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Reise- und Sicherheitsinformationen
Burundi
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 29.06.2013
Unverändert gültig seit: 24.06.2013
Landesspezifische Sicherheitshinweise In Burundi besteht weiterhin die Gefahr terroristischer Anschläge. Die Drohungen der somalischen Al-Shabab-Miliz mit Vergeltungsaktionen in Reaktion auf die Beteiligung des burundischen Militärs an der AMISOM-Mission in Somalia sind ernst zu nehmen. Besondere Vorsicht und Wachsamkeit ist deshalb beim Besuch von öffentlichen Einrichtungen mit potentiellem Symbolcharakter geboten. Es wird empfohlen, Menschenansammlungen (Märkte, Busbahnhöfe und Straßenbars) zu meiden und abendliche Ausgänge auf das Notwendige zu beschränken. Die Sicherheitslage in Burundi hat sich in den vergangenen Monaten gleichwohl verbessert: Landesweit sind Reisen während der Tagesstunden durchführbar. Bei Reiseabsichten wird der vorherige Kontakt zur Deutschen Botschaft Bujumbura empfohlen. In der Nähe zur Grenze mit der Demokratischen Republik Kongo sind in den Provinzen Bubanza und Cibitoke in der Vergangenheit immer wieder bewaffnete Gruppen in Erscheinung getreten. Von nicht zwingend erforderlichen Fahrten in diesen Gebieten sollte deshalb Abstand genommen werden. Von Ausgängen und Überlandfahrten nach 17:30 Uhr und vor 07:00 Uhr wird dringend abgeraten. Die RN 10 zwischen Rwegura und Mabayi sowie die RN 9 nördlich von Bubanza sollten unbedingt gemieden werden. Gleiches gilt generell für das Naturschutzgebiet Rukoko und den Kibira Nationalpark Am 18. September 2011 wurden bei einem schweren Attentat in Gatumba, ca. 15 km außerhalb von Bujumbura, 39 Menschen getötet. Westlich des Hotels Club du Lac Tanganyika sollte die Chaussée d'Uvira (die von Bujumbura über Gatumba zur Grenze der Demokratischen Republik Kongo führt) nach 17:30 Uhr unbedingt gemieden werden. In allen Provinzen sollten Ausgänge und Überlandfahrten nur mit vertrauenswürdigen Kontaktpersonen unternommen werden und nach Einbruch der Dunkelheit unterbleiben. Insbesondere in den ländlichen Gegenden werden die Straßen nach 18:00 Uhr regelmäßig nicht mehr von Polizei- und Sicherheitskräften kontrolliert. Es sollte grundsätzlich nur in den Provinzhauptstädten übernachtet werden. Auch in der Hauptstadt Bujumbura hat sich die Sicherheitslage verbessert. Nachdem tausende Arbeitsplätze durch den Großbrand des Zentralmarktes von Bujumbura am 27.01.2013 verloren gingen, war gleichwohl ein Anstieg der Armutskriminalität, zum Teil mit Gewaltanwendung festzustellen. Deshalb sollten auch in Stadtbereich die üblichen Vorsichtregeln eingehalten werden, z.B. Benutzung bewachter und/oder beleuchteter Parkplätze, kein zur Schau stellen von Schmuck oder Wertgegenständen, keine Spaziergänge nach Einbruch der Dunkelheit. Von nächtlichen Fahrten und Ausgängen in Bujumbura-Rural und den Quartiers Gatoke, Kinindo, Kanyosha, Musaga, Kamenge wird abgeraten. Bitte beachten Sie auch die Reisewarnung für das Nachbarland Demokratische Republik Kongo. Bei Weiterreise nach Ruanda, Uganda und Tansania sind in letzter Zeit keine Probleme bekannt geworden, es sollten jedoch die jeweiligen Reise- und Sicherheitshinweise beachtet werden. Kriminalität Aufgrund der langjährigen gewaltsamen Auseinandersetzungen seit 1993 ist die Gewaltbereitschaft in der Bevölkerung trotz merklicher Verbesserungen seit 2005 hoch. Die allgemeine Kriminalität und die verbreitete Straflosigkeit stellen angesichts der hohen Arbeitslosigkeit und der vielen Waffen im Land zentrale Probleme dar. Zwar sind Ausländer davon weniger betroffen, aber auch sie werden gelegentlich Opfer von Straftaten. Nach Einbruch der Dunkelheit und bei Reisen ins Landesinnere ist besondere Vorsicht geboten. Reisen vor Ort sollten nur mit vertrauenswürdigen Kontaktpersonen unternommen werden. Polizei und Justiz entsprechen nicht europäischem Standard.