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Wirtschaftsprofil
Wirtschaft

Wichtige Wirtschaftszweige
Die belgische Wirtschaft lebt vom Außenhandel, über 75 % des Bruttoinlandsprodukts wird (mit steigender Tendenz) durch Exporte erzielt – Belgien ist somit die zehntgrößte Exportnation weltweit. Dabei gingen 50 % der Exporte nach Deutschland, Frankreich und in die Niederlande. Durch die Abhängigkeit von der Weltwirtschaftslage erwachsen einer derart exportorientierten Wirtschaft große Probleme. Belgien hat nur wenig Bodenschätze und muss fast alle Brenn- und Rohstoffe importieren. Fertigprodukte, Maschinen, Transportmittel und chemische Erzeugnisse sind die wichtigsten Ausfuhrgüter des Landes.

Wirtschaftslage
Die positive Entwicklung der stark vom Export abhängigen Wirtschaft  verlangsamte sich durch die weltweite Finanzkrise seit 2008 stark. Das BIP betrug 2008 nur noch rund 1 %. Die Inflationsrate ist in den letzten Jahren stetig gestiegen; betrug sie 2007 noch 1,8 %, lag sie 2008 bei 4,5 %. Im Februar 2009 lag sie schon wieder bei 1,9 %Die Arbeitslosigkeit in Belgien blieb im gleichen Zeitraum relativ konstant, 2008: 7 % (2007: 7,5 %). Seit dem Beginn der Weltwirschaftskrise stieg dieser Prozentsatz wieder leicht an. Es bestehen starke regionale Unterschiede; im flämischen Norden ist die Arbeitslosenquote allgemein niedriger ist als im wallonischen Süden.

Wirtschaftspolitik
Erforderlich ist eine weitere Konsolidierung der Finanzen, verringertes Ausgabenwachstum und eine Abstimmung der Fiskalreformen. Strukturreformen werden zurzeit verwirklicht und eine Verringerung der Staatsschulden wird angestrebt, jedoch infolge der allgemeinen Wirtschaftslage nicht erreicht.

Handelspartner
Deutschland ist Belgiens wichtigster Außenhandelspartner. Weitere Haupthandelspartner sind die EU-Länder Frankreich, die Niederlande und Großbritannien.

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen
Belgien ist Mitglied in einer Reihe von Wirtschaftsgruppierungen: Zusammen mit Luxemburg bildet es die Belgisch-Luxemburgische Wirtschaftsunion; ferner ist Belgien Gründungsmitglied der EU, OECD und WTO.
Umgangsformen
Auf Pünktlichkeit und korrektes Benehmen wird Wert gelegt, generell geht es recht formell zu. Visitenkarten sind gern gesehen. Geschäftssprachen sind Französisch oder Englisch. Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.30-17.30 Uhr.
Kontaktadressen
AHK Debelux (Deutsch-Belgisch-Luxemburgische Handelskammer
(Büro Deutschland)
Belgisches Haus, Cäcilienstraße 46, D-50667 Köln
Tel: (0221) 257 54 77.
Internet: www.debelux.org

AHK Debelux (Deutsch-Belgisch-Luxemburgische Handelskammer)
(Büro Belgien)
Manhattan Office Tower, Bolwerklaan 21 Avenue du Boulevard, B-1210 Brüssel
Tel: (02) 203 50 40.
Internet: www.debelux.org

Chambre de Commerce et d’Industrie de Bruxelles
(Industrie- und Handelskammer Brüssel)
500 Avenue Louise, B-1050 Brüssel
Tel: (02) 648 50 02.
Internet: www.ccib.be oder www.500.be

Kamer van Koophandel en Nijverheid van Antwerpen
(Industrie- und Handelskammer Antwerpen)
Markgravestraat 12, B-2000 Antwerpen
Tel: (03) 232 22 19.
Internet: www.kvkaw.voka.be

Agence pour le Commerce Exterieure (Außenhandelsagentur)
Boulevard du Roi Albert II, 30-b 36, B-1000 Brüssel 
Internet: www.abh-ace.org


Flanders Foreign Investment Office (FFIO)
Gaucheretstraat 90, B-1030 Brüssel
Tel: (02) 504 88 71.
Internet: www.ffio.com
Konferenzen/Tagungen
Brüssel ist eine der wichtigsten Kongressstädte der Welt, Konferenzlokalitäten stehen im ganzen Land zur Verfügung. Weitere Informationen über die vorhandenen Einrichtungen und Planungshilfen sind bei den folgenden Adressen erhältlich:

Flanders-Brussels Convention Bureau
Grasmarkt 61, B-1000 Brüssel
Tel: (02) 504 04 35.
Internet: www.meetingpointbelgium.be

Brussels Congress
Rue de la Violette 18-20, B-1000 Brüssel
Tel: (02) 549 50 50.
Internet: www.brusselsinternational.be

Antwerp Congres Bureau
Frankrijklei 128A, B-2000 Antwerpen
Tel: (03) 202 16 26.
Internet: www.antwerpencongresbureau.be