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Reise- und Sicherheitsinformationen
Pakistan
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 10.04.2013
Unverändert gültig seit: 03.04.2013
Landesspezifische Sicherheitshinweise Vor Reisen nach Khyber-Pakhtunkhwa (ehemals Nordwestgrenzprovinz, NWFP), in die Stammesgebiete an der Grenze zu Afghanistan (die sog. Federally Administered Tribal Areas, FATA)und nach Belutschistanwird gewarnt. Landesweit besteht eine Gefährdung durch politisch-religiös motivierte Gewalttaten. Westliche Reisende sollten vor und während der Reise nach Pakistan ortskundigen Rat zur Sicherheitslage in den ins Auge gefassten Reisezielen einholen. Außerdem sollte bei den pakistanischen Behörden oder Reisebüros nachgefragt werden, welche Gegenden für Touristen gesperrt sind. Grundsätzlich sollten Reisende sich von Einrichtungen von Armee und Sicherheitskräften, größeren Menschenansammlungen, politischen Demonstrationen, bekannten Treffpunkten westlicher Ausländer und - insbesondere freitags und an hohen moslemischen Feiertagen - von religiösen Stätten, Prozessionen und Feierlichkeiten fernhalten. Beim Besuch von Einrichtungen mit internationalem Publikumsverkehr wird zu besonderer Vorsicht geraten. Die Sicherheitsvorkehrungen in vielen Städten und öffentlichen Gebäuden sind seit 2008 deutlich verschärft worden, Reisende müssen daher mit regelmäßigen Kontrollen, gelegentlich auch mit kurzfristig anberaumten Reisebeschränkungen rechnen. In Belutschistan und Khyber-Pakhtunkhwa (ehemals Nordwestgrenzprovinz), insbesondere in der Provinzhauptstadt Peshawar, besteht ein erhöhtes Entführungsrisiko. Anfang Juli 2011 wurde ein schweizer Ehepaar entführt, das mit einem Auto in Belutschistan unterwegs war. Das Ehepaar konnte erst am 17. März 2012 in die Schweiz zurückkehren. Ein Anfang Januar 2012 entführter britischer Mitarbeiter des Internationalen Roten Kreuzes in Quetta wurde am 29. April 2012 ermordet aufgefunden. Am 13. März 2013 wurden in Belutschistan zwei tschechische Touristinnen, die von Iran aus nach Pakistan auf dem Landweg eingereist waren, entführt. Auch in anderen Landesteilen ist es zu Entführungen von Ausländern gekommen: am 13. August 2011 wurde ein US-Bürger in Lahore, am 19. Januar 2012 ein deutscher und ein italienischer Staatsangehöriger in Multan (Südpunjab) verschleppt. Terrorismus Die Gefährdung durch terroristische Anschläge, insbesondere Sprengstoffanschläge und Selbstmordattentate, bleibt in Pakistan hoch. Solange die militärischen Auseinandersetzungen zwischen der pakistanischen Armee und den Taleban in Khyber-Pakhtunkhwa und den Stammesgebieten (FATA) andauern, muss mit weiteren Terroranschlägen gerechnet werden. Daneben besteht weiterhin die Gefahr religiös motivierter Terroranschläge durch radikale Gruppierungen. Der regionale Schwerpunkt terroristischer Anschläge liegt sehr deutlich in Khyber-Pakhtunkhwa, den Stammesgebieten FATA und in Belutschistan; dort sind auch die meisten Opfer zu beklagen Die Anschläge richten sich vor allem gegen:
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 10.04.2013
Unverändert gültig seit: 03.04.2013
Landesspezifische Sicherheitshinweise Vor Reisen nach Khyber-Pakhtunkhwa (ehemals Nordwestgrenzprovinz, NWFP), in die Stammesgebiete an der Grenze zu Afghanistan (die sog. Federally Administered Tribal Areas, FATA)und nach Belutschistanwird gewarnt. Landesweit besteht eine Gefährdung durch politisch-religiös motivierte Gewalttaten. Westliche Reisende sollten vor und während der Reise nach Pakistan ortskundigen Rat zur Sicherheitslage in den ins Auge gefassten Reisezielen einholen. Außerdem sollte bei den pakistanischen Behörden oder Reisebüros nachgefragt werden, welche Gegenden für Touristen gesperrt sind. Grundsätzlich sollten Reisende sich von Einrichtungen von Armee und Sicherheitskräften, größeren Menschenansammlungen, politischen Demonstrationen, bekannten Treffpunkten westlicher Ausländer und - insbesondere freitags und an hohen moslemischen Feiertagen - von religiösen Stätten, Prozessionen und Feierlichkeiten fernhalten. Beim Besuch von Einrichtungen mit internationalem Publikumsverkehr wird zu besonderer Vorsicht geraten. Die Sicherheitsvorkehrungen in vielen Städten und öffentlichen Gebäuden sind seit 2008 deutlich verschärft worden, Reisende müssen daher mit regelmäßigen Kontrollen, gelegentlich auch mit kurzfristig anberaumten Reisebeschränkungen rechnen. In Belutschistan und Khyber-Pakhtunkhwa (ehemals Nordwestgrenzprovinz), insbesondere in der Provinzhauptstadt Peshawar, besteht ein erhöhtes Entführungsrisiko. Anfang Juli 2011 wurde ein schweizer Ehepaar entführt, das mit einem Auto in Belutschistan unterwegs war. Das Ehepaar konnte erst am 17. März 2012 in die Schweiz zurückkehren. Ein Anfang Januar 2012 entführter britischer Mitarbeiter des Internationalen Roten Kreuzes in Quetta wurde am 29. April 2012 ermordet aufgefunden. Am 13. März 2013 wurden in Belutschistan zwei tschechische Touristinnen, die von Iran aus nach Pakistan auf dem Landweg eingereist waren, entführt. Auch in anderen Landesteilen ist es zu Entführungen von Ausländern gekommen: am 13. August 2011 wurde ein US-Bürger in Lahore, am 19. Januar 2012 ein deutscher und ein italienischer Staatsangehöriger in Multan (Südpunjab) verschleppt. Terrorismus Die Gefährdung durch terroristische Anschläge, insbesondere Sprengstoffanschläge und Selbstmordattentate, bleibt in Pakistan hoch. Solange die militärischen Auseinandersetzungen zwischen der pakistanischen Armee und den Taleban in Khyber-Pakhtunkhwa und den Stammesgebieten (FATA) andauern, muss mit weiteren Terroranschlägen gerechnet werden. Daneben besteht weiterhin die Gefahr religiös motivierter Terroranschläge durch radikale Gruppierungen. Der regionale Schwerpunkt terroristischer Anschläge liegt sehr deutlich in Khyber-Pakhtunkhwa, den Stammesgebieten FATA und in Belutschistan; dort sind auch die meisten Opfer zu beklagen Die Anschläge richten sich vor allem gegen:
- Streitkräfte (u. a. Kommandoangriffe auf einen pakistanischen Marinestützpunkt in Karachi sowie den Luftwaffenstützpunkt Kamra am 16. August 2012)
- Sicherheitsdienste und Polizei (u. a. Angriff auf ein Hotel in Lahore, in dem Polizei-Auszubildende untergebracht waren, am 12. Juli 2012, Selbstmordanschlag auf eine Polizeistation in Bannu/Khyber-Pakhtunkhwa am 10. Dezember 2012),
- Veranstaltungen politischer Parteien (u. a. Ermordung eines Ministers der Provinzregierung Khyber-Pakhtunkhwas durch einen Selbstmordattentäter am 22. Dezember 2012). Die pakistanischen Taliban haben im Vorfeld der Parlamentswahlen am 11. Mai 2013 Anschläge auf Wahlveranstaltungen angedroht,
- religiöse Stätten und Moscheen (u. a. am 28. Mai 2012 in der Khyber Agency/FATA und am 2. Februar 2013 in Hangu/Khyber-Pakhtunkhwa) bzw. Prozessionen (am 21. November 2012 in Rawalpindi). Die meisten Anschläge richten sich dabei gegen die schiitischen Bevölkerungsgruppen.
- Streitkräfte (u. a. Kommandoangriffe auf einen pakistanischen Marinestützpunkt in Karachi sowie den Luftwaffenstützpunkt Kamra am 16. August 2012)
- Sicherheitsdienste und Polizei (u. a. Angriff auf ein Hotel in Lahore, in dem Polizei-Auszubildende untergebracht waren, am 12. Juli 2012, Selbstmordanschlag auf eine Polizeistation in Bannu/Khyber-Pakhtunkhwa am 10. Dezember 2012),
- Veranstaltungen politischer Parteien (u. a. Ermordung eines Ministers der Provinzregierung Khyber-Pakhtunkhwas durch einen Selbstmordattentäter am 22. Dezember 2012). Die pakistanischen Taliban haben im Vorfeld der Parlamentswahlen am 11. Mai 2013 Anschläge auf Wahlveranstaltungen angedroht,
- religiöse Stätten und Moscheen (u. a. am 28. Mai 2012 in der Khyber Agency/FATA und am 2. Februar 2013 in Hangu/Khyber-Pakhtunkhwa) bzw. Prozessionen (am 21. November 2012 in Rawalpindi). Die meisten Anschläge richten sich dabei gegen die schiitischen Bevölkerungsgruppen.






