es sei denn, es handelt sich um ernstere Probleme. Die staatlichen Kliniken entsprechen jedoch in Ausstattung und Know-how oft nicht dem deutschen Standard. Hilfe kann über die Notfall-Telefonnummer 03 gerufen werden.

In privaten Krankenhäusern, die bei Bedarf auch kostenpflichtige Notarztwagen schicken, können die Kosten einer medizinischen Behandlung um ein vielfaches höher sein als in Deutschland. Außerdem wird selbst in Notfällen eine ärztliche Behandlung oftmals nur gegen Vorkasse (entweder bar oder per Kreditkarte) geleistet. Bei plötzlichen Zahnschmerzen kann man eine Schweizer Joint-venture-Praxis im Moskauer Hotel Intourist aufsuchen. Bezahlung nur in Devisen. Gleiches gilt für das American Medical Center und das International Health Care Center in Moskau.

Gemäß den russischen Visavorschriften muss für eine Einreise in die Russische Föderation eine Krankenversicherung (empfohlen: Reisekrankenversicherung mit Reiserückholversicherung) abgeschlossen werden. Im Krankheitsfalle sollte sofort mit dieser Versicherung Kontakt aufgenommen werden.
Vogelgrippe
Mitte Oktober 2005 ist die asiatische Vogelgrippe erstmals im europäischen Teil Russlands aufgetaucht. Mitte Februar 2007 ist in der Region Moskau das Vogelgrippe-Virus H5N1 nachgewiesen worden. Ende November und Mitte Dezember 2007 kam es in Südrussland zu Vogelgrippefällen auf Geflügelfarmen. Übertragungen auf Menschen wurden bisher nicht berichtet.

In einem Merkblatt veröffentlicht das Auswärtige Amt folgende Hinweise:
Reisen in betroffene Länder werden zum gegenwärtigen Zeitpunkt als unbedenklich angesehen.
Der Kontakt mit lebendem oder totem Geflügel sollte jedoch vermieden werden.
Kein Besuch von Vogel- oder Geflügelmärkten.
Das Mitbringen von Vogelprodukten (einschließlich Federn) aus betroffenen Ländern in die EU ist verboten.
Der Verzehr von Geflügelfleisch oder Eiern ist nach derzeitigem Wissensstand unbedenklich, wenn diese gut gekocht sind.
Verzicht auf Halten von Ziervögeln bei Aufenthalt in den betroffenen Regionen.
Ein gegen Vogelgrippe wirksamer Impfstoff steht gegenwärtig nicht zur Verfügung.
Gesundheitszeugnis
Für Ausländer, die länger als 3 Monate im Land bleiben, ist für den Visumsantrag bzw. die Einreise ein negativer HIV-Test in englischer und russischer Sprache erforderlich (Formular auf Anfrage über die Botschaft).
Aktueller Hinweis
In und um Moskau häufen sich derzeit die menschlichen Fälle von Tollwut nach Hundebissen. Elf Prozent mehr Menschen als im Vorjahr mussten nach Kontakt mit verdächtigen Tieren nachträglich geimpft werden, da Tollwut ansonsten tödlich verläuft. Eine reisemedizinische Beratung und gegebenenfalls Impfung ist dringend geraten.

In Moskau kommt es derzeit zu einem starken Anstieg von Hepatitis A-Erkrankungen. Empfohlen ist eine Überprüfung und ggf. Auffrischung des Impfschutzes.
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