Mittelamerika

El Salvador

Reise- und Sicherheitsinformationen
El Salvador
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 22.02.2016
Unverändert gültig seit: 19.02.2016
Landesspezifische Sicherheitshinweise Kriminalität El Salvador weist in Lateinamerika und weltweit eine der höchsten Kriminalitätsraten auf. Die Zahl der gewaltbedingten Todesopfer hat sich im Vergleich zu 2014 mehr als verdoppelt. Zudem sind vermehrt ländliche Gebiete betroffen; die Gefährdung Unbeteiligter, nimmt zu. Die Gefahr von Gewaltverbrechen - insbesondere in der Nähe der touristisch interessanten Vulkane und Strände - ist überaus hoch, die Hemmschwelle beim Gebrauch von Schuss- oder Stichwaffen niedrig. Im Falle eines Überfalles ist es dringend geboten, auf Widerstand zu verzichten. Bewaffnete Raubüberfälle, Diebstahl von Autos oder Gegenständen, die sich darin befinden, aber auch Morde und Vergewaltigungen sind sehr häufig zu verzeichnen. Hinzu kommen Entführungen und Erpressungsdelikte gegenüber dem Kleingewerbe, Privatpersonen und insbesondere dem öffentlichen Nahverkehr. Von der Benutzung der Busse des regulären öffentlichen Nahverkehrs wird dringend abgeraten. Die Fahrzeuge sind nicht in verkehrssicherem Zustand. Darüber hinaus werden viele Busunternehmer von kriminellen Gruppen erpresst. Den Geldforderungen wird mit extremer Gewalt Nachdruck verliehen, zahlreiche Überfälle auf Busse sind die Folge. Die Fahrt in zugelassenen Taxis ist daher der Benutzung von Bussen in jedem Fall vorzuziehen.   Fernbusse ohne Zwischenhaltestellen weisen dagegen allgemein- und sicherheitstechnisch weit höhere Standards auf. Mehrere Busunternehmen bieten Direktverbindungen in die Hauptstädte der umliegenden Länder an. Die dafür eingesetzten Busse sind meist in einem guten technischen Zustand. Im Jahre 2012 wurde allerdings auf der Strecke nach Guatemala-Stadt auf guatemaltekischer Seite auch einmal ein solcher Bus überfallen; die Sicherheitsmaßnahmen wurden danach verbessert. Häufig kommt es auch zu Überfällen auf Personen, zum Teil mit Todesfolge, nachdem sie Geld in Banken oder am Geldautomaten abgehoben hatten. Hier ist besondere Vorsicht geboten: Verhalten Sie sich möglichst unauffällig und achten Sie auf Ihre Umgebung. Vom Abheben hoher Bargeldbeträge wird dringend abgeraten. Aufgrund verschärfter Auseinandersetzungen zwischen staatlichen Sicherheitskräften und bewaffneten Banden kam es 2015 zu einzelnen Anschlägen mit Autobomben auf staatliche Einrichtungen. Reisende sollten staatliche Einrichtungen nur aufsuchen, wenn dies sachlich geboten ist und sich nicht unnötig lange in oder vor diesen Einrichtungen aufhalten. Reisen über Land Als besonders gefährlich müssen insbesondere die großen Städte San Salvador, Santa Ana und San Miguel, sowie die Departamentos La Paz, La Libertad, Cuscatlán, Usulután und Sonsonate angesehen werden. Auch in der Nähe der großen Hotels der Hauptstadt („Zona Rosa") kommt es regelmäßig zu Überfällen. Es wird empfohlen, auch bei kurzen Wegstrecken ein Auto (zugelassene Taxis haben ein „A" als ersten Buchstaben auf dem Nummernschild) zu benutzen. Die Flughafentaxis werden von der Kooperative ACACYA (Tel. +503-2521-1000) betrieben. Reisende sollten unter keinen Umständen auf Taxis oder sonstige Fahrzeuge zurückgreifen, deren Fahrer dort ihre Dienste außerhalb des eingezäunten ACACYA-Parkplatzes anbieten. Einzelreisende sollten besonders vorsichtig sein. Nach Möglichkeit sollten nur Hauptstraßen genutzt und Nebenstraßen vermieden werden. Auf Wandertouren oder ähnliche Ausflüge ohne kundige Begleitung abseits der Hauptverkehrsstraßen sollte verzichtet werden. Halten Sie die Türen und Fenster Ihres Autos geschlossen. Nehmen Sie keine Anhalter mit und halten Sie auch nicht bei einem scheinbaren Unfall, sondern verständigen Sie die nächste Polizeidienststelle (schon mancher Unfall wurde fingiert, um den zu Hilfe Eilenden auszurauben). Naturkatastrophen El Salvador liegt in einer durch Erdbeben und Hurrikans gefährdeten Region. Des Weiteren besteht die Gefahr von Vulkanausbrüchen. Der im Osten El Salvadors bei San Miguel gelegene Vulkan Chaparrastique ist nach vermehrtem Ascheausstoß im Dezember 2013 weiterhin leicht aktiv. Starkregenfälle können in der Regenzeit (ca. Mai bis Oktober) wie zuletzt 2011 geschehen, innerhalb kurzer Zeit die Infrastruktur im gesamten Land schwer beschädigen. Weltweiter Sicherheitshinweis Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten: Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.auswaertiges-amt.de