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Reise- und Sicherheitsinformationen
Madagaskar
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 11.02.2014
Unverändert gültig seit: 05.02.2014
Aktuelle Hinweise Am 20. Dezember 2013 fanden in Madagaskar Parlamentswahlen und der zweite Wahlgang der Präsidentschaftswahlen statt. Wegen umstrittener Wahlergebnisse sind Demonstrationen, Proteste und gewaltsame Auseinandersetzungen nicht auszuschließen. Die Sicherheitslage kann sich daher jederzeit kurzfristig zusätzlich verschlechtern. Es wird deshalb empfohlen, aktuelle Entwicklungen in den Medien zu verfolgen sowie, vor allem im Innenstadtbereich Antananarivos, besondere Vorsicht walten zu lassen und Menschenansammlungen zu meiden. Anfang Januar 2014 kam es in der Stadt Mahajanga zu Protesten und gewaltsamen Zusammenstößen mit den Ordnungskräften. In Antananarivo bleiben Universitäten geschlossen. Am Tage der Amtseinführung des neuen Präsidenten am 25.01.2014 kam es in der Hauptstadt Antananarivo an einer Bushaltestelle zu einem wohl politisch motivierten Sprengstoffanschlag, der zwei Menschenleben forderte. Menschenansammlungen aller Art sollten daher insbesondere in Antananarivo gemieden werden. Landesspezifische Sicherheitshinweise Die seit 2009 andauernde politische Krise ist nach wie vor nicht endgültig beigelegt. Die Regierungsbildung nach den Wahlen von Dezember 2013 wird erst für Februar oder März 2014 erwartet. Insbesondere in der Hauptstadt Antananarivo, aber auch andernorts sind politisch motivierte Demonstrationen, die unter Umständen auch in gewalttätige, unter Umständen auch bewaffnete Auseinandersetzungen münden können, jederzeit möglich. Die Gewaltbereitschaft und der Einsatz von Waffen jeglicher Art haben insgesamt zugenommen. Seit Mitte 2012 kommt es im Süden zu eskalierenden Auseinandersetzungen zwischen den Sicherheitskräften und Viehdieben (dahalo), die auf beiden Seiten bereits zahlreiche Todesopfer gefordert haben. Von Reisen in und durch die Regionen Androy, Anosy, Atsimo Andrefana und Menabe im Süden und Südwesten der Insel wird dringend abgeraten. In den Nationalparks Montagne d'Ambre und Ankarana im Norden des Landes und auf der Nationalstraße RN6 zwischen Ambilobe und Diego Suarez (Antsiranana) kommt es vermehrt zu bewaffneten Überfällen auf Touristen. Nach der blutigen Lynchjustiz einer aufgebrachten Menschenmenge in Nosy Be, die Anfang Oktober 2013 zwei Europäer und einen Madagassen bei lebendigem Leibe verbrannte, hat sich die Lage zwar wieder beruhigt. Bei Reisen nach Nosy Be ist jedoch nach wie vor besondere Vorsicht und Aufmerksamkeit angeraten. Nach Einbruch der Dunkelheit sollte man sich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Motorrad außerhalb von Wohngebieten möglichst nicht fortbewegen, innerhalb der Wohngebiete mit gewohnter Vorsicht. Auf der Straße zum Flughafen und auf den Stränden ist bei Dunkelheit Wachsamkeit angebracht. Piraterie auf hoher See Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet, angegriffen und gekapert zu werden. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen. Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.mschoa.org dringend empfohlen.  Kriminalität Taschendiebstähle und bewaffnete Raubüberfälle - auch am Tag - haben stark zugenommen. Betroffen ist vor allem die Hauptstadt Antananarivo, dort das Stadtzentrum um Analakely und die Avenue de l'Indépendance sowie die Umgebung der Hotels, der von Ausländern bevorzugten Restaurants und die Stationen der Überlandtaxis (taxis brousse). In den zurückliegenden Monaten wurden zudem auch vermehrt kriminelle Zwischenfälle aus Touristenzielen vermeldet. Hierbei sind insbesondere städtisch geprägte und touristisch frequentierte Ballungsgebiete an den Küsten Madagaskars betroffen. Es wurden bewaffnete Raubüberfälle aus den Städten Antsiranana (Diego-Suarez), Tuléar, Morondava und Manakara sowie den Urlaubsinseln Nosy Be und Sainte Marie gemeldet. Auch die in diese Gebiete führenden Verkehrsanbindungen sind nicht sicher. Im Allgemeinen, aber insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit wird in allen städtischen Gebieten von Spaziergängen, ob allein oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen dringend abgeraten. Es wird eindringlich empfohlen, abends und nachts auf Einzeltaxis zurückzugreifen. Besondere Vorsicht sollte auf den Umgang mit Wertsachen und Ausweisen - auch innerhalb von Hotels - verwendet werden. Vor allem im Stadtgebiet von Antananarivo, zunehmend aber auch in den touristisch frequentierten Küstenstädten, finden am Abend und in der Nacht vermehrt Polizeikontrollen statt. Es wird dringend geraten, stets den Reisepass mit sich zu führen. Eine beglaubigte Ausweiskopie reicht nicht aus. Bei Autofahrten in Ballungsgebieten (vor allem in Antananarivo ist die Verkehrsdichte sehr hoch und die Straßen eng) wird empfohlen, zu jeder Tages- und Nachtzeit die Türen von innen zu verriegeln und die Fenster geschlossen zu halten. Taschen und Wertgegenstände sollten auf keinen Fall von außen sichtbar im Wagen liegen. Deutsche Staatsangehörigen, die sich (auch kurzfristig) in Madagaskar aufhalten, sollten sich in die elektronische Deutschenliste ELEFAND eintragen  Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://service.diplo.de/registrierungav
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