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Reise- und Sicherheitsinformationen
Jordanien
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 04.06.2013
Unverändert gültig seit: 03.06.2013
Aktuelle Hinweise Aufgrund wiederholter Grenzzwischenfälle an der syrisch-jordanischen Grenze wird von einer Reise in das syrisch-jordanische Grenzgebiet (insbesondere in den Bereich Ramtha/Al-Jabir/Mafrak) dringend abgeraten. In den vergangenen Wochen ist eine deutliche Zunahmen bei sogenannter „Campus Violence" an verschiedenen Universitäten des Landes zu verzeichnen. Hierbei handelt es sich um gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen teilweise größeren Gruppen von Studierenden unterschiedlicher Stammeszugehörigkeit. Ursache hierfür sind in der Mehrzahl der Fälle Streitigkeiten zwischen Studenten, die in der Folge zwischen den Mitgliedern der Familien/Stämme auf dem Universitätsgelände, manchmal aber auch außerhalb, ausgetragen werden. Da diese Auseinandersetzungen spontan aufflammen, lassen sich keine Vorhersagen hierzu machen. Es wird grundsätzlich geraten, Menschenansammlungen zu meiden, diese nicht zu fotografieren und die laufende Medienberichterstattung zu verfolgen. Im Gefolge gewalttätiger Auseinandersetzungen an der Al-Hussein Bin Talal University in Ma'an Mitte Mai haben sich die Proteste rivalisierender Stämme/Familien auf die Stadt Ma'an und deren Umgebung ausgeweitet. Der Tod zweier Bewohner Ma'ans in einer Schießerei in der Nähe von Aqaba hat die Situation zusätzlich angespannt. In diesem Zusammenhang ist es zu gelegentlichen Straßensperrungen im Stadtgebiet aber auch außerhalb – u.a. auch des Desert Highways nach Aqaba – durch Bewohner Ma'ans gekommen. Vor allem nachts kommt es in Ma'an zu Protesten und Unruhen. Für die Woche 02. – 07.06.2013 soll es in Ma'an einen Aufruf zu zivilem Ungehorsam (Schließung von Geschäften) geben. Polizei und Gendarmerie sind inzwischen in der Stadt, um die Lage zu überwachen. Es wird in diesem Zusammenhang geraten, die Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen und den Anweisungen der Polizei vor Ort Folge zu leisten, die Reisende von und nach Aqaba im Falle von spontanen Straßensperrungen in der Umgebung Ma'ans auf Alternativrouten verweist. Landesspezifische Sicherheitshinweise In Jordanien kommt es regelmäßig sowohl in Amman als auch in verschiedenen Städten und Ortschaften des Landes an den Wochenenden zu Demonstrationen und Protestaktionen, in denen verschiedene Bevölkerungsgruppen ihre wirtschaftlichen, sozialen und politischen Forderungen gegenüber der jordanischen Regierung oder staatlichen Institutionen artikulieren. Diese Kundgebungen richten sich nicht primär gegen Ausländer und blieben bisher zum weitaus größten Teil friedlich. Es wird dennoch geraten, sich grundsätzlich von größeren Menschenansammlungen und Demonstrationen fernzuhalten und diese auch nicht zu fotografieren sowie die laufende Medienberichterstattung zu verfolgen.  Allgemein besteht eine grundsätzliche Gefahr von Terroranschlägen in Jordanien und eine Sicherheitsgefährdung, insbesondere an Orten, die von Ausländern besucht werden. Auch aufgrund der geographischen Nähe zu den Nachbarstaaten Syrien und Irak sollte die weitere Entwicklung vor Ort stets aufmerksam verfolgt werden. Grenzübergänge nach Irak werden zeitweilig und ohne vorherige Ankündigung geschlossen. Die Verbindungsstraße von Amman nach Bagdad kann aufgrund der Entwicklung im Irak jederzeit kurzfristig gesperrt sein. Das Auswärtige Amt warnt unabhängig davon eindringlich vor Reisen nach Irak und Syrien. Vor allem nachts erhöht sich die Unfallgefahr auf den Straßen außerhalb Ammans durch unbeleuchtete Fahrzeuge sowie Tiere und Menschen, die sich auf den Strassen befinden. Es wird daher geraten, nach Einbruch der Dunkelheit nach Möglichkeit keine Überlandfahrten außerhalb Ammans zu planen. Personen irakischer und palästinensischer Abstammung können nach wie vor Probleme bei der Einreise bekommen. Diesen Personen wird geraten, ggf. Visa nicht erst bei Einreise am Flughafen, sondern bereits vor Abflug in Deutschland zu beschaffen.