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Reise- und Sicherheitsinformationen
Bangladesch
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 14.05.2013
Unverändert gültig seit: 08.05.2013
Landesspezifische Sicherheitshinweise Im Vorlauf zu den für den Jahreswechsel 2013/2014 vorgesehenen Parlamentswahlen ist während des gesamten laufenden Jahres mit regelmäßigen landesweiten Generalstreiks („Hartal") zu rechnen, zu denen von politischen Parteien, religiösen und anderen Gruppierungen aufgerufen wird. Im Rahmen dieser Streiks kommt es üblicherweise zu gewalttätigen Demonstrationen und Protesten mit Gefahr für Leib und Leben. Am 4. März wurde ein Bombenanschlag vor einem Hotel in Dhaka verübt, in dem sich regelmäßig auch Ausländer aufhalten. Mit einer weiteren Verschärfung der Sicherheitslage in weiten Teilen des Landes ist zu rechnen, wobei Orte und Zeitpunkte plötzlicher Konfrontationen nicht vorhersehbar sind. Die laufenden Kriegsverbrecherprozesse erzeugen bei jeder weiteren Urteilsverkündung starke Spannungen, die sich regelmäßig in Ausbrüchen von Gewalt entladen. Aufrufe islamistischer Gruppierungen zu einer Islamisierung des öffentlichen Lebens und gewalttätig verlaufende Großdemonstrationen zur Durchsetzung dieser Forderung verschärfen die Lage zusätzlich. Von nicht dringend erforderlichen Reisen nach Bangladesch wird abgeraten. Dies gilt insbesondere für Personen, die nicht mit Bangladesch vertraut sind. Sie sollten sich - ebenso wie landeskundige Reisende -vor Eintreffen über die tagesaktuelle Sicherheitslage informieren. Größere Menschenansammlungen sollten gemieden werden. Besondere Vorsicht ist nach den wöchentlichen Freitagsgebeten zwischen 13.00 Uhr und Sonnenuntergang geboten. Reisen über Land In den Chittagong Hill Tracts (CHT) kann es nach wie vor zu bewaffneten Unruhen und zu kriminellen Übergriffen kommen. Aus diesen Gründen wird von Besuchen der drei Distrikte Rangamati, Khagrachari und Bandarban abgeraten. Reisen in das Gebiet der CHT müssen durch Schreiben an den Deputy Commissioner und den Superintendent of Police des jeweiligen Distrikts vorher angezeigt werden. (Angabe der genauen Reisepassdaten und des Reisezwecks/Reiseroute). Eine ausreichende Zahl von Kopien beider Schreiben sowie der Original-Reisepass sollten wegen der Identitätskontrollen bei Einreise in das Gebiet der CHT mitgeführt werden. Von Fahrten über Land nach Einbruch der Dunkelheit wird abgeraten. Auch am Tage ist der Verkehr auf den Landstraßen wegen des meist schlechten Zustandes von Straßen und Fahrzeugen und wegen oft riskanten Fahrverhaltens von Überland- und Minibussen sowie Lastkraftwagen gefährlich. Wegen des Mangels an Ärzten und Rettungsfahrzeugen kann bei Unfällen nicht mit schneller Hilfe gerechnet werden. Die Ausstattung der örtlichen Krankenhäuser ist ungenügend. Vor allem in der sturmgefährdeten Jahreszeit (Oktober/November sowie April/Mai) sollte die Benutzung der Schiffs- und Fährverbindungen insbesondere im südlichen und mittleren Landesteil wegen des hohen Unfallrisikos aufgrund Überbelegungen, technischer Mängel der Schiffe und wegen plötzlich auftretender Unwetter vermieden werden. Kriminalität Bei der Benutzung von Eisenbahnen, Überlandbussen und Fähren wird allgemein besondere Wachsamkeit vor Diebstählen und Überfällen empfohlen. Gleiches gilt für die Nutzung von Fahrrad- und Motorrikschas ("Baby-Taxis/CNGs") insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit. Die Kriminalität hat weiterhin auch in den von Ausländern bevorzugten Wohngebieten in Dhaka (Gulshan, Baridhara und Banani) zugenommen. Auch Anfang dieses Jahres wurden mehrere Raubüberfälle auf Ausländer, vor allem Frauen, bekannt, die mit Rikschas unterwegs waren.  Die bei mehreren Treffen der Botschaften mit den bangladeschischen Sicherheitsbehörden zugesagten verstärkten Sicherheitsmaßnahmen wurden bisher nur unzureichend umgesetzt. Bettler und fliegende Händler an größeren Kreuzungen stellen ein Risiko dar. Insbesondere wenn diese in Gruppen auftreten, wird versucht, durch offene Autofenster bzw. nicht abgeschlossene Türen Gegenstände aus dem Auto zu stehlen. Das Auswärtige Amt rät davon ab, sich nach Einbruch der Dunkelheit zu Fuß auf der Straße aufzuhalten oder eine Rikscha/CNG – auch in den Wohngebieten der Ausländer – zu benutzen. Fälle von Vergiftungen von Lebensmitteln (auch Wasserflaschen) an Straßenständen mit anschließender Beraubung des betäubten Opfers sind bekannt geworden. Naturkatastrophen Bangladesch ist erdbebengefährdet. Von Mitte Juni bis Mitte Oktober muss klimabedingt mit Überschwemmungen gerechnet werden, im südlichen Landesdrittel von Oktober bis November und Mitte April bis Mitte Mai grundsätzlich auch mit Wirbelstürmen.