Barbados › › ›

Wirtschaftsprofil
Wirtschaft
Wichtige Wirtschaftszweige
Größter Wirtschaftszweig auf Barbados war bisher der Zuckerrohranbau – die konstant niedrigen Weltmarktpreise der achtziger und neunziger Jahre veranlassten die Regierung jedoch, verstärkt den Tourismus zu fördern und die Leichtindustrie auszubauen. Der Tourismus bietet mittlerweile die meisten Arbeitsplätze. Zucker und Rum haben sich als Exportfaktor etabliert. Die Leichtindustrie (Elektronik-Bauteile, elektrische Geräte) war weniger erfolgreich, da die Nachfrage in den USA, dem Hauptabsatzmarkt dieser Produkte, stark zurückging. Erdöl ist ein weiterer wichtiger Industriezweig des Landes - zwei Drittel der vor der Küste gewonnen Mengen werden exportiert, der Rest ist für den Eigenbedarf bestimmt. Die Erdölgewinnung wurde Mitte der neunziger Jahre forciert. Der Dienstleistungssektor hat einen Anteil von etwa 78% am Bruttoinlandsprodukt, die Industrie 16% und der Agrarsektor 6% (Stand: 2000).

Wirtschaftslage
In den Jahren 2002 und 2003 sank das Wirtschaftswachstum, weil die Besucherzahlen im Tourismussektor rückläufig waren. Seit 2005 war ein erneutes Wachstum zu verzeichnen, was vor allem auf verbesserte Wirtschaftsbedingungen in den USA und Europa zurückzuführen ist. Das Land konnte im Jahr 2006 eine seit sieben Quartalen konstante Wachstumsrate von über 3 % verzeichnen – so viel wie noch nie zuvor. 2008 betrug die Wachstumsrate der Wirtschaft vor dem Hintergrund der sich ausweitenden Weltwirtschaftskrise und rückläufigem Tourismus nur noch 1,5 %.
Aus einer im Jahr 2008 unternommenen Bewertung des Index of Economic Freedom (Index der wirtschaftlichen Freiheit) geht hervor, dass die Wirtschaft von Barbardos zu 71,3 % frei ist und in der Welt den 21. Rang einnimmt. Die Insel liegt mit den damit einhergehenden verbesserten Investitionsbedingungen weit über dem Durchschnitt der Region.
Barbados verfügt über gut ausgebaute Verkehrs- und Telekommunikationsnetze - ein großer Pluspunkt für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung des Landes.

Wirtschaftspolitik
Die Regierung versucht die hohe Arbeitslosigkeit von 10,5 % (Stand: 2003) durch Anreize für ausländische Direktinvestitionen sowie die Prvatisierung der verbliebenen staatlichen Unternehmen zu senken.
Barbados erhält finanzielle Unterstützung aus Großbritannien und den USA und ist Mitglied der karibischen Wirtschaftsgemeinschaft CARICOM, die besonders den regionalen Handel vorangetrieben hat. Zwischen der Schweiz und den Barbados besteht seit dem 22. Dezember 1995 ein Investitionsschutzabkommen zum Schutz und zur Förderung gegenseitiger Investitionen. Die Karibikinsel ist um ein neues Präferenzabkommen mit der Europäischen Union bemüht.

Handelspartner
Die wichtigsten Handelspartner sind die USA (35% aller Importe kommen von dort), Großbritannien und die CARICOM-Länder.
Umgangsformen
Tropenanzüge oder Hemd und Krawatte sind angebracht. Die Gepflogenheiten unter Geschäftsleuten sind denen in Europa sehr ähnlich, z.B. das Austauschen von Visitenkarten.

Geschäftszeiten:
Mo-Fr 08.00-16.00 Uhr.
Kontaktadressen
Barbados Chamber of Commerce and Industry (Industrie- und Handelskammer)
Braemar Court, Deighton Road, St. Michael
Tel: (246) 620 47 50.
Internet: www.bdscham.com

Barbados Investment & Development Corporation (Investitions- und Entwicklungskorporation)
PO Box 1250 Pelican House, Princess Alice Highway, Bridgetown
Tel: 427 53 50.
Internet: www.bidc.com
Konferenzen/Tagungen
Barbados möchte sich als bester Tagungsort der Karibik etablieren. Geschäftsreisenden und Veranstaltern von Konferenzen und Tagungen stehen vor allem in Bridgetown eine Anzahl von voll klimatisierten und bestens ausgestatteten Einrichtungen zur Verfügung. Sie bieten Kapazitäten von 15 bis 2.500 Teilnehmern. Weitere Auskünfte von:

Barbados Conference Services Limited
Two Mile Hill, St. Michael
Tel: 467 82 00.
Internet: www.bcslbarbados.com