Antigua und Barbuda › › ›

Wirtschaftsprofil
Wirtschaft
Wichtige Wirtschaftszweige
Antigua und Barbuda gehörte zu den ersten Ländern der Karibik, die Ende der sechziger Jahre begannen, den Tourismus zu fördern. Ende der achtziger Jahre gab es einen zweiten Boom, im Zuge dessen weitere Projekte verwirklicht wurden. Tourismus und Finanzdienste sind heute die Haupteinnahmequellen und erbringen rund 74,3 % des Bruttoinlandsprodukts, 60% davon fallen auf den Tourismussektor (Stand: 2008). Die Tourismusindustrie musste in den vergangenen Jahren wegen Hurrikanschäden größere Einbußen hinnehmen und das Finanzwesen geriet zeitweise wegen zweifelhafter Verbindungen zu Geldwäscheunternehmen in Verruf. Der Anteil des Agrarsektors am Bruttoinlandsprodukt liegt bei 3,8 % und der Industrie bei 22 % (Stand: 2008). Weitere Einnahmequellen sind die zwei Militärstützpunkte der Amerikaner.
Durch seine geographische Lage ist das Land besonders durch Naturkatastrophen gefärdet.

Wirtschaftslage
Ende 2003 lag die Arbeitslosenquote bei über 12% mit steigender Tendenz. Das Land hat ein hohes Außenhandelsdefizit und eine negative Zahlungsbilanz. Ende 2004 war das Land wegen seiner Kreditunwürdigkeit stark in seinem Handlungsspielraum eingeschränkt. Die Staatsverschuldung lag 500% über den Staatseinkünften. Die derzeit amtierende Regierung konnte in den vergangenen Jahren die hohe Verschuldung von 120 % des BIP auf etwa 90 % reduzieren (Stand: 2008).
Der Bauboom im Zusammenhang mit dem expandierenden Tourismussektor sowie dem Cricket Word Cup 2007 hatte zwischen 2003 und 2007 für hohe, teilweise zweistellige Wachstumsraten gesorgt. Das Wirtschaftswachstum betrug 2008 nor noch 4,2 % (2007: 6,9 %).

Wirtschaftspolitik
Um nicht allein vom Dienstleistungssektor abhängig zu sein, versucht die Regierung, der Wirtschaft eine breitere Basis zu verschaffen. So werden die herstellende Industrie, Fischfang und Fischzucht sowie der Anbau von Obst und Gemüse verstärkt gefördert, um die Importabhängigkeit zu reduzieren. Einige Firmen in der Leichtindustrie stellen Textilien, Papier, Möbel und Haushaltsgeräte her. Außerdem erhält Antigua beträchtliche Entwicklungshilfezahlungen. Weiterhin ist die Regierung bemüht, die hohe Staatsverschuldung durch eine restriktivere Finanzpolitik zu bremsen, was ihr gelingt. Der Korruption soll mit mehr Transparenz im öffentlichen Dienst begegnet werden.
Die Handelsbeziehungen zur EU sollen sich dank des im Oktober 2008 unterzeichneten Wirtschaftspartnerschaftsabkommens (Economic Partnership Agreement, EPA) positiv entwickeln. 

Handelspartner
Haupthandelspartner sind die USA, Puerto Rico, Großbritannien, Kanada und die Länder des karibischen CARICOM-Handelsblocks, dem auch Antigua und Barbuda angehören. Das Land ist außerdem um die Fortschreibung des Programms, das die Präferenzregelungen für den europäischen Markt festlegt, bemüht.
Umgangsformen
Ein leichter Anzug und Krawatte bzw. leichtes Kostüm sind in der Regel angemessen. Auf Pünktlichkeit wird Wert gelegt. Visitenkarten sind üblich. Verhandlungen werden auf Englisch geführt.
Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.00-12.00 und 13.00-16.30 Uhr.
Kontaktadressen
Antigua and Barbuda Chamber of Commerce and Industry Ltd (Industrie- und Handelskammer)
PO Box 774, 7, Redcliffe and Cross Streets, St. John’s
Tel: 462 07 43.
Konferenzen/Tagungen
Einige der Hotels, die zur Antigua Hotel & Tourist Association (Adresse s. Unterkunft) gehören, bieten Konferenzeinrichtungen. Informationen sind vom Fremdenverkehrsamt oder von folgender Organisation erhältlich:

Alexander Parrish (Antigua) Ltd
Redcliff Street, PO Box 45, St. John’s
Tel: 462 06 38.
Internet: www.apalantigua.com
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