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Reise- und Sicherheitsinformationen
Marokko
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 09.04.2013
Unverändert gültig seit: 28.03.2013
Landesspezifische Sicherheitshinweise Angesichts der Entwicklungen in Mali kann eine Gefährdung westlicher Ausländer, insbesondere in den Städten Rabat mit der Schwesterstadt Salé, Tanger, Marrakesch und Casablanca sowie in den Grenzgebieten zu Algerien und Mauretanien nicht ausgeschlossen werden. Die Behörden, deren Weisung stets Folge geleistet werden sollte, haben ihre Sicherheitsmaßnahmen insbesondere in den touristischer Zentren Marokkos erhöht. Deutschen Staatsangehörigen wird zu besonderer Vorsicht geraten. Es wird dringend empfohlen, Demonstrationen und Menschenansammlungen weiträumig zu meiden und die Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen. Terrorismus Marokko ist im regionalen Kontext ein vergleichsweise politisch stabiles Land mit guter touristischer Infrastruktur. Es gibt aber auch in Marokko Gefahrenelemente. So besteht ein Risiko terroristischer Anschläge mit islamistischem Hintergrund, die insbesondere auf ausländische Staatsangehörige abzielen können. Im April 2011 ereignete sich in Marrakesch eine Bombenexplosion, die 17 Todesopfer und mehrere Verletzte - zumeist Touristen - forderte. Von einer möglichen Gefahr von Anschlägen oder sonstigen Aktionen durch die bislang vor allem in Algerien terroristisch aktiven Al Qaida im islamischen Maghreb (AQM) auf marokkanischem Gebiet muss ausgegangen werden. Es muss auch mit Einzeltätern gerechnet werden, die auf aktuelle in den Medien verbreitete Ereignisse reagieren. Vorsicht geboten ist bei oft gewalttätigen Demonstrationen, bei denen ausländische Staatsangehörige zu Schaden kommen können, auch wenn sie selbst nicht Ziel solcher Demonstrationen sein sollten. Kriminalität In dicht bevölkerten Gebieten haben Eigentumsdelikte zugenommen. In der Nähe von touristischen Attraktionen und historischen Stadtzentren besteht eine erhöhte Gefahr von Raubüberfällen. Reisen über Land Von Fahrten in und durch das völkerrechtlich umstrittene Gebiet der Westsahara wird dringend abgeraten. Eine konsularische Betreuung durch die Botschaft Rabat ist dort aus  rechtlichen Gründen nicht möglich. Im Rif-Gebirge wird Cannabis angebaut. In Einzelfällen kann es zu Belästigungen von Reisenden durch Rauschgifthändler kommen. Es wird empfohlen, das Rif-Gebirge nicht allein zu bereisen. Allein reisende Frauen sollten sich zurückhaltend verhalten und gesundes Misstrauen zeigen. Auch wenn viele Marokkanerinnen berufstätig sind, bleibt das Rollenverständnis insbesondere in ländlichen Gebieten von herkömmlichen Mustern bestimmt. Infrastruktur / Straßenverkehr Marokko verfügt in den größeren Städten und bei Überlandverbindungen über eine gute Verkehrsinfrastruktur. Im Straßenverkehr ist Vorsicht geboten. Autofahrer wie Fußgänger können sich nicht auf gegenseitige Rücksichtnahme sowie auf die Beachtung von Verkehrsregeln verlassen. Nachtfahrten sollten vermieden werden. Auch auf Autobahnen ist mit Fußgängern und Tieren zu rechnen. Die Durchsetzung berechtigter Schadensersatzansprüche ist kaum möglich. Die Landgrenze nach Algerien ist seit 1994 geschlossen. Dringende Sicherheitshinweise In den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern besteht eine erhöhte Gefahr terroristischer Gewaltakte, gezielter Entführungen und krimineller Übergriffe; sowohl kriminelle Banden als auch Al-Qaida im Maghreb (AQM) suchen derzeit gezielt nach Ausländern zum Zwecke der Entführung. In Algerien, Niger, Mali und Mauretanien kam es auch in jüngster Zeit zu Entführungen. Es ist, wie aktuelle Hinweise bestätigen, jederzeit mit weiteren Entführungen westlicher Staatsangehöriger zu rechnen. Gerade auch deutsche Staatsangehörige sind einer deutlich ansteigenden Anschlags- und Entführungsgefahr ausgesetzt. Das Auswärtige Amt rät von Reisen in entlegene oder nicht hinreichend durch wirksame Polizei- oder Militärpräsenz gesicherte Gebiete der Sahara, ihrer Randbereiche und der Sahelzone eindringlich ab. Deutlich erhöhte Anschlags- und Entführungsrisiken bestehen u.a. für Ziele, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren. In einigen Gebieten, insbesondere in der Sahel-Sahara-Region, sind Sport- und Kulturveranstaltungen wie Wüsten-Rallyes oder Musikfestivals mit erheblichen Anschlags- und Entführungsrisiken verbunden. Die Sicherheitsrisiken für Reisende differieren von Land zu Land und sind regelmäßig selbst innerhalb eines Landes unterschiedlich zu bewerten. Das Auswärtige Amt rät daher dringend, immer auch die landesspezifischen Sicherheitshinweise zu beachten.
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