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Der Standort Hannover Airport umfasst eine Fläche von insgesamt 970 ha. Dabei weist das Betriebsgelände des Hannover Airports eine Größe von ca. 590 ha auf, davon sind etwa 410 ha unversiegelte Flächen.
Flächengestaltung
Die Vegetationsstrukturen der Flächen des Hannover Airport werden in erster Linie durch komplexe Sicherheitsvorschriften sowie andere gesetzliche Regelungen bestimmt.
Die eingefriedete Fläche (Sicherheitsbereich) des Flughafens Hannover-Langenhagen weist folgende Vegetationsstrukturen auf:
- Fettwiese (primär im Süden)
- Ausgehagerte Magerrasenflächen
- Heide- und Heidemischflächen
- Kurzrasige Vegetationsstreifen entlang der beiden Pisten, der Zurollwege und der Kleinfliegerabstellfläche
- Ruderalflächen als unvermeidbare Konsequenz von Baumaßnahmen
- Verdichtete und temporär vernässte Flächenabschnitte
- Bäume und Hecken, letztere teilweise mit typischem Aufbau aus Saum- und Kernzone und teilweise als Niederhecke

Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen
Auf einem sich stets weiterentwickelnden Flughafen gehören Baumaßnahem zum Alltag.
In Absprache mit der Region Hannover schafft der Flughafen Ersatzflächen überall dort wo Flächen versiegelt, d.h. bebaut werden und damit Grünflächen entfallen. Die ökologischen Ersatzleistungen zur Kompensation einzelner Baumaßnahmen sind sehr vielfältig.
Ein Beispiel für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen ist die Anpflanzung einer Streuobstwiese als Ausgleichsmaßnahme für den Bau der Lärmdämpfungsanlage und eines Touristikparkplatzes.
Vögel im Luftverkehr
Einen wesentlichen Aspekt stellt die Vogelschlagverhütung dar. Unter Vogelschlägen versteht man den Zusammenstoß von Vögeln mit Luftfahrzeugen.
Als unattraktive Biotope für vogelschlagrelevante Arten, und damit als vogelschlagpräventive Vegetationsstrukturen, eigenen sich insbesondere Magerrasenflächen ab einer Halmlänge von 30 cm, sowie Heideflächen. Auf oder in unmittelbarer Nachbarschaft zu diesen Flächen ereigneten sich einerseits die wenigsten Vogelschläge und konnten andererseits im Rahmen regelmäßiger Vogelzählungen die geringsten Populationsdichten eruiert werden. Alle übrigen Bewuchsformen offerieren vogelschlagrelevanten Arten direkt oder indirekt ein unterschiedliches Nahrungsspektrum.
Durch unterschiedliche Biotoptypen auf dem Flughafengelände und in dessen unmittelbarer Nachbarschaft ist das Artenspektrum hier vorkommender Vogelarten entsprechend groß. Bei den meisten der durch regelmäßige Vogelerfassungen dokumentierten Arten handelt es sich jedoch nur um Gastvögel, die nach einer kurzen Verweilzeit weiter ziehen und somit für die Gefährdung des Luftverkehrs nur eine untergeordnete Rolle spielen.

Seltene Pflanzen
Durch die besondere Art der Bewirtschaftung des Betriebsgeländes sind in den vergangenen Jahren am Hannover Airport Lebensräume für seltene und zum Teil sogar unter Naturschutz stehende Pflanzen entstanden. Dazu zählen Orchideen, die gelbe Schwertlilie sowie der Sonnentau.









