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Wirtschaftsprofil
Wirtschaft
Wichtige Wirtschaftszweige
Hauptstütze der Wirtschaft war in der Vergangenheit Bergbau. Kohle kommt in großen Mengen vor und Erze wie Chrom, Mangan, Vanadium und Platin werden ebenfalls abgebaut. Die wertvollsten Mineralien des Landes sind Gold und Diamanten, mit denen Südafrika seit Jahren den Weltmarkt beherrscht.
Der Anteil der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft am BIP  ist seit vielen Jahren rückläufig und betrug 2008 nur noch 3,3 %. Die Industrie hatte 2008 einen Anteil von 33,7 Prozent am BIP, die Dienstleistungen von 63,3 %. Größte Arbeitgeber sind der Handel, die verarbeitende Industrie, die Landwirtschaft und die Finanzbranche.
Der größte Industriezweig ist die Fertigungswirtschaft. Stahl- und Schwerindustrie produzieren Maschinen und Transportmittel. Viehzucht ist weit verbreitet und Zucker und Getreide werden in großen Mengen erzeugt. In den letzten Jahren haben High-Tech-Unternehmen und der Dienstleistungssektor einen Aufschwung erlebt. Der Tourismussektor gewinnt weiter an Bedeutung und liegt bei den Deviseneinnahmen nach Bergbau, Landwirtschaft und Automobilindustrie an vierter Stelle. Seit 1994 ist ein konstanter Anstieg der Besucherzahlen zu verzeichnen. 2002 kamen 6,4 Mio. Auslandsgäste nach Südafrika, was einer Steigerung von 11,1% gegenüber 2001 entspricht. Hauptsächlich durch Infrastrukturmaßnahmen im Zuge der WM 2010 konnte die Baubranche ein großes Wachstum verzeichnen.
In den letzten 25 Jahren hat sich die südafrikanische Wirtschaft grundlegend gewandelt: War sie anfänglich in erster Linie von dem Primärsektor (Landwirtschaft, Bergbau) geprägt, lag die Betonung dann später auf dem Sekundärsektor (verarbeitende Industrie) und dem Tertiärsektor (Dienstleistungen).

Wirtschaftslage
Obwohl die Wirtschaft Südafrikas relativ klein ist (weniger als 0,5 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der Welt), ist sie doch die bei weitem größte Wirtschaft in Afrika und stellt fast ein Viertel des BIPs des gesamten Kontinents.
Südafrika verzeichnete rund ein Jahrzehnt lang Wachstumsraten von bis zu 5 %, die sich 2008 aber infolge der Weltwirtschaftskrise auf 3,1 % verringerte. Seit dem vierten Quartal 2008 befindet sich Südafrika das erste Mal seit 17 Jahren in einer Rezession. Die Arbeitslosenquote ist hoch, sinkt aber kontinuierlich (2005: 26,6 %, 2007: 24,3 %. 2008: 22,9 %). Die Inflationsrate betrug 2008 11,3 % und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt (2007: 6,5 %). Auch die Staatsschulden konnten weiter gesenkt werden. 2008 betrugen sie 31,6 % des BIP. Ende 2004 waren es noch 45,9 %.
Bei den Ausfuhren dominieren Edelmetalle, Erze und Mineralien noch immer die Exporterlöse, wobei ihr Anteil zugunsten verarbeiteter Rohstoffe und industrieller Fertigwaren stetig zurückgeht.

Handelspartner
Deutschland, Großbritannien, USA, China (VR) und Japan sind die wichtigsten Handelspartner.

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen
u.a. Vereinte Nationen, NAM (Blockfreie Länder), AU (Afrikanische Unione), SADC (Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika), Commonwealth, WTO (Welthandelsorganisaiton), UNCTAD (VN-Handels- und Entwicklungskonferenz), IDA (Internationale Entwicklungsorganisation), IFC (Internationale Finanz-Corporation; Weltbank), IMF (Internationaler Währungsfonds), ILO (Internationale Arbeitsorganisation), WHO (Weltgesundheitsorganisation), IPU (Interparlamentarische Union), IBRD (Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung), FAO (VN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation)
Umgangsformen
Vorherige Terminvereinbarungen und Visitenkarten sind üblich, und Pünktlichkeit ist selbstverständlich.
Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.30-16.30 Uhr.
Kontaktadressen
Wirtschaftsabteilung der Botschaft von Südafrika
Tiergartenstraße 18, D-10785 Berlin.
Tel: (030) 22 07 30.
Internet: www.suedafrika.org

Deutsche Industrie- und Handelskammer für das südliche Afrika
P.O. Box 87078, Houghton 2041
Tel: (011) 486 27 75.
Internet: www.germanchamber.co.za

Handelsabteilung der Botschaft von Südafrika
Sandgasse 33, A-1190 Wien.
Tel: (01) 320 64 93.
Internet: www.saembvie.at

Handelsabteilung der Botschaft von Südafrika
Alpenstraße 29, CH-3006 Bern.
Tel: (031) 350 13 13.
Internet: www.southafrica.ch

South African Chamber of Commerce and Industry (SACCI)
24 Sturdee Avenue, Rosebank, Gauteng.
Tel: (011) 446 38 00.
Internet: www.sacci.org.za

South African Foreign Trade Organization (Südafrikanische Außenhandelsvereinigung)
PO Box 782099, Sandton 2146.
Tel: (011) 887 93 41.
Internet: www.foreign-trade.co.za
Konferenzen/Tagungen
Die größten Konferenzzentren befinden sich in Pretoria (Tshwane) und Johannesburg, in zahlreichen Städten stehen jedoch Hotels und Universitäten mit Tagungsräumen zur Verfügung. South African Tourism (s. Adressen) berät ausländische Tagungsplaner. Weitere Informationen von: South African Association for the Conference Industry (SAACI), Tel: (031) 360 12 82. (Internet: www.saaci.co.za)