Der Aviators Club › › ›
Der Aviators Club am Hannover Airport bietet ideale Startbedingungen.
Den Traum, selbst zu fliegen, träumen viele. Mal eben mit dem eigenen Flieger zu einem Kurzurlaub nach Sylt oder zu einem Geschäftstermin nach Dortmund starten, macht nicht nur Spaß, sondern auch unabhängig und bringt noch dazu einen Zeitgewinn, der unter dem Strich betrachtet durch aus Geld sparen kann. Das Luftfahrt-Bundesamt erteilt laut Statistik bundesweit jährlich rund 2000 angehenden Privat- und Hobbypiloten die so genannte PPLLizenz. Die meisten dieser „Luft-Kapitäne“ haben sich in Organisationen zusammengeschlossen. Wie zum Beispiel im Aviators Club am Hannover Airport .
Im Sommer letzten Jahres neu gegründet, zählt der Motorfliegerverein mittlerweile 25 Mitglieder. Ihnen stehen insgesamt 15 Flugzeuge zur Verfügung, darunter Typen wie die Cessna 172, die Piper Turbo Arrow sowie die elegante Mooney. Initiator und Vorsitzender des Clubs ist Peter Wanzeck. Der Mann, der aus dem sächsischen Pirna stammt, scheint mit seiner Idee, am Flughafen einen neuen Fliegerclub ins Leben zu rufen, auf dem richtigen Kurs zu sein. „Mit unseren Aktivitäten und dem Standort direkt am Hannover Airport können wir voll zufrieden sein.
Zu den Club-Mitgliedern gehören Geschäftsmänner- und Frauen, Flugkapitäne, Fluglehrer, Fluglosten und natürlich auch Freizeitflieger. „Ein reger und konstruktiver Erfahrungsaustausch ist bei uns eine Selbstverständlichkeit“, sagt Wanzeck. „Wir treffen uns in unserem Clubraum einmal im Monat. Darüber hinaus finden regelmäßig Fortbildungen statt. Außerdem organisieren wir Ausflüge ins Ausland, die allen Teilnehmern immer wieder großen Spaß machen.“
So wie viele kam auch Peter Wanzeck durch Zufall zum Fliegen. „Ich bin Quereinsteiger“, erklärt er. „Auf einem Schnupperflug, den ich geschenkt bekam, wurde mir klar, dass man mit einem eigenen Flugzeug viel Zeit gewinnen kann. Also machte ich den Pilotenschein. Heute bin ich in der glücklichen Lage, mir die beruflichen Termine zu erfliegen.“ Mit der Firma „FSpro flightservice GmbH“ betreibt er auch noch ein eigenes Unternehmen, das Flugzeuge an Selbstflieger verchartert.
Für die Zukunft hat sich der gelernte Informatiker einiges vorgenommen:
„Wir wollen den Bekanntheitsgrad des Clubs steigern und neue Mitglieder gewinnen.“ Die Rahmenbedingungen dafür könnten nicht besser sein, sowohl für Neulinge, die das Fliegen lernen wollen, als auch für „alte Hasen“, die eine eigene Maschine am Hannover Airport stehen haben.
Im Bereich des General Aviation Terminal, der kürzlich in Karl Jatho Terminal umbenannt wurde, warten großzügige Hangars, Flugzeugwartung, Flugschulen, Briefing-Räume, Fuel-Station und noch vieles mehr. In der Loungezone führt Peter Wanzeck einen Aviation-Shop und eine Coffee-Bar, an der sich Crews und Fluggäste treffen. Und: Ein Hallenwart kümmert sich um die Positionierung der Kleinflieger. „Ein kurzer Anruf genügt und das Flugzeug wartet auf der gewünschten Parkposition. Das funktioniert nicht auf jedem Flughafen so reibungslos“, weiß Wanzeck aus eigener Erfahrung.
Doch das ist nicht alles. Im Vergleich zu den Landeplätzen „auf der grünen Wiese“ ist der Hannover Airport mit den modernsten Landesystemen ausgestattet. Damit sind die Kleinflieger relativ wetterunabhängig. Und: HAJ ist rund um die Uhr geöffnet. „Sollte sich ein Termin anderswo verzögern, nach Hannover kommt man immer zurück.“
Lust, einen Pilotenschein (PPL) zu machen? Das sollten Sie mitbringen:
- Vorkenntnisse: keine
- Mindestalter: 17 Jahre
- Medizinisches Tauglichkeitszeugnis Klasse 2
- Führungszeugnis
- Erste-Hilfe-Lehrgang
- Sprechfunkzeugnis
- Zuverlässigkeitsprüfung bei der Luftsicherheitsbehörde
Die theoretische Ausbildung umfasst 147 Stunden.
Die praktische Ausbildung erfordert mindestens 45 Flugstunden,
davon 10 im Alleinflug. - Gesamtkosten: 12.000 bis 14.000 Euro
- Kontakt: Aerowest GmbH Hannover, Tel.: 0511 733099
Im Interview

„Herr Wanzeck, Sie sind Vorsitzender des Aviators Club Hannover. Was macht man in so einer Position?“
„Wir haben uns vor einem guten Jahr zusammengefunden, um unter den freundlichen Bedingungen am Flughafen Hannover einen Fliegerclub neu zu gründen. Dazu braucht es zentrale Ansprechpartner für Mitglieder, Flugzeughalter, den Flughafen und potentielle Interessenten, was ich gern wahrnehme.“
„Welche Funktion hat ein solcher Fliegerclub?“
„Wir haben im Fliegerclub Wenigflieger und Vielflieger, Privatflieger und Berufsflieger jeder Altersgruppe. Das ständig wachsende Luftverkehrsaufkommen bringt eine große Menge sich regelmäßig ändernder flugrelevanter Informationen mit sich. Der Club bietet eine gute Plattform, diese zu sammeln und auf kurzem Weg zeitnah auszutauschen. Nicht zuletzt dadurch können wir uns nahtlos in den 'restlichen' Luftverkehr integrieren.“
„Was muss man tun, um Mitglied zu werden?“
„Interesse an der Fliegerei wäre die einzige Grundvoraussetzung.“
„Welche konkreten Vorteile sind damit verbunden?“
„Wir bieten unseren Mitgliedern Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten, professionelle Hilfe bei der Flugvorbereitung und –Durchführung, interne Weiterbildung. Im Rahmen der Clubmitgliedschaft sind auch spezielle Mietkonditionen für Stellplätze im Hangar möglich. Alle Clubmitglieder habenZugriff auf sehr gute Flugplanungssoftware, Flugkarten und Wetterberatung, was für das einzelne Mitglied erhebliche Kosten spart bzw. die Nutzung dieser Hilfsmittel erst ermöglicht. Da wir auch Fluglehrer und Prüfer zu unseren Mitgliedern zählen, sind die notwendigen regelmäßigen Scheinerneuerungen und Einweisungen zu Club-Preisen zu haben.“
„Mal angenommen, jemand will eine Cessna chartern, um nach Erfurt zu fliegen. Rechnet sich das?“
„Ja, das rechnet sich: die Autofahrt Hannover-Erfurt dauert bei einer Entfernung von 340 Kilometern ca. 3 Stunden und kostet bei 0,60 Cent/pro Kilometer als einfache Strecke 205 Euro. Der Flug mit einer Cessna 172 dauert 1 Stunde und kostet inklusive Landegebühren 180 Euro.“
„Aus Sicht des Privatpiloten: Wie beurteilen Sie die Bedingungen am Hannover Airport?“
„Die können seit ca. 2 Jahren besser nicht sein. Rund um die Uhr können wirbei fast jedem Wetter starten und landen. Die Controller sind freundlich und die Flugverfahren unkompliziert. Ein großer Dank gebührt an dieser Stelle dem Geschäftsführer des Flughafens Herrn Dr. Hille für seinen Umgang mit der allgemeinen Luftfahrt.“








