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Reise- und Sicherheitsinformationen
Philippinen
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 09.12.2013
Unverändert gültig seit: 03.12.2013
Aktuelle Hinweise Der Taifun HAIYAN hat in den Philippinen hohe Opferzahlen und schwerste Schäden verursacht. Besonders betroffen sind Samar, Leyte, Negros Occidental, das nördliche Cebu, Masbate und Iloilo. Die Infrastruktur in weiten Teilen dieser Gebiete ist zerstört. Instandsetzung und Wiederaufbau werden absehbar Monate in Anspruch nehmen. Daher ist mit einer Normalisierung der Lage vorerst nicht zu rechnen. Von nicht notwendigen Reisen in die betroffenen Gebiete rät das Auswärtige Amt weiterhin ab.  Am 15.10.2013 hatte sich ein Erdbeben der Stärke 7,2 auf der Richterskala mit dem Epizentrum nahe der Ferieninsel Bohol, 600 km südlich von Manila und 60 km von Cebu City entfernt, ereignet, dem  insgesamt ca. 2000 Nachbeben folgten, einige davon mit einer Stärke von mehr als 5. Mit weiteren Nachbeben muss immer noch gerechnet werden. Landesspezifische Sicherheitshinweise Naturkatastrophen Die Philippinen sind Taifungebiet und haben aktive Vulkane. In der Region muss mit Erd- und Seebeben sowie Tsunamis gerechnet werden. Vor allem in der Regenzeit, die normalerweise von Juni bis November andauert, kommt es aufgrund des Südwestmonsuns immer wieder zu örtlich heftigen Regenfällen, die teilweise mit Überschwemmungen und Erdrutschen einhergehen. Jährlich werden die Philippinen von ca. 20 Taifunen getroffen, die z. T. schwere Verwüstungen hinterlassen und auch den Flugverkehr beeinträchtigen können. Bitte beachten Sie, dass sich die Wetterlage in den Philippinen mitunter ohne Vorwarnung ändern kann. Informieren Sie sich regelmäßig in den Medien. Aktuelle Wetternachrichten, insbesondere Taifunwarnungen, können auf der Website des philippinischen Wetterdienstes „Pagasa"  Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.pagasa.dost.gov.ph/ abgerufen werden. Aktuelle Informationen der philippinischen Vulkan- und Erdbebenwarte (PHILVOLCS) können unter Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://www.phivolcs.dost.gov.ph/ abgerufen werden. Dort werden auch Tsunamiwarnungen und Informationen zu vulkanischen Aktivitäten veröffentlicht. Im Fall einer Naturkatastrophe folgen Sie den Anweisungen der lokalen Behörden. Falls möglich benachrichtigen Sie bitte umgehend ihre Angehörigen, um unnötige Sorge und Suche zu vermeiden. Terrorismus / Reisen über Land Von Reisen in die Regionen ARMM, XII, IX (Zamboanga Peninsula) und XI sowie nach Basilan und den Inseln des Sulu-Archipels wird dringend abgeraten. Das Gleiche gilt bis auf weiteres für jede Art von Überlandtransfers in ganz Mindanao. Von nicht erforderlichen Reisen in andere Regionen Mindanaos (Regionen XIII und X) wird abgeraten. Grundsätzlich wird erhöhte Vorsicht angeraten.   In Teilen der Philippinen muss mit terroristischen Anschlägen gerechnet werden. Ziele sind insbesondere öffentliche Plätze (z.B. Märkte), religiöse Einrichtungen und öffentliche Verkehrsmittel. Die Gefahr ist in Mindanao besonders hoch. Die Mehrzahl der Anschläge wird von islamistischen Extremisten durchgeführt. Anschläge erfolgen zudem durch landesweit operierende kommunistische Rebellen der NPA. Entführungen, hauptsächlich von philippinischen Staatsangehörigen, aber von Zeit zu Zeit auch von Ausländern, kommen auf Mindanao überdurchschnittlich oft vor. Auch auf weiter nördlich gelegenen Inseln kann ein Entführungsrisiko nicht ausgeschlossen werden. Am 01.02.2012 wurden zwei europäische Touristen in der Nähe der Insel Sulu in Südmindanao entführt. Bei den meisten Entführungen handelt es sich um sogenannte „Kidnap for ransom" Verbrechen. Den Entführern geht es dabei um Lösegelderpressung und es stehen keine politischen Interessen dahinter. Auch in Manila besteht grundsätzlich die Gefahr von Anschlägen und Entführungen. Der letzte Anschlag mit Toten ereignete sich am im Januar 2011 (Bombenanschlag in einem Reisebus in Makati, dem Geschäftszentrum von Manila). Weiterhin gelten folgende Hinweise Generell wird Reisenden Vorsicht empfohlen. Auf die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel sollte möglichst verzichtet werden. Größere Menschenansammlungen (z.B. Marktplätze, Bus-Terminals, Wartebereiche von Häfen und Flughäfen) sollten nach Möglichkeit gemieden werden. Zudem wird Reisenden dringend empfohlen, Protestveranstaltungen und Menschenansammlungen im ganzen Land zu meiden Kriminalität Die allgemeine Kriminalitätsrate einschließlich schwerer Gewaltverbrechen ist hoch. Viele der Gewaltverbrechen können mit Familienfehden in Verbindung gebracht werden, in die Ausländer in der Regel nicht verwickelt sind. Vermeiden Sie, die Aufmerksamkeit durch öffentlich sichtbar getragene Wertgegenstände auf sich zu lenken. Führen Sie keine größeren Bargeldbeträge bei sich. Verriegeln Sie bei Fahrten mit Privat-Pkw oder Taxi in der Stadt die Türen und schließen Sie die Fenster. Nehmen Sie keine Nahrung von Fremden an (Gefahr von K.O.-Tropfen), seien Sie in Gesellschaft bei Alkoholkonsum (Strandfeste) vorsichtig, da unvermittelt Gewalttätigkeit ausbrechen und es dabei auch zu Todesfällen kommen kann. Lehnen Sie Angebote von Fremden zu Touristenführungen wie auch die Mitnahme von Gepäckstücken (insbesondere für Flug nach Deutschland) ab. In letzter Zeit häufen sich Vorfälle, bei denen das Vertrauen von Touristen durch Einheimische erschlichen wird, die sich dann der Reise anschließen, das Opfer mit K.O.-Tropfen außer Gefecht setzen und dann mit der EC-Karte und Kreditkarte (obwohl PIN-Nummern nirgends aufgeschrieben waren) an Geldautomaten Tausende von Euro abheben. Es sind auch Fälle bekannt geworden, bei denen Polizisten in Manila Druck auf Ausländer ausübten, indem sie behaupten, der Ausländer habe gefälschte Designerwaren gekauft, handele mit Drogen oder man habe beobachtet, wie er sich mit Terroristen getroffen habe. Um der Verhaftung zu entgehen, muss der Ausländer vorhandenes Bargeld übergeben, bei Geldautomaten höhere Beträge abheben und aushändigen oder sogar Wertgegenstände für die Polizisten per Kreditkarte in Shopping Malls kaufen. Beherzigen Sie die eindringlichen Appelle der Behörden vor illegalem Drogenbesitz, der in den Philippinen mit harten Gefängnisstrafen geahndet wird (ab 5 g lebenslange Freiheitsstrafe, bei Festnahme in einem Flug- oder Fährhafen wird strafverschärfend Handel unterstellt). Flugverkehr Die Europäische Kommission hat mit Wirkung vom 1. April 2010 für alle auf den Philippinen registrierten Fluggesellschaften ein Einflugverbot in die Europäische Union erlassen, da die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) erhebliche Sicherheitsbedenken mit Blick auf die Arbeitsweise der philippinischen Flugsicherheitsbehörden festgestellt hat. Die regelmäßig aktualisierte Liste der von einem solchen Flugverbot erfassten Fluggesellschaften kann unter Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://ec.europa.eu/  eingesehen werden. Philippine Airlines (PAL) sind seit Mitte 2013 von diesem Verbot ausgenommen.
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