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Reise- und Sicherheitsinformationen
Indonesien
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 30.01.2013
Unverändert gültig seit: 23.01.2013
Aktuelle Hinweise Mehrere Vulkane in Indonesien sind gegenwärtig aktiv. In deren Nähe sollten sich Reisende nicht aufhalten, da mit erheblichen Gesundheitsrisiken gerechnet werden muss. Reisenden in der Region wird empfohlen, das Nachrichtenbild stets aufmerksam zu verfolgen. Auf Grund der bisher ungewöhnlich niederschlagsreichen diesjährigen Regenzeit kam es auf den Inseln Sumatra und Java immer wieder zu größeren Überschwemmungen, die weite Teile des öffentlichen Lebens lahmlegten und auch den Straßen- und Schienenverkehr stark beeinträchtigen. Jakarta und Medan blieben nicht verschont. Zeitweise Schließungen von regionalen und internationalen Flughäfen führten bereits zu größeren Verspätungen bzw. Ausfällen von Flügen. Es ist bis ca. Mitte März mit weiteren starken Regenfällen zu rechnen, die das bereits zur Zeit bestehende erhebliche Überschwemmungsrisiko noch einmal deutlich heben werden. Vor dem Antritt einer Reise nach Indonesien wird geraten, sich ein genaues Bild, auch im Hinblick auf ein mögliches Überschwemmungsrisiko zu verschaffen. Aktuell ist auch das Stadtgebiet von Jakarta von Überschwemmungen betroffen. Aus aktuellem Anlass wird zu erhöhter Vorsicht beim Verzehr von Alkohol geraten. Mehrere Kranken- und Todesfälle nach dem Genuss von alkoholischen Getränken in den Regionen Lombok und Bali lassen auf mit Methanol verunreinigte Getränke schließen. Methanolvergiftungen können schwere gesundheitliche Schäden verursachen und schlimmstenfalls tödlich verlaufen. Landesspezifische Sicherheitshinweise Nach den Anschlägen auf die Hotels Ritz Carlton und J.W. Marriott am 17. Juli 2009 in Jakarta hat sich die Sicherheitslage in Indonesien dank des entschiedenen Vorgehens der Sicherheitskräfte gegen die terroristischen Netzwerke weitestgehend beruhigt. Trotz hoher Sicherheitsmaßnahmen und beachtlicher Ermittlungserfolge - u.a der Festnahme mehrerer Personen im Zusammenhang mit einem vereitelten Bombenanschlag am 21. April 2011 in Gading Serpong - können terroristische Aktivitäten weiterhin nicht ausgeschlossen werden. Dies zeigten zuletzt eine Serie von versuchten Paketbombenanschlägen im März 2011 und zwei Selbstmordattentate auf eine Polizeimoschee in Cirebon, West-Java, am 15. April 2011 und auf eine Kirche in Solo, Zentraljava, am 25. September 2011. Reisende sollten deshalb größeren Menschenansammlungen und Demonstrationen fernbleiben und wachsam sein. Besondere Vorsicht ist während christlicher Feiertage, wie Ostern oder Weihnachten, geboten. In der Autonomieregion Aceh (Nordsumatra) ereigneten sich Ende November 2009 drei bewaffnete Anschläge auf westliche Ausländer, gefolgt von einem bewaffneten Angriff auf eine Polizeistation in Hamparan Perak nahe Medan (Nordsumatra) am 22. September 2010. Diese Vorgänge konnten durch die indonesischen Sicherheitskräfte aufgeklärt werden. Reisende sollten sich bei Aufenthalten in Nordsumatra stets über die aktuelle Sicherheitslage informieren. Gleiches gilt für alle Regionen mit ethnischem oder religiösem Konfliktpotential, wie Papua und West-Papua sowie die Molukken. Innenpolitische Situation Die letzten beiden demokratischen Wahlen, die Parlamentswahlen am 9. April 2009 und die Präsidentschaftswahlen am 8. Juli 2009, verliefen durchweg friedlich. Indonesien ist bemüht, die errungene Stabilität als Demokratie durch verbesserten rechtsstaatlichen Schutz abzusichern. Sicherheitslage Die Führungsspitze der indonesischen Terrorzellen wurde nach den Anschlägen von Jakarta im Juli 2009 durch das entschiedene Vorgehen der Polizei empfindlich getroffen. Der Verfolgungsdruck der indonesischen Behörden wurde weiter ausgedehnt und intensiviert, dennoch können weitere terroristische Aktivitäten nicht ausgeschlossen werden. An Orten, besonders in Jakarta und auf Bali, die bevorzugt von Ausländern frequentiert oder mit dem westlichen Ausland identifiziert werden, wie Hotels, Botschaften, Einkaufszentren und touristische Einrichtungen, sollte man die Sicherheitsmaßnahmen des Wachpersonals akzeptieren, wozu auch Einlasskontrollen und die Durchleuchtung von Handgepäck zählen. Ethnische und religiöse Spannungen In der auf den Molukken gelegenen Provinzhauptstadt Ambon kam es zuletzt im September 2011 zu Unruhen mit Toten und Verletzten. Die Situation hat sich wieder stabilisiert; erhöhte Vorsicht bei Reisen in die Region wird dennoch empfohlen. In Zentralsulawesi um die Stadt Poso kam es in der Vergangenheit ebenfalls wiederholt zu Unruhen. Die Sicherheitslage hat sich dort seit 2007 jedoch stabilisiert. In den Provinzen Papua und West-Papua ereigneten sich seit August 2011 eine Reihe von gewalttätigen Zwischenfällen mit Todesfolge sowohl in der Provinzhauptstadt Jayapura (Papua) als auch rund um die Grasbergmine nahe Timika (West-Papua) und im Distrikt Puncak Jaya (West-Papua). Für Papua und West-Papua gelten außerdem besondere polizeiliche Vorschriften und Beschränkungen für Einreise und Aufenthalt bei nicht-touristischen Aufenthalten. Reisen in die genannten Gebiete sollten nicht ohne ortskundige Begleitung unternommen werden. Naturkatastrophen In ganz Indonesien sind derzeit verstärkt vulkanische Aktivitäten und Erdbeben zu verzeichnen. Indonesien ist der größte Inselstaat der Erde und umfasst Tausende Inseln. Die Gefahr von Seebeben verbunden mit Tsunamis ist ständig gegeben. Am 26. Dezember 2004 hatte ein Seebeben vor der Insel Sumatra eine zerstörerische Flutwelle ausgelöst, die Tausende Todesopfer forderte. Piraterie Die Seeschifffahrt in der Straße von Malakka und im Südchinesischen Meer (um die Inselgruppe Natuna) sind durch Piraterie gefährdet.
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 30.01.2013
Unverändert gültig seit: 23.01.2013
Aktuelle Hinweise Mehrere Vulkane in Indonesien sind gegenwärtig aktiv. In deren Nähe sollten sich Reisende nicht aufhalten, da mit erheblichen Gesundheitsrisiken gerechnet werden muss. Reisenden in der Region wird empfohlen, das Nachrichtenbild stets aufmerksam zu verfolgen. Auf Grund der bisher ungewöhnlich niederschlagsreichen diesjährigen Regenzeit kam es auf den Inseln Sumatra und Java immer wieder zu größeren Überschwemmungen, die weite Teile des öffentlichen Lebens lahmlegten und auch den Straßen- und Schienenverkehr stark beeinträchtigen. Jakarta und Medan blieben nicht verschont. Zeitweise Schließungen von regionalen und internationalen Flughäfen führten bereits zu größeren Verspätungen bzw. Ausfällen von Flügen. Es ist bis ca. Mitte März mit weiteren starken Regenfällen zu rechnen, die das bereits zur Zeit bestehende erhebliche Überschwemmungsrisiko noch einmal deutlich heben werden. Vor dem Antritt einer Reise nach Indonesien wird geraten, sich ein genaues Bild, auch im Hinblick auf ein mögliches Überschwemmungsrisiko zu verschaffen. Aktuell ist auch das Stadtgebiet von Jakarta von Überschwemmungen betroffen. Aus aktuellem Anlass wird zu erhöhter Vorsicht beim Verzehr von Alkohol geraten. Mehrere Kranken- und Todesfälle nach dem Genuss von alkoholischen Getränken in den Regionen Lombok und Bali lassen auf mit Methanol verunreinigte Getränke schließen. Methanolvergiftungen können schwere gesundheitliche Schäden verursachen und schlimmstenfalls tödlich verlaufen. Landesspezifische Sicherheitshinweise Nach den Anschlägen auf die Hotels Ritz Carlton und J.W. Marriott am 17. Juli 2009 in Jakarta hat sich die Sicherheitslage in Indonesien dank des entschiedenen Vorgehens der Sicherheitskräfte gegen die terroristischen Netzwerke weitestgehend beruhigt. Trotz hoher Sicherheitsmaßnahmen und beachtlicher Ermittlungserfolge - u.a der Festnahme mehrerer Personen im Zusammenhang mit einem vereitelten Bombenanschlag am 21. April 2011 in Gading Serpong - können terroristische Aktivitäten weiterhin nicht ausgeschlossen werden. Dies zeigten zuletzt eine Serie von versuchten Paketbombenanschlägen im März 2011 und zwei Selbstmordattentate auf eine Polizeimoschee in Cirebon, West-Java, am 15. April 2011 und auf eine Kirche in Solo, Zentraljava, am 25. September 2011. Reisende sollten deshalb größeren Menschenansammlungen und Demonstrationen fernbleiben und wachsam sein. Besondere Vorsicht ist während christlicher Feiertage, wie Ostern oder Weihnachten, geboten. In der Autonomieregion Aceh (Nordsumatra) ereigneten sich Ende November 2009 drei bewaffnete Anschläge auf westliche Ausländer, gefolgt von einem bewaffneten Angriff auf eine Polizeistation in Hamparan Perak nahe Medan (Nordsumatra) am 22. September 2010. Diese Vorgänge konnten durch die indonesischen Sicherheitskräfte aufgeklärt werden. Reisende sollten sich bei Aufenthalten in Nordsumatra stets über die aktuelle Sicherheitslage informieren. Gleiches gilt für alle Regionen mit ethnischem oder religiösem Konfliktpotential, wie Papua und West-Papua sowie die Molukken. Innenpolitische Situation Die letzten beiden demokratischen Wahlen, die Parlamentswahlen am 9. April 2009 und die Präsidentschaftswahlen am 8. Juli 2009, verliefen durchweg friedlich. Indonesien ist bemüht, die errungene Stabilität als Demokratie durch verbesserten rechtsstaatlichen Schutz abzusichern. Sicherheitslage Die Führungsspitze der indonesischen Terrorzellen wurde nach den Anschlägen von Jakarta im Juli 2009 durch das entschiedene Vorgehen der Polizei empfindlich getroffen. Der Verfolgungsdruck der indonesischen Behörden wurde weiter ausgedehnt und intensiviert, dennoch können weitere terroristische Aktivitäten nicht ausgeschlossen werden. An Orten, besonders in Jakarta und auf Bali, die bevorzugt von Ausländern frequentiert oder mit dem westlichen Ausland identifiziert werden, wie Hotels, Botschaften, Einkaufszentren und touristische Einrichtungen, sollte man die Sicherheitsmaßnahmen des Wachpersonals akzeptieren, wozu auch Einlasskontrollen und die Durchleuchtung von Handgepäck zählen. Ethnische und religiöse Spannungen In der auf den Molukken gelegenen Provinzhauptstadt Ambon kam es zuletzt im September 2011 zu Unruhen mit Toten und Verletzten. Die Situation hat sich wieder stabilisiert; erhöhte Vorsicht bei Reisen in die Region wird dennoch empfohlen. In Zentralsulawesi um die Stadt Poso kam es in der Vergangenheit ebenfalls wiederholt zu Unruhen. Die Sicherheitslage hat sich dort seit 2007 jedoch stabilisiert. In den Provinzen Papua und West-Papua ereigneten sich seit August 2011 eine Reihe von gewalttätigen Zwischenfällen mit Todesfolge sowohl in der Provinzhauptstadt Jayapura (Papua) als auch rund um die Grasbergmine nahe Timika (West-Papua) und im Distrikt Puncak Jaya (West-Papua). Für Papua und West-Papua gelten außerdem besondere polizeiliche Vorschriften und Beschränkungen für Einreise und Aufenthalt bei nicht-touristischen Aufenthalten. Reisen in die genannten Gebiete sollten nicht ohne ortskundige Begleitung unternommen werden. Naturkatastrophen In ganz Indonesien sind derzeit verstärkt vulkanische Aktivitäten und Erdbeben zu verzeichnen. Indonesien ist der größte Inselstaat der Erde und umfasst Tausende Inseln. Die Gefahr von Seebeben verbunden mit Tsunamis ist ständig gegeben. Am 26. Dezember 2004 hatte ein Seebeben vor der Insel Sumatra eine zerstörerische Flutwelle ausgelöst, die Tausende Todesopfer forderte. Piraterie Die Seeschifffahrt in der Straße von Malakka und im Südchinesischen Meer (um die Inselgruppe Natuna) sind durch Piraterie gefährdet.






