Afrika

Djibouti

Reise- und Sicherheitsinformationen
Dschibuti
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 19.02.2016
Unverändert gültig seit: 16.02.2016
Aktuelle Hinweise Bis auf weiteres wird von nicht unbedingt notwendigen Reisen in entlegene Gebiete Dschibutis dringend abgeraten. Für Ausländer besteht ein erhöhtes Anschlags- und Entführungsrisiko.  Im Dezember 2015 kam es in Balbala zu gewaltsamen Unruhen mit Todesopfern. Es ist nicht auszuschließen, dass es im Zusammenhang mit der Präsidentenwahl am 8. April 2016 in Dschibuti-Stadt, Balbala und anderen Orten erneut zu Demonstrationen und Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften sowie zu Festnahmen kommt. Reisende sollten daher vor allem auf öffentlichen Plätzen, in Restaurants, Bars und Einkaufszentren, an religiösen Stätten, beim Besuch von internationalen Einrichtungen mit potentiellem Symbolcharakter sowie exponierten touristischen Sehenswürdigkeiten besondere Aufmerksamkeit walten lassen. Vergnügungslokale und Restaurants im Stadtzentrum sollten ebenso wie größere Menschenansammlungen und Demonstrationen vollständig gemieden werden. Es wird empfohlen, die aktuellen Nachrichten zu verfolgen und den Anweisungen der dschibutischen Sicherheitskräfte unbedingt Folge zu leisten. Landesspezifische Sicherheitshinweise Terrorismus / Kriminalität Im Mai 2014 kam es in Dschibuti zu einem terroristischen Anschlag auf ein auch von Ausländern besuchtes Restaurant. Dabei wurden mehrere Menschen getötet und zahlreiche verletzt. Durch die exponierte Lage Dschibutis am Horn von Afrika, die Entsendung eines dschibutischen Kontingents zu den Kräften der Afrikanischen Union in Somalia (AMISOM) und die starke westliche Truppenpräsenz in Dschibuti besteht die Gefahr fortgesetzter terroristischer Anschläge sowie das Risiko gezielter krimineller Übergriffe und Entführungen. Die Drohung der somalischen al-Shabaab-Miliz mit Vergeltungsaktionen in Reaktion auf die Beteiligung des dschibutischen Militärs an der AMISOM-Mission in Somalia ist ernst zu nehmen. In wenig bevölkerten und grenznahen Landesteilen Dschibutis (nördlich des Golfs von Tadjoura, westlich des Lac Assal, südlich an der Grenze zu Somalia/Somaliland) sind reguläre Sicherheitskräfte nur spärlich vertreten. Im Norden war in den letzten Jahren wiederholt eine bewaffnete Gruppe von aufständischen Afar aktiv.    Die Grenzregion zu Eritrea sollte wegen des ungelösten Grenzkonflikts gemieden werden. Piraterie Wegen Piratenüberfällen wird für die Schifffahrt östlich von Dschibuti entlang der somalischen Küste auf die Reisewarnung für Somalia und den Golf von Aden verwiesen (Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/SomaliaSicherheit.html ). Minengefahr 2004 erklärte die Regierung mehrere Minenräumprojekte für erfolgreich abgeschlossen. Dennoch sollten die Küstenstraße nach Obock und andere Pisten nicht verlassen werden. Sonstiges Die Sicherheitskontrollen (Personen, Gepäck, Fracht) des Internationalen Flughafens Mogadischu bei Abflug von kommerziellen Fluggesellschaften entsprechen nicht europäischen Standards. Dies birgt ein Sicherheitsrisiko für dort abfliegende Maschinen von Fluglinien, die auf ihrem Zwischenstopp in Dschibuti Passagiere nach Europa aufnehmen. Weltweiter Sicherheitshinweis Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten: Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.auswaertiges-amt.de