Burundi › › ›

Reise- und Sicherheitsinformationen
Burundi
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 04.04.2012
Unverändert gültig seit: 29.03.2012
Landesspezifische Sicherheitshinweise Reisen innerhalb Burundis sind mit Gefahren verbunden, insbesondere in den Provinzen Bubanza, Cibitoke und Bujumbura rural. Burundi unterstützt mit einem Militärkontingent die Übergangsregierung von Somalia in Mogadischu. Infolge dieser Unterstützung gibt es Attentatsdrohungen islamistischer Akteure gegen Burundi und Uganda. Am 11. Juli 2010 kam es in der ugandischen Hauptstadt zu mehreren Selbstmordattentaten mit zahlreichen Toten und Verletzten. Ähnliche Anschläge können in Burundi nicht ausgeschlossen werden. Es ist daher besondere Wachsamkeit und Vorsicht geboten. Es wird empfohlen, abendliche Ausgänge auf das Notwendige zu beschränken, Menschenansammlungen (Märkte, Busbahnhöfe und Straßenbars) zu meiden und besondere Vorsicht beim Fotografieren sensibler Punkte anzuwenden. Burundi ist ein Post-Konflikt-Land. Von Mai bis September 2010 fanden Richtungswahlen statt, die der Regierungspartei CNDD-FDD eine überwältigende Mehrheit verschafft haben. Die Opposition hat die Wahlen boykottiert und ist nicht mehr in Parlament und Senat vertreten. Zwischen den politischen Lagern herrscht großes Misstrauen. Erneute Instabilität bis hin zu bewaffneten Auseinandersetzungen kann nicht ausgeschlossen werden. So wurden etwa am 18. September 2011 bei einem schweren Attentat in Gatumba, ca. 15 km außerhalb von Bujumbura, 39 Menschen getötet. Die im Laufe des vergangenen Jahres  stark vermehrt auftretende Zahl bewaffneter Überfälle und Gewalttaten scheint aber in den letzten Monaten wieder etwas rückläufig zu sein. Reisende sollten deshalb folgende Vorsichtsmaßnahmen einhalten: In der Provinz Bujumbura Mairie sollten die Stadtteile Kanyosha, Musaga, Kamenge, Cibitoke und Ngagara nach 18:00 Uhr gemieden werden. In Bubanza und Citiboke wird von Ausgängen/-fahrten zwischen 17:30 Uhr und 07:00 Uhr gänzlich abgeraten. Die RN 10 zwischen Rwegura und Mabayi sowie die RN 9 nördlich von Bubanza sollten unbedingt gemieden werden. Es sollte grundsätzlich nur in den Provinzhauptstädten übernachtet werden. Auch in allen anderen Provinzen sollten Ausgänge und Überlandfahrten nach 18:00 Uhr unterbleiben. Bei Reiseabsichten wird der vorherige Kontakt zur Deutschen Botschaft in Bujumbura dringend empfohlen. Bitte beachten Sie auch die Reisewarnung für das Nachbarland Demokratische Republik Kongo. Bei Weiterreise nach Ruanda, Uganda und Tansania sind in letzter Zeit keine Probleme bekannt geworden, es sollten jedoch die jeweiligen Reise- und Sicherheitshinweise beachtet werden. Kriminalität Aufgrund der langjährigen gewaltsamen Auseinandersetzungen seit 1993 ist die Gewaltbereitschaft in der Bevölkerung trotz merklicher Verbesserungen seit 2005 hoch. Die allgemeine Kriminalität und die verbreitete Straflosigkeit stellen angesichts der hohen Arbeitslosigkeit und der vielen Waffen im Land zentrale Probleme dar. Zwar sind Ausländer davon weniger betroffen, aber auch sie werden gelegentlich Opfer von Straftaten. Nach Einbruch der Dunkelheit und bei Reisen ins Landesinnere ist besondere Vorsicht geboten. Reisen vor Ort sollten nur mit vertrauenswürdigen Kontaktpersonen unternommen werden. Polizei und Justiz entsprechen nicht europäischem Standard.