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Reise- und Sicherheitsinformationen
Pakistan
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 02.07.2013
Unverändert gültig seit: 25.06.2013
Landesspezifische Sicherheitshinweise Vor Reisen nach Khyber-Pakhtunkhwa (ehemals Nordwestgrenzprovinz, NWFP), in die Stammesgebiete an der Grenze zu Afghanistan (die sog. Federally Administered Tribal Areas, FATA)und nach Belutschistan wird gewarnt. In der Nacht vom 22. auf den 23. Juni 2013 wurden in einem Basiscamp, das zum Nanga Parbat führt, zehn ausländische Bergsteiger sowie ein pakistanischer Begleiter durch Terroristen ermordet. Die pakistanische Regierung hat daraufhin die Evakuierung der sich am Nanga Parbat aufhaltenden ausländischen Bergsteiger eingeleitet. Zudem sind die Sicherheitsmaßnahmen der pakistanischen Regierung zum Schutz ausländischer Touristen in der Region um den Nanga Parbat und in anderen Teilen in Gilgit Baltistan deutlich verstärkt worden. Das Auswärtige Amt rät dazu, sich vor Reisen nach Gilgit-Baltistan bei den pakistanischen Reiseveranstaltern und Behörden umfassend über die aktuelle Sicherheitslage zu informieren. Landesweit besteht eine Gefährdung durch politisch-religiös motivierte Gewalttaten. Westliche Reisende sollten vor und während der Reise nach Pakistan ortskundigen Rat zur Sicherheitslage in den ins Auge gefassten Reisezielen einholen. Außerdem sollte bei den pakistanischen Behörden oder Reisebüros nachgefragt werden, welche Gegenden für Touristen gesperrt sind. Grundsätzlich sollten Reisende sich von Einrichtungen von Armee und Sicherheitskräften, größeren Menschenansammlungen, politischen Demonstrationen, bekannten Treffpunkten westlicher Ausländer und - insbesondere freitags und an hohen moslemischen Feiertagen - von religiösen Stätten, Prozessionen und Feierlichkeiten fernhalten. Beim Besuch von Einrichtungen mit internationalem Publikumsverkehr wird zu besonderer Vorsicht geraten. Die Sicherheitsvorkehrungen in vielen Städten und öffentlichen Gebäuden sind seit 2008 deutlich verschärft worden, Reisende müssen daher mit regelmäßigen Kontrollen, gelegentlich auch mit kurzfristig anberaumten Reisebeschränkungen rechnen. In Belutschistan und Khyber-Pakhtunkhwa (ehemals Nordwestgrenzprovinz), insbesondere in der Provinzhauptstadt Peshawar, besteht ein erhöhtes Entführungsrisiko. Anfang Juli 2011 wurde ein schweizer Ehepaar entführt, das mit einem Auto in Belutschistan unterwegs war. Das Ehepaar konnte erst am 17. März 2012 in die Schweiz zurückkehren. Ein Anfang Januar 2012 entführter britischer Mitarbeiter des Internationalen Roten Kreuzes in Quetta wurde am 29. April 2012 ermordet aufgefunden. Am 13. März 2013 wurden in Belutschistan zwei tschechische Touristinnen, die von Iran aus nach Pakistan auf dem Landweg eingereist waren, entführt. Auch in anderen Landesteilen ist es zu Entführungen von Ausländern gekommen: am 13. August 2011 wurde ein US-Bürger in Lahore, am 19. Januar 2012 ein deutscher und ein italienischer Staatsangehöriger in Multan (Südpunjab) verschleppt. Terrorismus Die Gefährdung durch terroristische Anschläge, insbesondere Sprengstoffanschläge und Selbstmordattentate, bleibt in Pakistan hoch. Solange die militärischen Auseinandersetzungen zwischen der pakistanischen Armee und den Taleban in Khyber-Pakhtunkhwa und den Stammesgebieten (FATA) andauern, muss mit weiteren Terroranschlägen gerechnet werden. Daneben besteht weiterhin die Gefahr religiös motivierter Terroranschläge durch radikale Gruppierungen. Der regionale Schwerpunkt terroristischer Anschläge liegt sehr deutlich in Khyber-Pakhtunkhwa, den Stammesgebieten FATA und in Belutschistan; dort sind auch die meisten Opfer zu beklagen Die Anschläge richten sich vor allem gegen:
  • Streitkräfte (u. a. Kommandoangriffe auf einen pakistanischen Marinestützpunkt in Karachi sowie den Luftwaffenstützpunkt Kamra am 16. August 2012)
  • Sicherheitsdienste und Polizei (u. a. Angriff auf ein Hotel in Lahore, in dem Polizei-Auszubildende untergebracht waren, am 12. Juli 2012, Selbstmordanschlag auf eine Polizeistation in Bannu/Khyber-Pakhtunkhwa am 10. Dezember 2012),
  • Veranstaltungen politischer Parteien (u. a. Ermordung eines Ministers der Provinzregierung Khyber-Pakhtunkhwas durch einen Selbstmordattentäter am 22. Dezember 2012).
  • religiöse Stätten und Moscheen (u. a. am 28. Mai 2012 in der Khyber Agency/FATA und am 2. Februar 2013 in Hangu/Khyber-Pakhtunkhwa) bzw. Prozessionen (am 21. November 2012 in Rawalpindi). Die meisten Anschläge richten sich dabei gegen die schiitischen Bevölkerungsgruppen.
Gelegentlich kommt es auch zu Anschlägen auf Märkten, (beispielsweise in Peshawar am 31. August 2012), oder Infrastruktureinrichtungen (z. B. Bombenanschlag am 24. April 2012 auf dem Bahnhof in Lahore Kommandoangriff auf den Flughafen Peshawar am 15. Dezember 2012). Daneben können auch solche Orte zu Anschlagszielen werden, die symbolisch für westliche Interessen stehen. 2008 war ein internationales Hotel in Islamabad, 2009 in Peshawar das Ziel von Bombenanschlägen. In Islamabad sprengte sich 2009 ein Selbstmordattentäter im Bürogebäude des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen in die Luft. Am 5. April 2010 wurde das amerikanische Generalkonsulat in Peschawar von einem Terrorkommando angegriffen, am 20. Mai 2011 und am 3. September 2012 waren jeweils PKWs des US-Generalkonsulats in Peschawar Ziele von Anschlägen. Reisen über Land Vor Reisen nach Khyber-Pakhtunkhwa (ehemals Nordwestgrenzprovinz NWFP), insbesondere in das Swat-Tal, sowie in die Stammesgebiete an der Grenze zu Afghanistan (die sog. Federally Administered Tribal Areas, FATA), wird gewarnt. Die pakistanischen Streitkräfte führten 2009 groß angelegte Operationen gegen militante Gruppen im Swat-Tal und in Süd-Wasiristan (FATA) durch. Es kommt dort und auch in den übrigen Regionen der FATA immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen dem Militär und militanten Gruppen. Weite Teile dieser Gebiete sind für Ausländer gesperrt. In Gilgit-Baltistan, den früheren Northern Areas, führen Konflikte zwischen Schiiten und Sunniten gelegentlich zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Westliche Ausländer sind bislang nicht Ziel der streitenden Gruppen, sie können aber bei Ausschreitungen gefährdet werden. Am 3. April 2012 wurde in der Stadt Gilgit durch das pakistanische Militär eine Ausgangssperre verhängt, um religiös motivierte Unruhen, die zuvor 14 Tote und über 50 Verletzte gefordert hatten, einzudämmen. Zudem wurde das Mobilfunknetz in Gilgit abgeschaltet und der Karakorum Highway gesperrt; die pakistanische Fluglinie PIA stellte ihre regulären Flüge nach Gilgit ein. Als Vorsichtsmaßnahme flog die pakistanische Luftwaffe ca. 120 ausländische Touristen am 8. April nach Islamabad aus. Am 29. April 2012 konnten die Ausgangssperre und die übrigen Sicherheitsmaßnahmen wieder aufgehoben werden. Reisen dorthin sollten bevorzugt auf dem Luftweg (Flughäfen Gilgit und Skardu) durchgeführt werden; allerdings können die Flugverbindungen kurzfristig wetterbedingt, z. T. über mehrere Tage, ausfallen. Der Karakorum Highway erlaubt, insbesondere wegen laufender Bauarbeiten, Erdrutsche nach Monsunregenfällen, in weiten Abschnitten nur eine geringe Reisegeschwindigkeit; kriminelle Übergriffe auf Touristen sind in den vergangenen Monaten nicht bekannt geworden, wohl aber religiös motivierte Angriffe auf Schiiten, die auf dem Karakorum Highway unterwegs waren.  Die Ermordung einer Gruppe von ausländischen Bergsteigern in einem Basislager des Nanga Parbat in der Nacht vom 22. auf den 23. Juni 2013 lässt sich derzeit noch nicht abschließend einordnen. Durch einen Erdrutsch am 4. Januar 2010 bei Attaabad im oberen Hunza-Tal (Gilgit-Baltistan, ehemals „Northern Areas") wurde der Hunza-Fluss aufgestaut und bildete einen See von ca. 20 km Länge Der Damm hat sich bisher als sehr stabil erwiesen. Die pakistanischen Behörden und die Armee, bemühen sich dennoch, mittels Sprengungen den Wasserspiegel kontrolliert zu verringern, um somit das Risiko eines unkontrollierten Ablaufs zu verringern. Es wird daher empfohlen, vor Reisen in diese Gegend sich bei Reiseunternehmen und pakistanischen Behörden zur aktuellen Lage zu informieren. Durch diesen See ist der Karakorum Highway streckenweise überflutet worden, wodurch die Straßenverbindung zum nördlich gelegenen Gojal-Distrikt und zur Grenze zu China unterbrochen wurde. Der Gojal-Distrikt kann derzeit nur mit Hubschraubern oder Fährbooten erreicht werden. Wann der Karakorum Highway in diesem Bereich – und damit die Straßenverbindung nach China – wieder befahrbar sein wird, ist derzeit nicht absehbar. Es wird vor Reisen nach Belutschistan gewarnt. Unzufriedene Stammesgruppen und separatistische Kräfte greifen regelmäßig Infrastruktureinrichtungen und Armeekräfte an und verüben Sprengstoffanschläge. Armee und Luftwaffe gehen gegen die Aufständischen vor. Daneben kommt es auch zu religiös motivierten Anschlägen, denen v. a. Schiiten zum Opfer fallen. In Quetta richten sich die Anschläge, zuletzt am 10. Januar 2013 und am 16. Februar 2013, gegen die Volksgruppe der Hazaras. In den letzten Jahren kam es in Karachi häufig zu innenpolitisch, religiös und ethnisch motivierten Auseinandersetzungen bis hin zu bewaffneten Straßenschlachten, bei denen Dutzende von Todesopfern und zahlreiche Verletzte zu beklagen waren. Am 28. Dezember 2009 und am 5. Februar 2010 wurden bei Bombenanschlägen auf Prozessionen der Shia-Muslimminderheit in der Innenstadt zahlreiche Menschen getötet und verletzt. Zuletzt kam es in Reaktion auf die Tötung Osama Bin Ladens zu mehreren Terroranschlägen in Karachi, zuletzt auf eine Marinebasis im Norden der Stadt am 22. Mai 2011. Für Besucher empfiehlt sich, eine enge Abstimmung der Reisepläne mit den Partnern bzw. dem deutschen Generalkonsulat vor Ort zu suchen. Die Grenzgebiete zu Afghanistan, Iran und Indien sind nicht bzw. nur mit offizieller Genehmigung zugänglich. Dies gilt auch für den von Pakistan verwalteten Teil Kaschmirs („Azad Jammu and Kashmir") entlang der Waffenstillstandslinie (Line of Control, LoC). Für Afghanistan besteht eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts. Der Grenzübergang nach Indien (Wagah/Atari zwischen Lahore und Amritsar) ist offen, ebenso wie die direkte Transitstrecke dorthin. Die Mitnahme eines Kfz bei der Grenzüberquerung erfordert meist eine gesonderte Genehmigung. Wegen der Entführungsgefahr im iranisch-pakistanischen Grenzgebiet und wegen der Reisewarnung für die Provinz Belutschistan werden von der Botschaft Islamabad keine Empfehlungsschreiben zur Erlangung eines iranischen Visums erteilt. Kriminalität In Karachi sollte wegen der allgemein angespannten Sicherheitslage und der hohen Kriminalitätsrate vom Besuch abgelegener Stadtbezirke abgesehen werden. Vor Stadterkundungen sollte ortskundiger Rat eingeholt werden. Auch das innere Sindh ist durch hohe Kriminalität, insbesondere Entführungen, gefährdet. Blasphemie (Gotteslästerung) und Drogendelikte werden mit harten Gefängnisstrafen, unter Umständen mit der Todesstrafe geahndet (siehe auch strafrechtliche Bestimmungen). Für weitere Informationen steht die Deutsche Botschaft in Islamabad bzw. das Deutsche Generalkonsulat in Karachi zur Verfügung. Reisewarnung Vor Reisen nach Khyber-Pakhtunkhwa (ehemals Nordwestgrenzprovinz, NWFP), in die Stammesgebiete an der Grenze zu Afghanistan (die sog. Federally Administered Tribal Areas, FATA)und nach Belutschistan wird gewarnt. In der Nacht vom 22. auf den 23. Juni 2013 wurden in einem Basiscamp, das zum Nanga Parbat führt, zehn ausländische Bergsteiger sowie ein pakistanischer Begleiter durch Terroristen ermordet. Die pakistanische Regierung hat daraufhin die Evakuierung der sich am Nanga Parbat aufhaltenden ausländischen Bergsteiger eingeleitet. Zudem sind die Sicherheitsmaßnahmen der pakistanischen Regierung zum Schutz ausländischer Touristen in der Region um den Nanga Parbat und in anderen Teilen in Gilgit Baltistan deutlich verstärkt worden. Das Auswärtige Amt rät dazu, sich vor Reisen nach Gilgit-Baltistan bei den pakistanischen Reiseveranstaltern und Behörden umfassend über die aktuelle Sicherheitslage zu informieren. Landesweit besteht eine Gefährdung durch politisch-religiös motivierte Gewalttaten. Westliche Reisende sollten vor und während der Reise nach Pakistan ortskundigen Rat zur Sicherheitslage in den ins Auge gefassten Reisezielen einholen. Außerdem sollte bei den pakistanischen Behörden oder Reisebüros nachgefragt werden, welche Gegenden für Touristen gesperrt sind. Grundsätzlich sollten Reisende sich von Einrichtungen von Armee und Sicherheitskräften, größeren Menschenansammlungen, politischen Demonstrationen, bekannten Treffpunkten westlicher Ausländer und - insbesondere freitags und an hohen moslemischen Feiertagen - von religiösen Stätten, Prozessionen und Feierlichkeiten fernhalten. Beim Besuch von Einrichtungen mit internationalem Publikumsverkehr wird zu besonderer Vorsicht geraten. Die Sicherheitsvorkehrungen in vielen Städten und öffentlichen Gebäuden sind seit 2008 deutlich verschärft worden, Reisende müssen daher mit regelmäßigen Kontrollen, gelegentlich auch mit kurzfristig anberaumten Reisebeschränkungen rechnen. In Belutschistan und Khyber-Pakhtunkhwa (ehemals Nordwestgrenzprovinz), insbesondere in der Provinzhauptstadt Peshawar, besteht ein erhöhtes Entführungsrisiko. Anfang Juli 2011 wurde ein schweizer Ehepaar entführt, das mit einem Auto in Belutschistan unterwegs war. Das Ehepaar konnte erst am 17. März 2012 in die Schweiz zurückkehren. Ein Anfang Januar 2012 entführter britischer Mitarbeiter des Internationalen Roten Kreuzes in Quetta wurde am 29. April 2012 ermordet aufgefunden. Am 13. März 2013 wurden in Belutschistan zwei tschechische Touristinnen, die von Iran aus nach Pakistan auf dem Landweg eingereist waren, entführt. Auch in anderen Landesteilen ist es zu Entführungen von Ausländern gekommen: am 13. August 2011 wurde ein US-Bürger in Lahore, am 19. Januar 2012 ein deutscher und ein italienischer Staatsangehöriger in Multan (Südpunjab) verschleppt. Terrorismus Die Gefährdung durch terroristische Anschläge, insbesondere Sprengstoffanschläge und Selbstmordattentate, bleibt in Pakistan hoch. Solange die militärischen Auseinandersetzungen zwischen der pakistanischen Armee und den Taleban in Khyber-Pakhtunkhwa und den Stammesgebieten (FATA) andauern, muss mit weiteren Terroranschlägen gerechnet werden. Daneben besteht weiterhin die Gefahr religiös motivierter Terroranschläge durch radikale Gruppierungen. Der regionale Schwerpunkt terroristischer Anschläge liegt sehr deutlich in Khyber-Pakhtunkhwa, den Stammesgebieten FATA und in Belutschistan; dort sind auch die meisten Opfer zu beklagen Die Anschläge richten sich vor allem gegen:
  • Streitkräfte (u. a. Kommandoangriffe auf einen pakistanischen Marinestützpunkt in Karachi sowie den Luftwaffenstützpunkt Kamra am 16. August 2012)
  • Sicherheitsdienste und Polizei (u. a. Angriff auf ein Hotel in Lahore, in dem Polizei-Auszubildende untergebracht waren, am 12. Juli 2012, Selbstmordanschlag auf eine Polizeistation in Bannu/Khyber-Pakhtunkhwa am 10. Dezember 2012),
  • Veranstaltungen politischer Parteien (u. a. Ermordung eines Ministers der Provinzregierung Khyber-Pakhtunkhwas durch einen Selbstmordattentäter am 22. Dezember 2012).
  • religiöse Stätten und Moscheen (u. a. am 28. Mai 2012 in der Khyber Agency/FATA und am 2. Februar 2013 in Hangu/Khyber-Pakhtunkhwa) bzw. Prozessionen (am 21. November 2012 in Rawalpindi). Die meisten Anschläge richten sich dabei gegen die schiitischen Bevölkerungsgruppen.
Gelegentlich kommt es auch zu Anschlägen auf Märkten, (beispielsweise in Peshawar am 31. August 2012), oder Infrastruktureinrichtungen (z. B. Bombenanschlag am 24. April 2012 auf dem Bahnhof in Lahore Kommandoangriff auf den Flughafen Peshawar am 15. Dezember 2012). Daneben können auch solche Orte zu Anschlagszielen werden, die symbolisch für westliche Interessen stehen. 2008 war ein internationales Hotel in Islamabad, 2009 in Peshawar das Ziel von Bombenanschlägen. In Islamabad sprengte sich 2009 ein Selbstmordattentäter im Bürogebäude des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen in die Luft. Am 5. April 2010 wurde das amerikanische Generalkonsulat in Peschawar von einem Terrorkommando angegriffen, am 20. Mai 2011 und am 3. September 2012 waren jeweils PKWs des US-Generalkonsulats in Peschawar Ziele von Anschlägen. Reisen über Land Vor Reisen nach Khyber-Pakhtunkhwa (ehemals Nordwestgrenzprovinz NWFP), insbesondere in das Swat-Tal, sowie in die Stammesgebiete an der Grenze zu Afghanistan (die sog. Federally Administered Tribal Areas, FATA), wird gewarnt. Die pakistanischen Streitkräfte führten 2009 groß angelegte Operationen gegen militante Gruppen im Swat-Tal und in Süd-Wasiristan (FATA) durch. Es kommt dort und auch in den übrigen Regionen der FATA immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen dem Militär und militanten Gruppen. Weite Teile dieser Gebiete sind für Ausländer gesperrt. In Gilgit-Baltistan, den früheren Northern Areas, führen Konflikte zwischen Schiiten und Sunniten gelegentlich zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Westliche Ausländer sind bislang nicht Ziel der streitenden Gruppen, sie können aber bei Ausschreitungen gefährdet werden. Am 3. April 2012 wurde in der Stadt Gilgit durch das pakistanische Militär eine Ausgangssperre verhängt, um religiös motivierte Unruhen, die zuvor 14 Tote und über 50 Verletzte gefordert hatten, einzudämmen. Zudem wurde das Mobilfunknetz in Gilgit abgeschaltet und der Karakorum Highway gesperrt; die pakistanische Fluglinie PIA stellte ihre regulären Flüge nach Gilgit ein. Als Vorsichtsmaßnahme flog die pakistanische Luftwaffe ca. 120 ausländische Touristen am 8. April nach Islamabad aus. Am 29. April 2012 konnten die Ausgangssperre und die übrigen Sicherheitsmaßnahmen wieder aufgehoben werden. Reisen dorthin sollten bevorzugt auf dem Luftweg (Flughäfen Gilgit und Skardu) durchgeführt werden; allerdings können die Flugverbindungen kurzfristig wetterbedingt, z. T. über mehrere Tage, ausfallen. Der Karakorum Highway erlaubt, insbesondere wegen laufender Bauarbeiten, Erdrutsche nach Monsunregenfällen, in weiten Abschnitten nur eine geringe Reisegeschwindigkeit; kriminelle Übergriffe auf Touristen sind in den vergangenen Monaten nicht bekannt geworden, wohl aber religiös motivierte Angriffe auf Schiiten, die auf dem Karakorum Highway unterwegs waren.  Die Ermordung einer Gruppe von ausländischen Bergsteigern in einem Basislager des Nanga Parbat in der Nacht vom 22. auf den 23. Juni 2013 lässt sich derzeit noch nicht abschließend einordnen. Durch einen Erdrutsch am 4. Januar 2010 bei Attaabad im oberen Hunza-Tal (Gilgit-Baltistan, ehemals „Northern Areas") wurde der Hunza-Fluss aufgestaut und bildete einen See von ca. 20 km Länge Der Damm hat sich bisher als sehr stabil erwiesen. Die pakistanischen Behörden und die Armee, bemühen sich dennoch, mittels Sprengungen den Wasserspiegel kontrolliert zu verringern, um somit das Risiko eines unkontrollierten Ablaufs zu verringern. Es wird daher empfohlen, vor Reisen in diese Gegend sich bei Reiseunternehmen und pakistanischen Behörden zur aktuellen Lage zu informieren. Durch diesen See ist der Karakorum Highway streckenweise überflutet worden, wodurch die Straßenverbindung zum nördlich gelegenen Gojal-Distrikt und zur Grenze zu China unterbrochen wurde. Der Gojal-Distrikt kann derzeit nur mit Hubschraubern oder Fährbooten erreicht werden. Wann der Karakorum Highway in diesem Bereich – und damit die Straßenverbindung nach China – wieder befahrbar sein wird, ist derzeit nicht absehbar. Es wird vor Reisen nach Belutschistan gewarnt. Unzufriedene Stammesgruppen und separatistische Kräfte greifen regelmäßig Infrastruktureinrichtungen und Armeekräfte an und verüben Sprengstoffanschläge. Armee und Luftwaffe gehen gegen die Aufständischen vor. Daneben kommt es auch zu religiös motivierten Anschlägen, denen v. a. Schiiten zum Opfer fallen. In Quetta richten sich die Anschläge, zuletzt am 10. Januar 2013 und am 16. Februar 2013, gegen die Volksgruppe der Hazaras. In den letzten Jahren kam es in Karachi häufig zu innenpolitisch, religiös und ethnisch motivierten Auseinandersetzungen bis hin zu bewaffneten Straßenschlachten, bei denen Dutzende von Todesopfern und zahlreiche Verletzte zu beklagen waren. Am 28. Dezember 2009 und am 5. Februar 2010 wurden bei Bombenanschlägen auf Prozessionen der Shia-Muslimminderheit in der Innenstadt zahlreiche Menschen getötet und verletzt. Zuletzt kam es in Reaktion auf die Tötung Osama Bin Ladens zu mehreren Terroranschlägen in Karachi, zuletzt auf eine Marinebasis im Norden der Stadt am 22. Mai 2011. Für Besucher empfiehlt sich, eine enge Abstimmung der Reisepläne mit den Partnern bzw. dem deutschen Generalkonsulat vor Ort zu suchen. Die Grenzgebiete zu Afghanistan, Iran und Indien sind nicht bzw. nur mit offizieller Genehmigung zugänglich. Dies gilt auch für den von Pakistan verwalteten Teil Kaschmirs („Azad Jammu and Kashmir") entlang der Waffenstillstandslinie (Line of Control, LoC). Für Afghanistan besteht eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts. Der Grenzübergang nach Indien (Wagah/Atari zwischen Lahore und Amritsar) ist offen, ebenso wie die direkte Transitstrecke dorthin. Die Mitnahme eines Kfz bei der Grenzüberquerung erfordert meist eine gesonderte Genehmigung. Wegen der Entführungsgefahr im iranisch-pakistanischen Grenzgebiet und wegen der Reisewarnung für die Provinz Belutschistan werden von der Botschaft Islamabad keine Empfehlungsschreiben zur Erlangung eines iranischen Visums erteilt. Kriminalität In Karachi sollte wegen der allgemein angespannten Sicherheitslage und der hohen Kriminalitätsrate vom Besuch abgelegener Stadtbezirke abgesehen werden. Vor Stadterkundungen sollte ortskundiger Rat eingeholt werden. Auch das innere Sindh ist durch hohe Kriminalität, insbesondere Entführungen, gefährdet. Blasphemie (Gotteslästerung) und Drogendelikte werden mit harten Gefängnisstrafen, unter Umständen mit der Todesstrafe geahndet (siehe auch strafrechtliche Bestimmungen). Für weitere Informationen steht die Deutsche Botschaft in Islamabad bzw. das Deutsche Generalkonsulat in Karachi zur Verfügung.