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Reise- und Sicherheitsinformationen
Libanon
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 17.01.2013
Unverändert gültig seit: 11.01.2013
Landesspezifische Sicherheitshinweise Am 19. Oktober 2012 ereignete sich in dem zentralen Beiruter Stadtteil Ashrafieh ein Bombenanschlag mit mehreren Todesopfern, u.a. einem hochrangigen Beamten der libanesischen Sicherheitsdienste. Im Jahr 2012 ist es wiederholt zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Gegnern und Anhängern des syrischen Präsidenten Assad insbesondere in Tripoli, aber auch in West-Beirut und in Saida gekommen. Die Armee hat die Lage jeweils beruhigen können, allerdings bleibt die Situation, insbesondere in und um Tripoli und in Saida, angespannt. Tripoli und der Norden des Landes sowie die Bekaa-Ebene sind ebenfalls die Hauptanlaufpunkte für die inzwischen mehr als 150.000 syrischen Flüchtlinge im Libanon. Auch die wegen ihrer historischen Stätten bekannte Stadt Baalbek gehört zu diesen Anlaufpunkten. Bewaffnete Gruppen haben am 15.August 2012 in Beirut und der Bekaa-Ebene eine größere Zahl von Syrern im Libanon entführt. Die Aktionen richteten sich gezielt gegen syrische Widerstandskämpfer in ihrer Ruhephase auf libanesischem Gebiet. Gleichzeitig wurde erneut die Straße zum Flughafen Beirut sowie eine wichtige Verbindungsstraße in der Bekaa-Ebene von Demonstranten vorübergehend blockiert. Im Rahmen politischer Kundgebungen kann es zu Protesten und Straßenblockaden in Beirut und auf den wichtigen Verkehrsverbindungen des Landes kommen. Reisenden wird empfohlen, sich umsichtig zu verhalten, Menschenansammlungen und Demonstrationen zu meiden sowie die örtliche Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen. Angesichts der unvorhersehbaren Lageentwicklung ist bei Reisen und Aufenthalten in allen Landesteilen erhöhte Aufmerksamkeit erforderlich. Mit Nachdruck gewarnt wird vor Reisen in die palästinensischen Flüchtlingslager Nahr al-Bared und Beddawi bei Tripoli / Trablus im Nordlibanon, in die Flüchtlingslager Ain al-Helweh und Mieh Mieh bei Sidon / Saida. Dringend abgeraten wird von Reisen in den Nordlibanon (Stadt und Kreis Tripoli, Bezirke Akkar und Diniyye), in die gesamte Bekaa-Ebene sowie in die Gebiete südlich des Litani (mit Ausnahme der Stadt Tyros / Sur) und in das Grenzgebiet zu Israel. Das Erfordernis erhöhter Aufmerksamkeit gilt insbesondere auch für die nicht bereits von der Reisewarnung betroffenen Flüchtlingslager, die südlichen Vororte von Beirut, konfessionelle Mischgebiete und den Norden des Landes. Die libanesischen Sicherheitskräfte sind in keinem der palästinensischen Flüchtlingslager im Libanon präsent und können die Sicherheit dort nicht gewährleisten. Lage vor Ort Insgesamt wird bei Reisen in den Libanon weiterhin zu erhöhter Vorsicht geraten. Einzelne Gebiete sind anhaltend von Reisewarnungen betroffen (s.o.). Vor dem Hintergrund der Proteste und Umbrüche in Syrien wird zu erhöhter Vorsicht bei Reisen in den Libanon geraten. Es kann infolge politischer Demonstrationen immer wieder zu einer Totalsperrung der Beiruter Flughafenstraße kommen. Nicht ortskundige Reisende sollten daher möglichst am Flughafen Beirut von einer orts- und sprachkundigen Begleitung abgeholt werden. Terrorismus Auch wenn Ausländer von wenigen Ausnahmen abgesehen seit Anfang der 90er Jahre im Libanon nicht von gezielter Gewalt betroffen waren (Ausnahme Anschläge auf UNIFIL 2007/08 und erneut 2011, Entführung von sieben Fahrradtouristen 2011), besteht weiterhin ein latentes Risiko auch als Unbeteiligter (Zufalls-) Opfer innerlibanesischer Gewalt zu werden. Anschläge im Libanon galten gezielt Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, hochrangigen Politikern und Mitarbeitern der Sicherheitsdienste (zuletzt im Oktober 2012) oder der Armee (zuletzt in Tripolis September 2008); bewaffnete Gewalt wurde zwischen Regierung und Opposition angewandt (zuletzt Mai 2008). Bei Kämpfen zwischen libanesischer Armee und sunnitischen Extremisten um das Palästinenserlager Nahr al-Bared bei Tripoli wurden zwischen Ende Mai und Anfang September 2007 über 400 Personen getötet. Reisen im Land Alle Reisen sollten sorgfältig, u.a. durch Einholen aktueller Informationen, vorbereitet werden. Das gilt auch für Dienst- und Geschäftsreisen sowie Familienbesuche, die in Zusammenarbeit mit libanesischen Partnern unternommen werden. Diese verfügen über langjährige Erfahrung zum Verhalten bei Konflikten und der Gewährleistung ihrer Sicherheit und sind meist gut über aktuelle Entwicklungen informiert. Zusammen mit ihnen sollten die Reisen sorgfältig vorbereitet werden. Einzelheiten wie Abholung, Transport und Unterkunft im Libanon sollten vom Organisator bzw. vom Reisenden vorab mit dem dortigen Gastgeber bzw. Gesprächspartner oder Tour Operator auch unter Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten vereinbart werden. Fahrten sollten möglichst in Begleitung ortskundiger libanesischer Vertrauenspersonen bzw. anerkannter Touristenführer unternommen werden. Es wird ferner empfohlen, sich aus den örtlichen Medien über aktuelle Entwicklungen informiert zu halten und ggf. Kontakt zur deutschen Botschaft aufzunehmen. Den Anweisungen der örtlichen Sicherheitskräfte ist auf jeden Fall Folge zu leisten. Weiterhin können in allen Städten und auf allen Landstraßen Kontrollen stattfinden. Aus diesem Grund sollten Reisende stets Reisedokumente im Original mit sich führen. Die deutsche Botschaft in Beirut kann kurzfristig Empfehlungen zu Besuchszeitraum und -ort geben. Informationen hierzu finden Sie auch auf der Website der Botschaft unter Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.beirut.diplo.de die im Krisenfall ständig aktualisiert wird. Deutschen, die sich im Lande aufhalten und sich bisher nicht in die Deutschenliste der Botschaft eingetragen haben, wird empfohlen, sich elektronisch bei der deutschen Botschaft in die Deutschenliste aufnehmen zu lassen, um im Fall einer Verschlechterung der Sicherheitslage zentral erreichbar zu sein. Dies geht am einfachsten unter folgendem Link Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://service.diplo.de/registrierungav Dieser Service kann auch von deutschen Staatsangehörigen genutzt werden, die sich nur kurzzeitig im Land aufhalten. Dauerhaft im Libanon lebenden Deutschen wird zudem empfohlen, sich über aktuelle Entwicklungen informiert und Kontakt mit ihren Vertrauenspersonen zu halten. Reisewarnung Am 19. Oktober 2012 ereignete sich in dem zentralen Beiruter Stadtteil Ashrafieh ein Bombenanschlag mit mehreren Todesopfern, u.a. einem hochrangigen Beamten der libanesischen Sicherheitsdienste. Im Jahr 2012 ist es wiederholt zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Gegnern und Anhängern des syrischen Präsidenten Assad insbesondere in Tripoli, aber auch in West-Beirut und in Saida gekommen. Die Armee hat die Lage jeweils beruhigen können, allerdings bleibt die Situation, insbesondere in und um Tripoli und in Saida, angespannt. Tripoli und der Norden des Landes sowie die Bekaa-Ebene sind ebenfalls die Hauptanlaufpunkte für die inzwischen mehr als 150.000 syrischen Flüchtlinge im Libanon. Auch die wegen ihrer historischen Stätten bekannte Stadt Baalbek gehört zu diesen Anlaufpunkten. Bewaffnete Gruppen haben am 15.August 2012 in Beirut und der Bekaa-Ebene eine größere Zahl von Syrern im Libanon entführt. Die Aktionen richteten sich gezielt gegen syrische Widerstandskämpfer in ihrer Ruhephase auf libanesischem Gebiet. Gleichzeitig wurde erneut die Straße zum Flughafen Beirut sowie eine wichtige Verbindungsstraße in der Bekaa-Ebene von Demonstranten vorübergehend blockiert. Im Rahmen politischer Kundgebungen kann es zu Protesten und Straßenblockaden in Beirut und auf den wichtigen Verkehrsverbindungen des Landes kommen. Reisenden wird empfohlen, sich umsichtig zu verhalten, Menschenansammlungen und Demonstrationen zu meiden sowie die örtliche Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen. Angesichts der unvorhersehbaren Lageentwicklung ist bei Reisen und Aufenthalten in allen Landesteilen erhöhte Aufmerksamkeit erforderlich. Mit Nachdruck gewarnt wird vor Reisen in die palästinensischen Flüchtlingslager Nahr al-Bared und Beddawi bei Tripoli / Trablus im Nordlibanon, in die Flüchtlingslager Ain al-Helweh und Mieh Mieh bei Sidon / Saida. Dringend abgeraten wird von Reisen in den Nordlibanon (Stadt und Kreis Tripoli, Bezirke Akkar und Diniyye), in die gesamte Bekaa-Ebene sowie in die Gebiete südlich des Litani (mit Ausnahme der Stadt Tyros / Sur) und in das Grenzgebiet zu Israel. Das Erfordernis erhöhter Aufmerksamkeit gilt insbesondere auch für die nicht bereits von der Reisewarnung betroffenen Flüchtlingslager, die südlichen Vororte von Beirut, konfessionelle Mischgebiete und den Norden des Landes. Die libanesischen Sicherheitskräfte sind in keinem der palästinensischen Flüchtlingslager im Libanon präsent und können die Sicherheit dort nicht gewährleisten. Lage vor Ort Insgesamt wird bei Reisen in den Libanon weiterhin zu erhöhter Vorsicht geraten. Einzelne Gebiete sind anhaltend von Reisewarnungen betroffen (s.o.). Vor dem Hintergrund der Proteste und Umbrüche in Syrien wird zu erhöhter Vorsicht bei Reisen in den Libanon geraten. Es kann infolge politischer Demonstrationen immer wieder zu einer Totalsperrung der Beiruter Flughafenstraße kommen. Nicht ortskundige Reisende sollten daher möglichst am Flughafen Beirut von einer orts- und sprachkundigen Begleitung abgeholt werden. Terrorismus Auch wenn Ausländer von wenigen Ausnahmen abgesehen seit Anfang der 90er Jahre im Libanon nicht von gezielter Gewalt betroffen waren (Ausnahme Anschläge auf UNIFIL 2007/08 und erneut 2011, Entführung von sieben Fahrradtouristen 2011), besteht weiterhin ein latentes Risiko auch als Unbeteiligter (Zufalls-) Opfer innerlibanesischer Gewalt zu werden. Anschläge im Libanon galten gezielt Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, hochrangigen Politikern und Mitarbeitern der Sicherheitsdienste (zuletzt im Oktober 2012) oder der Armee (zuletzt in Tripolis September 2008); bewaffnete Gewalt wurde zwischen Regierung und Opposition angewandt (zuletzt Mai 2008). Bei Kämpfen zwischen libanesischer Armee und sunnitischen Extremisten um das Palästinenserlager Nahr al-Bared bei Tripoli wurden zwischen Ende Mai und Anfang September 2007 über 400 Personen getötet. Reisen im Land Alle Reisen sollten sorgfältig, u.a. durch Einholen aktueller Informationen, vorbereitet werden. Das gilt auch für Dienst- und Geschäftsreisen sowie Familienbesuche, die in Zusammenarbeit mit libanesischen Partnern unternommen werden. Diese verfügen über langjährige Erfahrung zum Verhalten bei Konflikten und der Gewährleistung ihrer Sicherheit und sind meist gut über aktuelle Entwicklungen informiert. Zusammen mit ihnen sollten die Reisen sorgfältig vorbereitet werden. Einzelheiten wie Abholung, Transport und Unterkunft im Libanon sollten vom Organisator bzw. vom Reisenden vorab mit dem dortigen Gastgeber bzw. Gesprächspartner oder Tour Operator auch unter Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten vereinbart werden. Fahrten sollten möglichst in Begleitung ortskundiger libanesischer Vertrauenspersonen bzw. anerkannter Touristenführer unternommen werden. Es wird ferner empfohlen, sich aus den örtlichen Medien über aktuelle Entwicklungen informiert zu halten und ggf. Kontakt zur deutschen Botschaft aufzunehmen. Den Anweisungen der örtlichen Sicherheitskräfte ist auf jeden Fall Folge zu leisten. Weiterhin können in allen Städten und auf allen Landstraßen Kontrollen stattfinden. Aus diesem Grund sollten Reisende stets Reisedokumente im Original mit sich führen. Die deutsche Botschaft in Beirut kann kurzfristig Empfehlungen zu Besuchszeitraum und -ort geben. Informationen hierzu finden Sie auch auf der Website der Botschaft unter Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.beirut.diplo.de die im Krisenfall ständig aktualisiert wird. Deutschen, die sich im Lande aufhalten und sich bisher nicht in die Deutschenliste der Botschaft eingetragen haben, wird empfohlen, sich elektronisch bei der deutschen Botschaft in die Deutschenliste aufnehmen zu lassen, um im Fall einer Verschlechterung der Sicherheitslage zentral erreichbar zu sein. Dies geht am einfachsten unter folgendem Link Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://service.diplo.de/registrierungav Dieser Service kann auch von deutschen Staatsangehörigen genutzt werden, die sich nur kurzzeitig im Land aufhalten. Dauerhaft im Libanon lebenden Deutschen wird zudem empfohlen, sich über aktuelle Entwicklungen informiert und Kontakt mit ihren Vertrauenspersonen zu halten.
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 17.01.2013
Unverändert gültig seit: 11.01.2013
Landesspezifische Sicherheitshinweise Am 19. Oktober 2012 ereignete sich in dem zentralen Beiruter Stadtteil Ashrafieh ein Bombenanschlag mit mehreren Todesopfern, u.a. einem hochrangigen Beamten der libanesischen Sicherheitsdienste. Im Jahr 2012 ist es wiederholt zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Gegnern und Anhängern des syrischen Präsidenten Assad insbesondere in Tripoli, aber auch in West-Beirut und in Saida gekommen. Die Armee hat die Lage jeweils beruhigen können, allerdings bleibt die Situation, insbesondere in und um Tripoli und in Saida, angespannt. Tripoli und der Norden des Landes sowie die Bekaa-Ebene sind ebenfalls die Hauptanlaufpunkte für die inzwischen mehr als 150.000 syrischen Flüchtlinge im Libanon. Auch die wegen ihrer historischen Stätten bekannte Stadt Baalbek gehört zu diesen Anlaufpunkten. Bewaffnete Gruppen haben am 15.August 2012 in Beirut und der Bekaa-Ebene eine größere Zahl von Syrern im Libanon entführt. Die Aktionen richteten sich gezielt gegen syrische Widerstandskämpfer in ihrer Ruhephase auf libanesischem Gebiet. Gleichzeitig wurde erneut die Straße zum Flughafen Beirut sowie eine wichtige Verbindungsstraße in der Bekaa-Ebene von Demonstranten vorübergehend blockiert. Im Rahmen politischer Kundgebungen kann es zu Protesten und Straßenblockaden in Beirut und auf den wichtigen Verkehrsverbindungen des Landes kommen. Reisenden wird empfohlen, sich umsichtig zu verhalten, Menschenansammlungen und Demonstrationen zu meiden sowie die örtliche Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen. Angesichts der unvorhersehbaren Lageentwicklung ist bei Reisen und Aufenthalten in allen Landesteilen erhöhte Aufmerksamkeit erforderlich. Mit Nachdruck gewarnt wird vor Reisen in die palästinensischen Flüchtlingslager Nahr al-Bared und Beddawi bei Tripoli / Trablus im Nordlibanon, in die Flüchtlingslager Ain al-Helweh und Mieh Mieh bei Sidon / Saida. Dringend abgeraten wird von Reisen in den Nordlibanon (Stadt und Kreis Tripoli, Bezirke Akkar und Diniyye), in die gesamte Bekaa-Ebene sowie in die Gebiete südlich des Litani (mit Ausnahme der Stadt Tyros / Sur) und in das Grenzgebiet zu Israel. Das Erfordernis erhöhter Aufmerksamkeit gilt insbesondere auch für die nicht bereits von der Reisewarnung betroffenen Flüchtlingslager, die südlichen Vororte von Beirut, konfessionelle Mischgebiete und den Norden des Landes. Die libanesischen Sicherheitskräfte sind in keinem der palästinensischen Flüchtlingslager im Libanon präsent und können die Sicherheit dort nicht gewährleisten. Lage vor Ort Insgesamt wird bei Reisen in den Libanon weiterhin zu erhöhter Vorsicht geraten. Einzelne Gebiete sind anhaltend von Reisewarnungen betroffen (s.o.). Vor dem Hintergrund der Proteste und Umbrüche in Syrien wird zu erhöhter Vorsicht bei Reisen in den Libanon geraten. Es kann infolge politischer Demonstrationen immer wieder zu einer Totalsperrung der Beiruter Flughafenstraße kommen. Nicht ortskundige Reisende sollten daher möglichst am Flughafen Beirut von einer orts- und sprachkundigen Begleitung abgeholt werden. Terrorismus Auch wenn Ausländer von wenigen Ausnahmen abgesehen seit Anfang der 90er Jahre im Libanon nicht von gezielter Gewalt betroffen waren (Ausnahme Anschläge auf UNIFIL 2007/08 und erneut 2011, Entführung von sieben Fahrradtouristen 2011), besteht weiterhin ein latentes Risiko auch als Unbeteiligter (Zufalls-) Opfer innerlibanesischer Gewalt zu werden. Anschläge im Libanon galten gezielt Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, hochrangigen Politikern und Mitarbeitern der Sicherheitsdienste (zuletzt im Oktober 2012) oder der Armee (zuletzt in Tripolis September 2008); bewaffnete Gewalt wurde zwischen Regierung und Opposition angewandt (zuletzt Mai 2008). Bei Kämpfen zwischen libanesischer Armee und sunnitischen Extremisten um das Palästinenserlager Nahr al-Bared bei Tripoli wurden zwischen Ende Mai und Anfang September 2007 über 400 Personen getötet. Reisen im Land Alle Reisen sollten sorgfältig, u.a. durch Einholen aktueller Informationen, vorbereitet werden. Das gilt auch für Dienst- und Geschäftsreisen sowie Familienbesuche, die in Zusammenarbeit mit libanesischen Partnern unternommen werden. Diese verfügen über langjährige Erfahrung zum Verhalten bei Konflikten und der Gewährleistung ihrer Sicherheit und sind meist gut über aktuelle Entwicklungen informiert. Zusammen mit ihnen sollten die Reisen sorgfältig vorbereitet werden. Einzelheiten wie Abholung, Transport und Unterkunft im Libanon sollten vom Organisator bzw. vom Reisenden vorab mit dem dortigen Gastgeber bzw. Gesprächspartner oder Tour Operator auch unter Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten vereinbart werden. Fahrten sollten möglichst in Begleitung ortskundiger libanesischer Vertrauenspersonen bzw. anerkannter Touristenführer unternommen werden. Es wird ferner empfohlen, sich aus den örtlichen Medien über aktuelle Entwicklungen informiert zu halten und ggf. Kontakt zur deutschen Botschaft aufzunehmen. Den Anweisungen der örtlichen Sicherheitskräfte ist auf jeden Fall Folge zu leisten. Weiterhin können in allen Städten und auf allen Landstraßen Kontrollen stattfinden. Aus diesem Grund sollten Reisende stets Reisedokumente im Original mit sich führen. Die deutsche Botschaft in Beirut kann kurzfristig Empfehlungen zu Besuchszeitraum und -ort geben. Informationen hierzu finden Sie auch auf der Website der Botschaft unter Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.beirut.diplo.de die im Krisenfall ständig aktualisiert wird. Deutschen, die sich im Lande aufhalten und sich bisher nicht in die Deutschenliste der Botschaft eingetragen haben, wird empfohlen, sich elektronisch bei der deutschen Botschaft in die Deutschenliste aufnehmen zu lassen, um im Fall einer Verschlechterung der Sicherheitslage zentral erreichbar zu sein. Dies geht am einfachsten unter folgendem Link Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://service.diplo.de/registrierungav Dieser Service kann auch von deutschen Staatsangehörigen genutzt werden, die sich nur kurzzeitig im Land aufhalten. Dauerhaft im Libanon lebenden Deutschen wird zudem empfohlen, sich über aktuelle Entwicklungen informiert und Kontakt mit ihren Vertrauenspersonen zu halten. Reisewarnung Am 19. Oktober 2012 ereignete sich in dem zentralen Beiruter Stadtteil Ashrafieh ein Bombenanschlag mit mehreren Todesopfern, u.a. einem hochrangigen Beamten der libanesischen Sicherheitsdienste. Im Jahr 2012 ist es wiederholt zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Gegnern und Anhängern des syrischen Präsidenten Assad insbesondere in Tripoli, aber auch in West-Beirut und in Saida gekommen. Die Armee hat die Lage jeweils beruhigen können, allerdings bleibt die Situation, insbesondere in und um Tripoli und in Saida, angespannt. Tripoli und der Norden des Landes sowie die Bekaa-Ebene sind ebenfalls die Hauptanlaufpunkte für die inzwischen mehr als 150.000 syrischen Flüchtlinge im Libanon. Auch die wegen ihrer historischen Stätten bekannte Stadt Baalbek gehört zu diesen Anlaufpunkten. Bewaffnete Gruppen haben am 15.August 2012 in Beirut und der Bekaa-Ebene eine größere Zahl von Syrern im Libanon entführt. Die Aktionen richteten sich gezielt gegen syrische Widerstandskämpfer in ihrer Ruhephase auf libanesischem Gebiet. Gleichzeitig wurde erneut die Straße zum Flughafen Beirut sowie eine wichtige Verbindungsstraße in der Bekaa-Ebene von Demonstranten vorübergehend blockiert. Im Rahmen politischer Kundgebungen kann es zu Protesten und Straßenblockaden in Beirut und auf den wichtigen Verkehrsverbindungen des Landes kommen. Reisenden wird empfohlen, sich umsichtig zu verhalten, Menschenansammlungen und Demonstrationen zu meiden sowie die örtliche Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen. Angesichts der unvorhersehbaren Lageentwicklung ist bei Reisen und Aufenthalten in allen Landesteilen erhöhte Aufmerksamkeit erforderlich. Mit Nachdruck gewarnt wird vor Reisen in die palästinensischen Flüchtlingslager Nahr al-Bared und Beddawi bei Tripoli / Trablus im Nordlibanon, in die Flüchtlingslager Ain al-Helweh und Mieh Mieh bei Sidon / Saida. Dringend abgeraten wird von Reisen in den Nordlibanon (Stadt und Kreis Tripoli, Bezirke Akkar und Diniyye), in die gesamte Bekaa-Ebene sowie in die Gebiete südlich des Litani (mit Ausnahme der Stadt Tyros / Sur) und in das Grenzgebiet zu Israel. Das Erfordernis erhöhter Aufmerksamkeit gilt insbesondere auch für die nicht bereits von der Reisewarnung betroffenen Flüchtlingslager, die südlichen Vororte von Beirut, konfessionelle Mischgebiete und den Norden des Landes. Die libanesischen Sicherheitskräfte sind in keinem der palästinensischen Flüchtlingslager im Libanon präsent und können die Sicherheit dort nicht gewährleisten. Lage vor Ort Insgesamt wird bei Reisen in den Libanon weiterhin zu erhöhter Vorsicht geraten. Einzelne Gebiete sind anhaltend von Reisewarnungen betroffen (s.o.). Vor dem Hintergrund der Proteste und Umbrüche in Syrien wird zu erhöhter Vorsicht bei Reisen in den Libanon geraten. Es kann infolge politischer Demonstrationen immer wieder zu einer Totalsperrung der Beiruter Flughafenstraße kommen. Nicht ortskundige Reisende sollten daher möglichst am Flughafen Beirut von einer orts- und sprachkundigen Begleitung abgeholt werden. Terrorismus Auch wenn Ausländer von wenigen Ausnahmen abgesehen seit Anfang der 90er Jahre im Libanon nicht von gezielter Gewalt betroffen waren (Ausnahme Anschläge auf UNIFIL 2007/08 und erneut 2011, Entführung von sieben Fahrradtouristen 2011), besteht weiterhin ein latentes Risiko auch als Unbeteiligter (Zufalls-) Opfer innerlibanesischer Gewalt zu werden. Anschläge im Libanon galten gezielt Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, hochrangigen Politikern und Mitarbeitern der Sicherheitsdienste (zuletzt im Oktober 2012) oder der Armee (zuletzt in Tripolis September 2008); bewaffnete Gewalt wurde zwischen Regierung und Opposition angewandt (zuletzt Mai 2008). Bei Kämpfen zwischen libanesischer Armee und sunnitischen Extremisten um das Palästinenserlager Nahr al-Bared bei Tripoli wurden zwischen Ende Mai und Anfang September 2007 über 400 Personen getötet. Reisen im Land Alle Reisen sollten sorgfältig, u.a. durch Einholen aktueller Informationen, vorbereitet werden. Das gilt auch für Dienst- und Geschäftsreisen sowie Familienbesuche, die in Zusammenarbeit mit libanesischen Partnern unternommen werden. Diese verfügen über langjährige Erfahrung zum Verhalten bei Konflikten und der Gewährleistung ihrer Sicherheit und sind meist gut über aktuelle Entwicklungen informiert. Zusammen mit ihnen sollten die Reisen sorgfältig vorbereitet werden. Einzelheiten wie Abholung, Transport und Unterkunft im Libanon sollten vom Organisator bzw. vom Reisenden vorab mit dem dortigen Gastgeber bzw. Gesprächspartner oder Tour Operator auch unter Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten vereinbart werden. Fahrten sollten möglichst in Begleitung ortskundiger libanesischer Vertrauenspersonen bzw. anerkannter Touristenführer unternommen werden. Es wird ferner empfohlen, sich aus den örtlichen Medien über aktuelle Entwicklungen informiert zu halten und ggf. Kontakt zur deutschen Botschaft aufzunehmen. Den Anweisungen der örtlichen Sicherheitskräfte ist auf jeden Fall Folge zu leisten. Weiterhin können in allen Städten und auf allen Landstraßen Kontrollen stattfinden. Aus diesem Grund sollten Reisende stets Reisedokumente im Original mit sich führen. Die deutsche Botschaft in Beirut kann kurzfristig Empfehlungen zu Besuchszeitraum und -ort geben. Informationen hierzu finden Sie auch auf der Website der Botschaft unter Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.beirut.diplo.de die im Krisenfall ständig aktualisiert wird. Deutschen, die sich im Lande aufhalten und sich bisher nicht in die Deutschenliste der Botschaft eingetragen haben, wird empfohlen, sich elektronisch bei der deutschen Botschaft in die Deutschenliste aufnehmen zu lassen, um im Fall einer Verschlechterung der Sicherheitslage zentral erreichbar zu sein. Dies geht am einfachsten unter folgendem Link Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://service.diplo.de/registrierungav Dieser Service kann auch von deutschen Staatsangehörigen genutzt werden, die sich nur kurzzeitig im Land aufhalten. Dauerhaft im Libanon lebenden Deutschen wird zudem empfohlen, sich über aktuelle Entwicklungen informiert und Kontakt mit ihren Vertrauenspersonen zu halten.






