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Reise- und Sicherheitsinformationen
Mexiko
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 30.01.2014
Unverändert gültig seit: 22.01.2014
Aktuelle Hinweise Als Folge der Überschwemmungen im Herbst 2013 gibt es derzeit im Bundesstaat Hidalgo eine lokal begrenzte Häufung von bestätigten Cholera-Erkrankungen. Bei den gemeldeten Cholera-Erkrankungen aus den Bundesstaaten San Luis Potosí, Veracruz, Estado de México und Distrito Federal handelt es sich, soweit bislang überschaubar, um infektionsepidemiologisch nicht signifikante Einzelfälle. Die Ansteckungsgefahr für Reisende in Mexiko ist auch in Hidalgo ohne engen Kontakt zu Erkrankten, d. h. beispielsweise in Krankenhäusern, derzeit als sehr gering einzustufen. Weitere Hinweise zu Cholera und Durchfallerkrankungen finden sich im medizinischen Teil dieser Seite. Aufgrund der seit Jahresbeginn stark angestiegenen bewaffnetenAuseinandersetzungen zwischen Bürgerwehren und Angehörigen der Organisierten Kriminalität im Bundesstaat Michoacan haben seit dem 14. Januar 2014 Militär und Bundespolizei in 27 Städten und Gemeinden der Region Terra Caliente die Kontrolle übernommen. Eine weitere Eskalation in der betreffenden Unruheregion ist nicht ausgeschlossen.  Von Reisen in den  Bundesstaat Michoacán sowie in die Grenzgebiete der angrenzenden Bundesstaaten Jalisco, Guerrero und Colima wird daher dringend abgeraten. Der Vulkan Popocatepetl ist seit einiger Zeit wieder verstärkt aktiv. Die zuständigen mexikanischen Behörden haben daher zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen. Die Behörden haben eine Sperrzone von 12 km um den Krater eingerichtet. Tagesaktuelle Verhaltenshinweise und festgesetzte Warnstufen finden sich auf der folgenden Homepage des mexikanischen Zivilschutzes: Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://www.cenapred.gob.mx/. Aschewolken aus den Eruptionen können den Flugverkehr im weiteren Umkreis des Berges zu Ausweichflügen zwingen. Dazu gibt es jeweils aktuelle amtliche Verlautbarungen der Flugaufsichtsbehörde. Landesspezifische Sicherheitshinweise Kriminalität Die Kriminalität stellt in Mexiko ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Allein in Mexiko-Stadt werden täglich mehrere Hundert kriminelle Delikte gemeldet, die Dunkelziffer dürfte wesentlich höher liegen. Dies ist vor dem Hintergrund einer Großstadt von ca. 25 Mio. Einwohnern zu sehen. Immer wieder sind auch Polizeikräfte bzw. uniformiertes Sicherheitspersonal an Straftaten beteiligt. Den gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen staatlichen Sicherheitskräften und der Organisierten Kriminalität sowie der Drogenbanden untereinander sind seit Beginn des Kampfes gegen die Organisierte Kriminalität Ende 2006, in dem auch Militär eingesetzt wird, mehr als 60.000 Menschen zum Opfer gefallen. Die Gewalt ist besonders ausgeprägt in den nördlichen Bundesstaaten an der Grenze zu den Vereinigten Staaten von Amerika sowie den mittleren Bundesstaaten wie beispielsweise Zacatecas, San Luís Potosí und Michoacán und den dort gelegenen Großstädten wie Tijuana, Ciudad Juarez, Reynosa, Monterrey, Torreon und Chihuahua, aber keineswegs auf diese beschränkt. Sofern eine Reise in die nördlichen und mittleren Landesteile erforderlich ist, ist es ratsam, sich vor Ort über möglicherweise erforderliche Verhaltensmaßnahmen zu erkundigen (beispielsweise über bestimmte Stadtteile, die man ggf. insbesondere nachts meiden sollte). Die Sicherheitslage in der Wirtschafts- und Universitätsmetropole Monterrey hat sich aufgrund der Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Drogenbanden seit Ende 2009 erheblich verschärft. Bei diesen Auseinandersetzungen kommen auch Unbeteiligte zu Schaden. Die Verschärfung der Lage hat bei den dort lebenden Deutschen zu einer Beschränkung der Bewegungsfreiheit und Anpassung an die gespannte Situation geführt. Vor diesem Hintergrund wird bei Aufenthalten im Großraum der Stadt Monterrey zu erhöhter Vorsicht aufgerufen. Das gilt auch für das Seebad Acapulco. Nach Festnahme oder Tod führender Mitglieder des Beltran-Leyva-Kartells kommt es dort derzeit zu vermehrten Nachfolgekämpfen mit Morden und Schießereien in den Straßen. Personen, die einen längeren, nicht rein touristischen Aufenthalt in Mexiko planen (insbes. humanitäre Freiwilligendienste) wird geraten, sich im Vorfeld an die deutsche Botschaft Mexiko zu wenden. In Mexiko sollten ausschließlich  Taxis von offiziellen Taxiständen (Sitios) oder telefonisch bestellte benutzt werden. Bei auf der Straße angehaltenen Taxis besteht besonders nach Einbruch der Dunkelheit, aber auch tagsüber ein beachtliches Risiko, entführt und/oder ausgeraubt zu werden. Bei Fahrten mit der Untergrundbahn sollten Geld und Wertsachen nicht sichtbar am Körper getragen werden. Manche Diebe sind allerdings auf den Diebstahl von verdeckt getragenen Gürteltaschen spezialisiert.  Weitere Hinweise für Ihre Sicherheit:
  • Sollten Sie Opfer eines Überfalls werden, leisten Sie keinerlei Gegenwehr, da die Täter sofort von ihren Waffen Gebrauch machen!
  • Verzichten Sie auf auffälligen (Mode-) Schmuck und nehmen Sie Geld und Wertsachen nur im erforderlichen Umfang mit.
  • Vorsicht an Geldautomaten: Nutzen Sie möglichst nur Geldautomaten, die sich innerhalb von gesicherten Gebäuden wie z.B. Banken, Hotels oder Einkaufszentren befinden. Achten Sie aber auch dort auf Personen in Ihrer unmittelbaren Umgebung, die Sie vielleicht ausspähen oder Ihnen folgen. Es hat bereits Überfälle mit Todesfolge an Geldautomaten auch auf deutsche Staatsangehörige gegeben.-
  • Wichtige Dokumente (Reisepass, Flugticket, etc.) sollten im Hotelsafe deponiert werden. Kopien dieser Dokumente sollten in elektronischer Form hinterlegt werden, so dass sie im Bedarfsfalle abgerufen werden können.
  • Vermeiden Sie bei Dunkelheit einsame Viertel und Fahrten mit dem Pkw. Auch sollten Reisen mit dem Bus nur am Tage durchgeführt werden. Bei Überlandfahrten sollten Sie nicht anhalten, wenn Ihnen am Straßenrand die Bitte um Pannenhilfe signalisiert wird. In solchen Fällen informieren Sie besser die Polizei an der nächsten Polizeiwache oder Tankstelle über den Notfall.
  • Auf Fahrten als Anhalter sollten Sie unbedingt verzichten. Auch sollten Anhalter grundsätzlich nie mitgenommen werden.
  • Parken Sie Ihr Fahrzeug nicht an entsprechend markierten Bordsteinen (Parkverbot!), da es dort abgeschleppt wird und nur nach Zahlung eines hohen Geldbetrags wieder ausgelöst werden kann. Fahrzeuge sollten nur auf bewachten Parkplätzen abgestellt werden.
  • Fahren Sie im Pkw nur mit geschlossenen Fenstern und verriegeln Sie die Türen.
Der Genuss alkoholischer Getränke in der Öffentlichkeit (also beispielsweise auf der Straße) ist in ganz Mexiko verboten und wird mit Geldstrafe/Gefängnis geahndet. Reisen über Land Es wird dringend dazu geraten, nur während des Tages zu reisen und Nachtfahrten in jedem Fall zu vermeiden. Zudem sollte, auch bei Fahrten auf Autobahnen, nur Halt an belebten Rastplätzen und Tankstellen gemacht werden. Der Stopp an kleinen Haltebuchten sollte vermieden werden. Individualreisen in entlegene Gebiete sollten nicht ohne professionelle Führung unternommen werden. Es sollte generell darauf geachtet werden, dass der Reiseleiter oder Fremdenführer im Besitz eines offiziellen Ausweises von SECTUR (mexikanisches Tourismusministerium) ist. Naturkatastrophen In Mexiko, in Zentralamerika, der Karibik und den südlichen Bundesstaaten der USA ist von Mai bis November Hurrikan-Saison. Es muss mit Tropenstürmen, starken Regenfällen und in der Folge mit starken Überschwemmungen und Erdrutschen gerechnet werden. Reisende sollten die regionalen Wettervorhersagen verfolgen und die Hinweise der lokalen Sicherheitsbehörden beachten. Aktuelle Hurrikan-Informationen sind im Internet u.a. unter Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.nhc.noaa.gov und Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.wunderground.com/tropical/ abrufbar.
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