Ferner Osten

China (Volksrepublik)

Reise- und Sicherheitsinformationen
China
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 11.11.2014
Unverändert gültig seit: 29.10.2014
Aktuelle Hinweise Die Behörden der Provinz Guangdong haben folgende Vorsorgemaßnahmen wegen der Ebola-Epidemie in Westafrika angekündigt: Bei Einreise (insbesondere über den Flughafen Baiyun in Kanton/Guangzhou) müssen Reisende, die unmittelbar aus den Epidemiegebieten kommen, Angaben zu ihrem Gesundheitszustand und ihren Kontaktdaten machen. Die Körpertemperatur von Passagieren aus Afrika wird überwacht. Im Verdachtsfall können Gesundheitsuntersuchungen und Quarantäne angeordnet werden. Personen, die von einem beruflichen Einsatz im Epidemiegebiet zurückkehren, unterliegen einem 21tägigen Gesundheitsmonitoring.  Es ist davon auszugehen, dass weitere Provinzen solche bzw. ähnliche Vorsorgemaßnahmen ergreifen.Reisende, die innerhalb der letzten Wochen in Westafrika waren, sollten sich ferner darauf einstellen, dass die chinesischen Auslandsvertretungen auch im Rahmen des Visumverfahrens Gesundheitszeugnisse anfordern können. Die Autonome Region der Uiguren Xinjiang erlebt seit 2013 eine Häufung gewaltsamer Zusammenstöße mit vielen Toten und Verletzten. Ein Beispiel ist der Anschlag auf einen Markt in Urumqi am 22.05.2014, bei dem nach offiziellen Angaben über 40 Menschen starben und mehr als 90 verletzt wurden.  Einen weiteren Anschlag gab es am 28.07.2014 in Elishku bei Yarkant, ca. 300 km südwestlich von Kashgar, wobei viele chinesische und uigurische Zivilisten getötet worden sein sollen. Am 30.07.2014 wurde in Kashgar Jume Tahir, Imam einer bedeutenden Moschee der Stadt, ermordet. Am 19.09.2014 wurden bei Anschlägen im Kreis Luntai über 50 Menschen getötet. Die chinesische Regierung hat die Sicherheitsmaßnamen in der Region im Rahmen einer Anti-Terror-Kampagne bereits deutlich verschärft. So gelten bei der Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln (Bussen, Zügen) grundsätzlich die gleichen Sicherheitsvorschriften wie an Flughäfen. Die Mitnahme von Flüssigkeiten (auch Trinkwasser, Speiseöl, Joghurt) sowie Feuerzeugen und Feuerwerkskörpern ist untersagt. Verschärfte Kontrollen finden insbesondere in der Stadt Urumqi statt. Eine weitere Eskalation der Gewalt ist nicht auszuschließen. Dies stellt auch eine potentielle Gefahr für Ausländer dar. Bei Reisen in die Region Xinjiang ist deshalb besondere Vorsicht geboten. Es wird nachdrücklich empfohlen Menschenansammlungen zu meiden und die Nachrichten aufmerksam zu verfolgen. Anweisungen der Polizei und der Sicherheitskräfte ist unbedingt Folge zu leisten. Die Spannungen werden zunehmend auch in andere Provinzen Chinas getragen: Neben einem Vorfall am Tiananmen-Platz in Peking Ende Oktober 2013 gab es terroristische Anschläge an Bahnhöfen in Kunming (01.03.2014) und Urumqi (30.04.2014). Die Anschläge zielen zwar nicht auf Ausländer, dennoch stellen sie eine potentielle Gefahr für jeden Reisenden dar. Erhöhte Wachsamkeit – insbesondere auf größeren Bahnhöfen und Busbahnhöfen – ist geboten, mit verschärften Sicherheitskontrollen ist ebenfalls zu rechnen.   Landesspezifische Sicherheitshinweise Reisen über Land, Kriminalität  Die Sicherheitslage in der VR China kann generell als gut eingestuft werden. Dennoch sollten sich Reisende stets mit der gebotenen Aufmerksamkeit bewegen. Ausländer über 16 Jahren müssen sich zu jeder Zeit mit einem Reisepass mit gültigem chinesischem Visum ausweisen können. Polizeiliche Kontrollen sind, insbesondere im Zuge erhöhter Sicherheitsmaßnahmen im Umfeld von Großereignissen oder Gedenktagen, jederzeit möglich. Es wird empfohlen, Passkopien und Flugtickets im Hotel sicher zu deponieren und den Pass mit gültigem Visum stets mitzuführen, um sich bei Polizeikontrollen ausweisen zu können. Mit der Visitenkarte des Hotels kann der Taxifahrer für den sicheren Rücktransport sorgen, auch wenn man über keine chinesischen Sprachkenntnisse verfügt. Personenansammlungen und jede Art von Gedränge sind wegen der Gefahr von Taschendiebstählen zu meiden. Überfälle auf Ausländer werden selten bekannt, sind aber auch an gut bewachten Plätzen nicht auszuschließen. Es kommt immer wieder vor, dass Touristen von meist jüngeren Chinesen/Chinesinnen, die in der Regel sehr gut Englisch sprechen, auf der Straße ein gemeinsamer Besuch von Sehenswürdigkeiten, Teehäusern, Karaokebars, Teehäusern Massagesalons (siehe auch Kapitel „Besondere strafrechtliche Vorschriften" unten) und ähnlichem angeboten wird. Der Tourist erhält am Ende eine überhöhte Rechnung, die er mangels Bargeld – manchmal unter Androhung von Gewalt - per Kreditkarte zahlen muss. Nicht selten weist die Kreditkartenabrechnung dann einen nochmals erhöhten Betrag aus. Opfern derartiger Betrugsmaschen wird empfohlen, sich am selben oder nächsten Tag an die nächste Polizeistation zu wenden. Mit Unterstützung der Polizei kann in den meisten Fällen eine (Teil-)Rückerstattung des zu viel gezahlten Betrages erreicht werden. Eine nachträgliche Geltendmachung ist schwierig und in der Regel erfolglos. Bei Online-Geschäften im Internet mit chinesischen Geschäftspartnern ist besondere Vorsicht geboten, da es hier in letzter Zeit zu betrügerischen Vorfällen gekommen ist. In Bars und Nachtclubs in Peking kommt es zunehmend zu Zwischenfällen mit Beteiligung von Ausländern. In einigen Fällen wurden ausländischen Besuchern Betäubungsmittel in ihr Getränk gemischt und sie anschließend beraubt, in anderen waren Ausländer in (z.T. provozierte) Auseinandersetzungen mit Verletzungsfolgen involviert. Meldepflicht Für Ausländer besteht eine Meldepflicht bei der lokalen Polizei bei Aufenthalten über 24 Stunden an einem Ort (die Meldung muss innerhalb von 24 Stunden erfolgen). Übernachtet man in einem Hotel, übernimmt das Hotel diese Meldung automatisch; ist man privat bei Freunden untergebracht, müssen diese die Meldung vornehmen. Naturkatastrophen In den letzten Jahren ereigneten sich im Südwesten Chinas (insbesondere Provinz Sichuan) mehrere starke Erdbeben. Heftige Regenfälle, wie sie in der Regenzeit von Juni bis September die Regel sind, verursachen zudem in den Berglagen dieser Gegend regelmäßig Erdrutsche, bei denen Todesopfer zu beklagen sind. Allein seit Beginn des Sommers 2013 gab es über 200 Tote. Bei geplanten Reisen insbesondere in Berglagen dieser Region wird dringend empfohlen, sich in den lokalen Medien (z.B. Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://www.chinadaily.com.cn/china , englischsprachig) vorab über die Wetterlage und etwaige wetterbedingte Gefahrensituationen zu informieren. Der Süden Chinas wird regelmäßig von Taifunen getroffen, die Überschwemmungen und gefährliche Erdrutsche verursachen können. Haupttaifunsaison ist von Juni bis Oktober. Es kann wegen Taifunen immer wieder zu unvorhergesehenen und gefährlichen Situationen kommen. Auf der Homepage des Chinesischen Wetterdienstes Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://www.cma.gov.cn/en/ können sich Reisende über die aktuellen Wetterverhältnisse informieren. Den Sicherheitshinweisen und Empfehlungen der örtlichen Behörden ist unbedingt Folge zu leisten. Weltweiter Sicherheitshinweis Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten: Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.auswaertiges-amt.de
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