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Reise- und Sicherheitsinformationen
Chile
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 14.02.2013
Unverändert gültig seit: 05.02.2013
Landesspezifische Sicherheitshinweise Im ganzen Land kommt es immer wieder zu Demonstrationen bzw. (auch gewaltsamen) Ausschreitungen im Zusammenhang mit innenpolitischen Auseinandersetzungen (u.a. um die Bildungspolitik, den Bau von Staudämmen, oder Forderungen der indigenen Bevölkerung). Reisende sollten sich von eventuellen Protest- und anderen gewaltsamen Aktionen im Land fernhalten, ggf. Kontakt mit ihrem Reiseveranstalter aufnehmen und die weitere Entwicklung in den Medien bzw. vor Ort verfolgen. Ausländern, die sich an den Demonstrationen beteiligen und/oder in ihrem Umfeld festgenommen werden, droht die Abschiebung. In der Umgebung von Temuco (8. und 9. Region) kommt es immer wieder zu gewaltsamen Ausschreitungen durch Mapuche-Indigene, gelegentlich werden dort auch Fahrzeuge angegriffen und Fernstraßen gesperrt. Die Polizei rät, nachts (20 bis 8 Uhr ) keine Fernstraßen in der 9. Region und Umgebung zu befahren. Besucher sollten aufmerksam sein, sich zu Fuß möglichst nicht allein und vor allem auch nicht nachts bewegen und sich bei Übergriffen defensiv verhalten. Der Besuch ärmerer Wohnviertel ohne ortskundige Begleitung sollte vermieden werden. Kriminalität In ganz Chile - insbesondere in der Innenstadt und dem Stadtteil Bellavista von Santiago, sowie Valparaíso, Viña del Mar, San Pedro de Atacama, Temuco, Pucon - kommt es regelmäßig zu Rucksack- und Taschendiebstahl bei Touristen, mittlerweile leider auch häufig unter Gewaltanwendung. In letzter Zeit verwenden die Täter zunehmend sog. K.O.-Tropfen bzw. Nervengifte, die die Opfer für mehrere Stunden außer Gefecht setzen. Mit K.O.-Tropfen arbeitet in Santiago auch eine Tätergruppe, die sich als Polizisten ausgibt und - in Uniform verkleidet und unter dem Vorwand der Hilfeleistung - die von den Tropfen noch benommenen Opfer ausraubt. Touristen in Santiago sollten sich auch vor unbekannten Personen in Acht nehmen, die sie auf Pferdewetten ansprechen und zu einem Besuch der Pferderennbahn einladen. Dies war bereits mehrfach die Ausgangslage für einen Raubüberfall. Auch Einbrüche in Mietwagen sind keine Seltenheit mehr. In Busbahnhöfen, an öffentlichen Plätzen (auch am Strand), in Restaurants, Cafés und Supermärkten sollte man sein Gepäck bzw. persönliche Habe nicht aus den Augen lassen. Bei Bus- und Metrofahrten werden im Gedränge oft Handtaschen oder Rucksäcke unbemerkt aufgeschlitzt und Gegenstände gestohlen. Beliebt ist auch der Diebstahl von über Stuhllehnen gehängten Taschen in einem unaufmerksamen Moment. Insbesondere Reisepässe, Führerscheine, Flugtickets und Geld/ Kreditkarten sollte man daher im Hotel verschließen oder sicher am Körper tragen. Erdbeben/Vulkanausbrüche Chile ist ein erdbebengefährdetes Land. Es muss in Chile immer mit unvorhersehbar einsetzender tektonischer und vulkanischer Aktivität gerechnet werden. Am 27. Februar 2010 wurde Chile von einem schweren Erdbeben der Stärke 8,8 mit Epizentrum auf der Höhe von Concepción erschüttert. Insbesondere durch den nachfolgenden Tsunami war das Ausmaß der Opfer und Schäden beträchtlich. In den letzten Jahren waren insbesondere folgende Vulkane aktiv: -Vulkan Llaima im Nationalpark Conguillío in der Región de la Araucania (häufige Ausbrüche, zuletzt 2008 und 2009) -Vulkan Chaitén in der Región de los Lagos (letzter Ausbruch 2008) -Vulkan Puyehue in der Región de los Riós (letzter Ausbruch 2011) -Vulkan Lascar in der Región de Antofagasta (vermehrte vulkanische Aktivität Ende 2011) -Vulkan Hudson in der Región de Aysén (vermehrte vulkanische Aktivität Ende 2011) Gefährdung durch Landminen Während der Militärregierung wurden im gesamten Grenzgebiet zu den Nachbarstaaten, an verschiedenen kleineren Inseln in der XII. Region sowie in der V. Region (Sector San Antonio – Tejas Verdes) fast zweihunderttausend Landminen verlegt. Die chilenische Regierung hat bereits vor mehreren Jahren die Räumung dieser Landminen veranlasst. Die Räumung ist an der Grenze zu Argentinien nahezu abgeschlossen, kommt aber im Norden und insbesondere an der Grenze zu Peru nur langsam voran. Aufgrund schwerer Regenfälle im Februar 2012 wurden zahlreiche Minen im Küstenbereich an der Grenze zu Peru an die Strände geschwemmt. Auf den öffentlichen Straßen und Wegen wurden die Landminen geräumt. Allerdings ist die Kennzeichnung der Minenfelder ist nicht flächendeckend sichergestellt bzw. in unwegsamem Gelände nicht vorhanden. Insbesondere in abgelegenen Gegenden sollten Reisende sich in diesen Gebieten nur auf befestigten Straßen und Wegen bewegen.
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 14.02.2013
Unverändert gültig seit: 05.02.2013
Landesspezifische Sicherheitshinweise Im ganzen Land kommt es immer wieder zu Demonstrationen bzw. (auch gewaltsamen) Ausschreitungen im Zusammenhang mit innenpolitischen Auseinandersetzungen (u.a. um die Bildungspolitik, den Bau von Staudämmen, oder Forderungen der indigenen Bevölkerung). Reisende sollten sich von eventuellen Protest- und anderen gewaltsamen Aktionen im Land fernhalten, ggf. Kontakt mit ihrem Reiseveranstalter aufnehmen und die weitere Entwicklung in den Medien bzw. vor Ort verfolgen. Ausländern, die sich an den Demonstrationen beteiligen und/oder in ihrem Umfeld festgenommen werden, droht die Abschiebung. In der Umgebung von Temuco (8. und 9. Region) kommt es immer wieder zu gewaltsamen Ausschreitungen durch Mapuche-Indigene, gelegentlich werden dort auch Fahrzeuge angegriffen und Fernstraßen gesperrt. Die Polizei rät, nachts (20 bis 8 Uhr ) keine Fernstraßen in der 9. Region und Umgebung zu befahren. Besucher sollten aufmerksam sein, sich zu Fuß möglichst nicht allein und vor allem auch nicht nachts bewegen und sich bei Übergriffen defensiv verhalten. Der Besuch ärmerer Wohnviertel ohne ortskundige Begleitung sollte vermieden werden. Kriminalität In ganz Chile - insbesondere in der Innenstadt und dem Stadtteil Bellavista von Santiago, sowie Valparaíso, Viña del Mar, San Pedro de Atacama, Temuco, Pucon - kommt es regelmäßig zu Rucksack- und Taschendiebstahl bei Touristen, mittlerweile leider auch häufig unter Gewaltanwendung. In letzter Zeit verwenden die Täter zunehmend sog. K.O.-Tropfen bzw. Nervengifte, die die Opfer für mehrere Stunden außer Gefecht setzen. Mit K.O.-Tropfen arbeitet in Santiago auch eine Tätergruppe, die sich als Polizisten ausgibt und - in Uniform verkleidet und unter dem Vorwand der Hilfeleistung - die von den Tropfen noch benommenen Opfer ausraubt. Touristen in Santiago sollten sich auch vor unbekannten Personen in Acht nehmen, die sie auf Pferdewetten ansprechen und zu einem Besuch der Pferderennbahn einladen. Dies war bereits mehrfach die Ausgangslage für einen Raubüberfall. Auch Einbrüche in Mietwagen sind keine Seltenheit mehr. In Busbahnhöfen, an öffentlichen Plätzen (auch am Strand), in Restaurants, Cafés und Supermärkten sollte man sein Gepäck bzw. persönliche Habe nicht aus den Augen lassen. Bei Bus- und Metrofahrten werden im Gedränge oft Handtaschen oder Rucksäcke unbemerkt aufgeschlitzt und Gegenstände gestohlen. Beliebt ist auch der Diebstahl von über Stuhllehnen gehängten Taschen in einem unaufmerksamen Moment. Insbesondere Reisepässe, Führerscheine, Flugtickets und Geld/ Kreditkarten sollte man daher im Hotel verschließen oder sicher am Körper tragen. Erdbeben/Vulkanausbrüche Chile ist ein erdbebengefährdetes Land. Es muss in Chile immer mit unvorhersehbar einsetzender tektonischer und vulkanischer Aktivität gerechnet werden. Am 27. Februar 2010 wurde Chile von einem schweren Erdbeben der Stärke 8,8 mit Epizentrum auf der Höhe von Concepción erschüttert. Insbesondere durch den nachfolgenden Tsunami war das Ausmaß der Opfer und Schäden beträchtlich. In den letzten Jahren waren insbesondere folgende Vulkane aktiv: -Vulkan Llaima im Nationalpark Conguillío in der Región de la Araucania (häufige Ausbrüche, zuletzt 2008 und 2009) -Vulkan Chaitén in der Región de los Lagos (letzter Ausbruch 2008) -Vulkan Puyehue in der Región de los Riós (letzter Ausbruch 2011) -Vulkan Lascar in der Región de Antofagasta (vermehrte vulkanische Aktivität Ende 2011) -Vulkan Hudson in der Región de Aysén (vermehrte vulkanische Aktivität Ende 2011) Gefährdung durch Landminen Während der Militärregierung wurden im gesamten Grenzgebiet zu den Nachbarstaaten, an verschiedenen kleineren Inseln in der XII. Region sowie in der V. Region (Sector San Antonio – Tejas Verdes) fast zweihunderttausend Landminen verlegt. Die chilenische Regierung hat bereits vor mehreren Jahren die Räumung dieser Landminen veranlasst. Die Räumung ist an der Grenze zu Argentinien nahezu abgeschlossen, kommt aber im Norden und insbesondere an der Grenze zu Peru nur langsam voran. Aufgrund schwerer Regenfälle im Februar 2012 wurden zahlreiche Minen im Küstenbereich an der Grenze zu Peru an die Strände geschwemmt. Auf den öffentlichen Straßen und Wegen wurden die Landminen geräumt. Allerdings ist die Kennzeichnung der Minenfelder ist nicht flächendeckend sichergestellt bzw. in unwegsamem Gelände nicht vorhanden. Insbesondere in abgelegenen Gegenden sollten Reisende sich in diesen Gebieten nur auf befestigten Straßen und Wegen bewegen.






