Central America

Costa Rica

Reise- und Sicherheitsinformationen
Costa Rica
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 21.05.2016
Unverändert gültig seit: 19.05.2016
Aktuelle Hinweise Der Vulkan Turrialba (ca. 70 km östlich der Hauptstadt San José) ist wieder aktiv und stößt seit einigen Wochen auf der westlichen Kraterseite aufgrund regelmäßiger, starker Eruptionen hohe Asche- Gestein- und Gaswolken aus. Die Asche geht seit dem 12.05.2016 auch im Großraum San José und im Valle Central nieder. Der Flugverkehr auf dem Internationalen Flughafen San Juan Santamaria in Alajuela ist derzeit nicht beeinträchtigt. Landesspezifische Sicherheitshinweise Kriminalität Reisenden sollte sich bewusst sein, dass die Gefährdung durch Kriminalität in Costa Rica nicht mit europäischen Verhältnissen vergleichbar ist und mit einer höheren Gewaltbereitschaft gerechnet werden muss. Dies gilt vor allem nach Einbruch der Dunkelheit (ganzjährig ab 18 Uhr). Hinsichtlich des Kriminalitätsniveaus liegt das Land in Lateinamerika auf einem mittleren Platz. Allerdings ist in den letzten Monaten eine Zunahme von Raubüberfällen feststellbar. Besondere Vorsicht wird in San José (dort insbesondere in der Umgebung der Busbahnhöfe), zwischen Jacó und Quepos und an den Stränden in der Provinz Guanancaste am Pazifik empfohlen. In Sámara und Nicoya (Provinz Guanacaste) wurden vermehrt Touristen, insbesondere Frauen, auf der Küstenstrasse zwischen den Orten Santa Teresa und Coyote an den Flussübergängen Rio Ario und Rio Bongo Opfer von bewaffneten Überfällen und sexuellen Nötigungen. An der Karibikküste weist die Gegend der Hafenstädte Moin und Limón eine besonders hohe Gewaltkriminalität auf. In den beliebten Touristenzentren Cahuita und Puerto Viejo südlich von Limón sind besonders ausländische Staatsangehörige häufiger Ziel von bewaffneten Raubüberfällen. Wertsachen sollten nur im unbedingt erforderlichen Umfang mitgeführt und auf Schmuck ganz verzichtet werden, ebenso auf sichtbar getragene Gürteltaschen. Gepäck sollte man nie - auch nicht in abgeschlossenen Fahrzeugen - unbeaufsichtigt lassen und Fahrzeuge nur auf gut eingezäunten und bewachten Parkplätzen (parqueo publico) abstellen. Selbst im Kfz gelassene nicht sichtbare elektronische Geräte werden von den Dieben mittels eines Scanners entdeckt und entwendet. Busreisende sollten berücksichtigen, dass von Transportunternehmen Schadenersatz für abhanden gekommenes/gestohlenes Reisegepäck nicht zu erhalten ist. Gepäck sollte daher nach Möglichkeit im Personenteil des Busses transportiert und nicht aus den Augen gelassen werden. Besonders verbreitet ist der Diebstahl der in der Gepäckablage verstauten Tagesrucksäcke, durch Ablenkungsmanöver (z. B. das Herunterfallenlassen von Objekten/Kreditkarten). Pässe, Kreditkarten und andere wichtigen Dokumente sollten unbedingt am Körper getragen werden und Taschen bei Busfahrten im Fußraum verstaut werden. Besondere Risiken bestehen bei Nachtfahrten und Unternehmungen in der Dunkelheit (ganzjährig ab 18 Uhr). Verbreitet sind außerdem Einbruch- und Trickdiebstähle - selbst auf belebten Parkplätzen. Gepäck sollte daher im Fahrzeug so wenig wie möglich sichtbar sein. Auch bei Tageslicht und bei nur geringer Entfernung vom Fahrer werden Autos - insbesondere Mietwagen – aufgebrochen  und Gepäckstücke entwendet. Mietwagentouristen, die wegen eines „arrangierten" platten Reifens anhalten müssen, wird scheinbar Hilfe angeboten und in einem unbeobachteten Moment Gepäck entwendet. An Ampeln oder in dichtem Verkehr werden Autoscheiben eingeschlagen, um das auf dem Beifahrer- oder Rücksitz befindliche Gepäck zu entwenden. Es wurden Entführungen bekannt, wobei Touristen bei Entführungen in der Regel nicht die Zielgruppe sind. Es wird dringend davon abgeraten, sich bei bewaffneten Überfällen zur Wehr zu setzen, da sich viele Täter dann nicht scheuen, von der Waffe Gebrauch zu machen. Seit 2007 gibt es in Costa Rica eine Touristenpolizei, die v.a. in den großen Touristenzentren wie Jacó, Tamarindo oder San José Zentrum im Einsatz ist. Sie ist jederzeit über die kostenlose Notrufnummer 911 (auch englischsprachig) erreichbar und steht in Not geratenen Touristen zur Verfügung. Auch das hiesige Tourismusinstitut (ICT) bietet Touristen bei Fragen oder Problemen über die kostenlose Rufnummer 800-8868-7476 oder 800-8887-4766 Unterstützung an. Minderjährige stehen  in Costa Rica unter dem besonderen Schutz staatlicher Behörden (s. Hinweise für Minderjährige weiter unten im Text). Naturkatastrophen Costa Rica liegt in der hurrikangefährdeten Zone. Während der Hurrikansaison (ca. Juni bis November) kommt es immer wieder zu starken Überschwemmungen Erdrutschen sowie Brückenschäden. Es ist daher ratsam, sich in den Medien über die Wetterlage und den Zustand der Straßen zu informieren. Starke Regenfälle können gefährliche Flutwellen in Flüssen und Bächen sowohl in den Bergen als auch an der Küste auslösen. Es ist daher, insbesondere während der Regenzeit von ca. Mai bis November, besondere Vorsicht beim Baden an Wasserfällen und in Flüssen (auch wegen Krokodilen), Wanderungen in Flusstälern und Aktivitäten wie Rafting geboten. Im Zweifel sollte davon abgesehen werden. Es besteht die Gefahr von Erdbeben und Vulkanausbrüchen. Von den 16 Vulkanen in Costa Rica sind derzeit  die Vulkane Turrialba, Rincon de la Vieja, Poas und Irazú aktiv. Bei Ausbruch kann dies  zur Schließung des internationalen Flughafens Juan Santamaria in San José/Alajuela führen. Die Nationale Katastrophenschutz-Kommission (Comisión Nacional de Emergencias) informiert auf ihrer Website unter Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://www.cne.go.cr  über evtl. Katastrophengebiete. Aktuelle Informationen über die Straßenverhältnisse können Sie telefonisch unter 800-87267486 (von Costa Rica aus) erfragen (Spanischkenntnisse erforderlich).  Weltweiter Sicherheitshinweis Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten: Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.auswaertiges-amt.de