Karibik

Aruba

Wirtschaftsprofil
Wirtschaft
Wirtschaftszweige
Nachdem 1824 in Balashi Gold entdeckt wurde, war die Goldgewinnung bis 1916 wichtigster Wirtschaftszweig. Die Förderung wurde jedoch unwirtschaftlich und die Goldminen verfielen. Die zweitgrößte Stadt Arubas, St. Nicolas, entwickelte sich nach der Eröffnung der Lago-Ölraffinerie Mitte der 1920er Jahre zum Wirtschaftszentrum der Insel. Die Raffinerie, einst eine der größten der Welt, wurde 1985 geschlossen. 1990 unter amerikanischer Firmenleitung wieder eröffnet ist der neue Betrieb auf die Raffinerie, Umladung und Lagerung von Öl spezialisiert. Die Ölindustrie hat daraufhin ihre zentrale Bedeutung für die Wirtschaft Arubas wieder gewonnen.
Der Tourismus ist inzwischen Hauptdevisenbringer. Rund 1,5 Mio. Besucher kommen jährlich nach Aruba. Die Feriengäste kommen zum größten Teil aus den USA (75 %) und Venezuela, aber auch aus der Schweiz und aus Deutschland. Neben dem Tourismus spielen Finanzdienste im Offshore-Bankwesen und die Datenverarbeitung eine immer wichtigere Rolle. Der zollfreie Im- und Export sowie die Lagerung von Waren im Freihafen mit seinen Lade- und Dockanlagen sind weitere Haupteinnahmequellen. Die 1993 wieder eröffneten Ölraffinerien schufen viele Arbeitsplätze. Aufgrund der schlechten Bodenqualität spielt die Landwirtschaft nur eine untergeordnete Rolle (0,4 % des BIP). Die Leichtindustrie beschränkt sich auf die Bereiche Tabakwaren, Getränke und Konsumgüter. Der Anteil der Industrie am BIP beträgt 33,3 % und des Dienstleistungssektors 66,3 % (Stand: 2002).  

Wirtschaftslage
2000 lag die Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts noch bei 3,7%, 2001 kam es wegen der Anschläge auf das World Trade Center in New York zu einem Negativwachstum von -0,7%. 2002 sank das Wachstum noch weiter auf -2,6%. Ein Jahr später setzte die Erholung mit einer Wachstumsrate von 1,4% ein, die 2004 mit einem Wachstum von über 4 % dank des Baubooms und des inzwischen wieder guten Tourismusgeschäfts einen Höhepunkt erlebte. 2005 wuchs die Wirtschaft um 2,4 %.
Die Arbeitslosigkeitsrate liegt bei 6,9 % (Stand: 2005).

Wirtschaftspolitik
Im Juni 2000 wurde Aruba von der Organisation for Economic Development (OECD) als eine von 35 weltweiten Steueroasen eingestuft, deren finanzielle Strukturen einer groß angelegten Steuerhinterziehung und Geldwäsche förderlich sein könnten. Die Regierung hat seitdem verschiedene Maßnahmen ergriffen, um den strengen Auflagen der OECD entgegenzukommen.

Handelspartner
Aruba ist assoziiertes Überseegebiet der Europäischen Union. Die wichtigsten Handelspartner sind die Niederlande, USA, Kolumbien und Venezuela.
Umgangsformen
Geschäftszeiten: I. Allg. Mo-Fr 08.00-12.00 und 13.00-16.30 Uhr.
Kontaktadressen
Chamber of Commerce and Industry Aruba (Industrie- und Handelskammer Aruba)
J.E. Irausquin Boulevard 10, PO Box 140, Oranjestad
Tel: (582) 11 20.
Internet: www.arubachamber.com
Konferenzen/Tagungen
Auskünfte und Planungshilfen sind erhältlich bei der Aruba Tourism Authority in Oranjestad (s. Adressen) oder folgender Adresse:

De Palm Tours NV
L.G. Smith Boulevard 142, Oranjestad
Tel: 582 44 00.
Internet: www.depalm.com
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