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Gesundheit
Erforderliche Impfungen
KranheitBesondere VorsichtImpfnachweis
Essen & Trinken2-
MalariaNein-
Typhus & PolioJa-
Cholera1
GelbfieberNein
Vorsichtsmaßnahmen
Landesweit besteht während der Monate April bis Oktober das Übertragungsrisiko von Borreliose durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Auch die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird landesweit durch Zecken übertragen. Hier ist zusätzlich zu den oben genannten Schutzmaßnahmen eine Impfung möglich.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

HIV/Aids verbreitet sich zunehmend und ist eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Tollwut kommt landesweit vor. Hauptüberträger sind Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Gesundheitsvorsorge
Die medizinische Versorgung entspricht nicht westeuropäischem Standard, eine Versicherung bei einer Flugrettungsgesellschaft ist daher empfehlenswert. Bei leichten Erkrankungen sollte man sich an die Hotelleitung wenden. Bei schweren Krankheitsfällen ist es ratsam, das Land zu verlassen.

Wer auf Medikamente angewiesen ist, sollte seine Reiseapotheke entsprechend bestücken, da viele Medikamente in der Ukraine nicht erhältlich sind. Man sollte sich vor der Abreise vergewissern, ob für die benötigten Arzneimittel eventuell Einfuhrbeschränkungen bestehen.

Krankenversicherungspflicht
Grundsätzlich muss in jedem Fall eine in der Ukraine gültige Krankenversicherungspolice für die Aufenthaltszeit abgeschlossen werden. Ein Versicherungsschutz einschließlich Evakuierung im medizinischen Notfall per Rettungsflug für die Dauer des Aufenthaltes sollte in jedem Fall bestehen.
Vogelgrippe
Die Vogelgrippe hat im Dezember 2005 erstmals das Gebiet der Krim erreicht.

Reisende sollen sich von Geflügel fernhalten und jeglichen Kontakt mit lebenden und toten Tieren meiden. Auf den Verzehr von rohen Geflügelgerichte und Eiern sollte verzichtet werden. Gut durchgekocht können Geflügelspeisen und Eier jedoch bedenkenlos genossen werden. Generell wird als Vorsichtsmaßnahme eine gründliche Reinigung der Hände mit Wasser und Seife oder auch alkoholischen Händedesinfektionslösungen empfohlen.
Gesundheitszeugnis
Ausländer, die länger als 6 Monate im Land bleiben und arbeiten oder studieren wollen, müssen einen negativen HIV-Test in englischer Sprache vorweisen oder den Test im Land durchführen lassen. Bei positivem Ergebnis kann die Ausweisung erfolgen.
Aktueller Hinweis
In der Ukraine kommt es derzeit zu einem massiven Ausbruch der Influenza A (H1N1, "Schweinegrippe"). Betroffen sind vor allem die westlichen Provinzen. Die Schulen wurden für mehrere Wochen geschlossen und öffentliche Veranstaltungen abgesagt. Reisende sollten sich besonders gründlich an Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen mit Wasser und Seife und Fernhalten von Erkrankten halten und Menschenansammlungen meiden.
Hinweis
[1] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch, v.a. in den Sommermonaten in den südlichen Bereichen. Um sich zu schützen sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Eine Impfung ist nur in seltenen Fällen zu empfehlen.

[2] Wegen der Gefahr möglicher Darminfektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Leitungswasser ist nicht immer keimfrei und sollte vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

Milch ist pasteurisiert und kann, ebenso wie einheimische Milchprodukte, unbesorgt verzehrt werden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. Nicht ganz auszuschließen ist, dass Waldpilze noch erhöhte radioaktive Belastung aufweisen. Daher sollte auf deren Verzehr weitgehend verzichtet werden.
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