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Reise- und Sicherheitsinformationen
Myanmar
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 06.12.2013
Unverändert gültig seit: 29.11.2013
Landesspezifische Sicherheitshinweise Reisen im Land Zwischen dem 11. und 15. Oktober 2013 explodierten mehrere kleine Bomben an öffentlichen Plätzen in Rangun, Sagaing und Taugoong, bei denen zwei myanmarische Staatsangehörige starben und eine ausländische Touristin verletzt wurde. Die Polizei hat nach eigenen Angaben in Mandalay und Rangun zwei weitere Sprengsätze in Restaurants, die auch von Touristen frequentiert werden, entschärft. Die Hintergründe der Anschläge sind ungeklärt. Es wird allgemein zu Vorsicht geraten. Seit einigen Monaten kommt es immer wieder zu ethnisch motivierten Zusammenstößen im Rakhine State. Auch in der Rakhine-Hauptstadt Sittwe kam es zu Unruhen. Seit dem 10. Juni 2012 wurde für den gesamten Rakhine State der Ausnahmezustand verhängt. Von Reisen nach Meiktila bzw. in die oben genannten Nachbargemeinden und in den Rakhine State einschließlich der Städte Sittwe/MraukU wird bis auf Weiteres abgeraten. Der Transit per Bus durch Meiktila Richtung Inle ist möglich. Busse zwischen Rangun und Pyay verkehren gemäß Fahrplan. Unruhen im Touristengebiet Ngapali wurden bisher nicht gemeldet. In Rangun ist es ruhig. In Teilen des Kachin State bzw. nördlichen Shan State werden weiterhin bewaffnete Konflikte zwischen Rebellenarmeen und dem myanmarischen Militär ausgetragen. In einigen Grenzregionen, in denen bewaffnete Rebellengruppen operieren (Teile des Chin State und der Sagaing Region, Teile der Shan, Mon, Kayin und Kayah States) bleibt die Lage angespannt. Besondere Vorsicht ist hier geboten. Ungekennzeichnete Minenfelder stellen eine zusätzliche Gefahr dar. Von Reisen in diese Gebiete wird dringend abgeraten. Die nächtliche Ausgangssperre in der "Bago Region" und der "Yangon Region" wurde im Juli 2013 wieder aufgehoben. Flugverkehr Die Sicherheit des zivilen Flugverkehrs innerhalb Myanmars kann im Einzelfall durch veraltetes bzw. mangelhaft gewartetes Fluggerät lokaler Luftverkehrsgesellschaften beeinträchtigt sein. Aus Sicherheitsgründen vermeiden Bedienstete der Deutschen Botschaft Rangun Flüge mit der staatlichen Myanma Airways (IATA-Code: UB). Aber auch andere myanmarische  Fluggesellschaften im Inlandsverkehr weisen Defizite bei der Sicherheit auf. Die Chartergesellschaft FMI, die u. a. Flüge von Rangun in die Hauptstadt Naypyitaw anbietet, hat ihre Flugzeuge zwar von Myanma Airways gechartert, lässt diese jedoch nach Erkenntnissen der Botschaft im Ausland warten, was auf einen erhöhten Sicherheitsstandard hinweist.. Die international operierende privatwirtschaftlich betriebene Myanmar Airways International („MAI", IATA-Code: 8M) ist nicht zu verwechseln mit der oben genannten Myanma Airways. Gefahren aufgrund politischer Spannungen Politisch motivierte Gewalttaten können nicht ausgeschlossen werden. Immer wieder werden in Myanmar Sprengstoffanschläge verübt, bei denen es auch zu Toten und Verletzten kommt. Bei Demonstrationen in größeren Städten des Landes besteht stets die Gefahr, dass sie von Sicherheitskräften gewaltsam aufgelöst werden. Daher wird empfohlen, sich von eventuellen Protestzügen und Demonstrationen fernzuhalten. Auch zunächst friedliche Proteste können unvermittelt in gewalttätigen Auseinandersetzungen enden. Naturkatastrophen Myanmar befindet sich in einer Region, in der mit Erd- und Seebeben gerechnet werden muss. In den Küstenregionen treten während des Monsuns (Mai bis Oktober) Zyklone auf. Während des Monsuns kann es im ganzen Land aufgrund starker Regenfälle zu Überschwemmungen und Unterbrechungen der Verkehrsverbindungen kommen. Insbesondere Landstraßen im Gebirge oder in der Nähe von Flussläufen, aber auch Bahnverbindungen, können tagelang unpassierbar sein.