Mittelamerika

Honduras

Reise- und Sicherheitsinformationen
Honduras
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 22.03.2016
Unverändert gültig seit: 17.03.2016
Aktuelle Hinweise In der Region, inklusive Honduras wird aktuell eine deutliche Zunahme von durch Mücken übertragbaren Zika-Virus-Infektionen beobachtet, die für ungeborene Kinder eine Gefahr darstellen können. Schwangeren wird daher empfohlen, von vermeidbaren Reisen in ZIKA-Virus-Ausbruchsgebiete abzusehen. (Näheres siehe Medizinische Hinweise). Die seit Anfang Juni 2015 anhaltenden wöchentlichen Demonstrationen gegen Korruption und für die Absetzung des Präsidenten ebben langsam ab und verlaufen weiterhin friedlich. Dennoch wird Reisenden im gesamten Land dringend geraten, sich umsichtig zu verhalten und die Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen. Demonstrationen, Kundgebungsorte und Menschenansammlungen sollten gemieden werden. Landesspezifische Sicherheitshinweise Die Kriminalität in Honduras hat ein alarmierendes Ausmaß erreicht. Sie zeichnet sich aus durch hohe Gewaltbereitschaft auch unter Drogeneinfluss und eine geringe Hemmschwelle beim Gebrauch von Schusswaffen. Diese Faktoren haben das Risiko bei Reisen nach und in Honduras in den letzten Jahren erhöht. Entführungen und Überfälle unter Schusswaffengebrauch in San Pedro Sula, Tegucigalpa, La Ceiba und auf den Bay Islands nehmen zu. Besondere Besorgnis erregen gewalttätige Jugendbanden (maras), denen sich nach Weltbankberichten in Honduras mittlerweile über 40.000 Jugendliche angeschlossen haben. Auch deutsche Staatsangehörige zählten in der Vergangenheit zu den Opfern. Von Reisen per Anhalter wird (insbesondere Frauen) dringend abgeraten. Aber auch die Benutzung von Taxis und Überlandbussen ist nicht ungefährlich. Gelegentlich kommt es zu Überfällen durch die Taxifahrer selbst. In den letzten Monaten häufen sich auch Berichte über sogenannte geklonte Taxis, die offizielle Nummern und Anstriche nachahmen. Die Benutzung von Radiotaxis wird deshalb empfohlen, da dort Fahrer, Nummer des Fahrzeugs und Fahrtziel von der Taxizentrale notiert werden.  Übergriffe auf Reisende werden insbesondere in den größeren Städten, auf der Strecke von San Pedro Sula zur Mayastätte Copán, aber auch in den Naturparks und Wandergebieten gemeldet. Besondere Vorsicht wird an der Karibikküste empfohlen, insbesondere in und um Tela, La Ceiba und San Pedro Sula. Von Strandbesuchen nach Einbruch der Dunkelheit wird dringend abgeraten. Nach der Ermordung von zwei Mitgliedern von Nichtregierungsorganisationen ist die Lage in der Umgebung der Stadt La Esperanza im Department Intibuca angespannt. Von Reisen in diese Region ohne zwingenden Grund sollte daher bis auf weiteres abgesehen werden. Wegen der häufigen Überfälle und Diebstähle sollten Reisende Schmuck, größere Mengen an Zahlungsmitteln sowie Dokumente möglichst im Hotelsafe aufbewahren und unsichere Stadtviertel - insbesondere bei Dunkelheit - meiden. Ausweispapiere sollten nur in Kopie mitgeführt werden. Frauen wird empfohlen, bei Weisungen der Sicherheitskräfte (Polizei, Militär) zum Mitkommen auf Begleitung durch eine weitere Person zu bestehen. Sollte es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem bewaffneten Überfall kommen, wird empfohlen, auf keinen Fall Widerstand zu leisten. Wirtschaft Potentiellen Investoren in Honduras wird empfohlen, sich an die Deutsch-Honduranische Industrie- und Handelskammer (Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://honduras.ahk.de) in Tegucigalpa zu wenden, um spezifische Auskünfte über das Investitionsklima und Sicherheitsaspekte, auch der rechtlichen Sicherheit, einzuholen. Das im Jahr 1998 in Kraft getretene bilaterale Investitionsschutzabkommen hilft theoretisch, Vorbehalte zu überwinden, jedoch ist die Anwendung der inhaltlichen Substanz des Abkommens erfahrungsgemäß schwierig und mit juristischen Hürden verbunden. Naturkatastrophen Honduras liegt in der hurrikangefährdeten Zone (Hurrikansaison: ca. Juni bis November). Während der Hurrikan-Saison muss in den touristisch erschlossenen Gebieten vor allem an der Karibikküste und auf den Inseln "Islas de la Bahia" mit Beeinträchtigungen bei Verkehrsverbindungen sowie Strom- und Wasserversorgung gerechnet werden. Häufig kommt es nach starken Regenfällen zu Überschwemmungen. Die Anweisungen der Behörden (z.B. Evakuierungsmaßnahmen) sollten befolgt werden. Bitte informieren Sie sich sowohl vor als auch während Ihres Hondurasaufenthaltes regelmäßig in den Medien und im Internet über aktuelle Unwetterwarnungen und Unterbrechungen der Verkehrswege auf der Internetseite des staatlichen honduranischen technischen Hilfswerks COPECO unter Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://copeco.gob.hn. Weltweiter Sicherheitshinweis Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten: Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.auswaertiges-amt.de