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Wirtschaftsprofil
Wirtschaft

Wichtige Wirtschaftszweige
Die wichtigsten Wirtschaftszweige sind Exportproduktion, Tourismus, Finanz- und sonstige Dienstleistungen (zunehmendem Maße auch Onlineglücksspiele), Werften, Lohnveredelung und der öffentliche Sektor. Der Landwirtschaftssektor ist relativ klein, es werden in erster Linie Kartoffeln, daneben auch Tomaten, Zwiebeln und Blumen für den Export angebaut. Nur 20 % des Bedarfs an Lebensmitteln wird in Malta selbst produziert. Obwohl Malta eine Insel ist, spielt die Fischerei nur eine untergeordnete Rolle. Maltas Werften sind trotz der im Zuge der globalen Rezession abnehmenden Nachfrage im internationalen Handelsschiffbau auch weiterhin eine der Haupteinnahmequellen des Landes. In den sechziger Jahren wurde die Leichtindustrie ausgebaut und heute werden hauptsächlich Textilien, Schuhwerk, Kleidung, aber auch Plastik, Druckerzeugnisse, elektronische Bauteile und Geräte hergestellt.
Der Tourismus ist eine der wichtigsten Devisenquellen und erwirtschaftet ca. 25 % des Bruttoinlandsproduktes (Stand: 2004). 2007 betrug der Anteil der Landwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt (BIP) 1,4 %, des Dienstleistungssektors 80,6 % und der verarbeitenden Industrie 18 %.
Malta verfügt über keine nennenswerten Rohstoffe und muss vor allem Erdöl importieren, was zum konstanten Außenhandelsdefizit des Landes beiträgt. Die Möglichkeit der Ausschöpfung von Erdöl- und Erdgasvorkommen vor der Küste wird z. Zt. untersucht.

Wirtschaftslage
Weltwirtschaftliche Entwicklungen sind in Malta mit seiner export- und importorientierten Wirtschaft besonders spürbar. Das Wirtschaftswachstum war 2003 negativ, verzeichnete aber seit 2005 (ca. 1,0 %) ein schwaches Wachstum, das sich 2006 (3,3 %), 2007 (3,9 %) und 2008 (2,7 %) fortsetzte. Die Arbeitslosenquote stieg in den letzten Jahren: Bis Mai 2004 auf 5,6 % und 2005 erreichte sie ca. 7,8 %. Ein positiver Trend verringerte die Quote bis 2007 auf 5,8 %. Die Inflationsrate, die 2007 noch bei 1,3 % lag, betrug 2008 schon 4,3 %.

Wirtschaftspolitik
Am 1. Januar 2008 wurde der Euro eingeführt.  Die Regierung bemüht sich, im Zuge der Umstrukturierung der Wirtschaft die so genannte Lohnveredelung abzubauen und dafür High-Tech- und Elektronikbetriebe sowie Finanzdienstleistungen zu fördern.

Handelspartner
USA, Frankreich, Singapur, Italien, Großbritannien und Deutschland.

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen
Vereinte Nationen und Unterorganisationen (seit 1964), Mitglied des Commonwealth (seit 1964), Europarat (seit 1965), International Maritime Organisation (IMO, seit 1966); Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE, seit 1972); Mitglied der Blockfreien Bewegung (seit 1973); Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO, seit 1997); Interparlamentarische Union (IPU, seit 1988). Am 1. Mai 2004 trat Malta der Europäischen Union (EU) als Mitglied bei.
Umgangsformen
In Geschäftskreisen wird hauptsächlich Englisch gesprochen. Das Geschäftsprotokoll ist konservativ. Auf Pünktlichkeit und gute Kleidung wird Wert gelegt. Die günstigsten Monate für Geschäftsreisen sind Oktober bis Mai.

Geschäftszeiten:
Mo-Fr 08.30-12.45 und 14.30-17.30 Uhr sowie Sa 08.30-12.00 Uhr. Einige Büros machen 13.00-16.00 Uhr Mittagspause.
Kontaktadressen
Deutsch-Maltesische Handelskammer
Messina Palace, 141, St. Christopher Street, Valletta VLT 02
Tel: 21 42 17 64.
Internet: www.german-maltese.com

Malta Enterprise
Enterprise Centre, Industrial Estate, San Gwann SGN 09
Tel: 25 42 00 00.
Internet: www.maltaenterprise.com

Malta Chamber of Commerce (Handelskammer)
c/o Exchange Buildings, Republic Street, MT-Valletta VLT 05
Tel: (021) 23 38 73.
Internet: www.chamber.org.mt
Konferenzen/Tagungen
Die maltesischen Fremdenverkehrsämter (s. Adressen) verleihen kostenlos ein Video mit Planungshilfen für Tagungen und Konferenzen. Weitere Informationen von:

Conference & Incentive Travel Division
Auberge d'Italie, Merchants Street, MT-Valletta
Tel: 22 91 50 00.
Internet: www.visitmalta.com