Schallschutz & Lärmschutzzonen

Fluglärm bleibt draußen! Wir unterstützen unsere Anrainer beim Einbau und der Wartung von Schallschutzfenstern.

Gesetz zum Schutz gegen Fluglärm

Anträge auf Erstattung von Aufwendungen für bauliche Schallschutzmaßnahmen gemäß Paragraph 9 und 10 des Gesetzes zum Schutz gegen Fluglärm (FluLärmG) konnten bisher bei den jeweilig zuständigen unteren Bauaufsichtsbehörden gestellt werden. Ab dem 1. August 2019 können diese Maßnahmen auch direkt über den Hannover Airport beantragt werden. 

Wartung und Überprüfung von Schallschutzfenstern

Der Hannover Airport bietet allen Anwohnern, denen im Rahmen des freiwilligen Schallschutzprogramms in der Zeit von 1996 bis 1999 Schallschutzfenster eingebaut bzw. Kosten für Schallschutzfenster erstattet wurden, jetzt den freiwilligen Service einer kostenfreien fachmännischen Wartung an. Das Wartungsprogramm für die seinerzeit verbauten Fenster umfasst die Überprüfung der Fenster auf Dichtigkeit und Funktionalität. Dabei werden ggf. Fensterflügel justiert, Dichtungen und Beschlagsteile kontrolliert und bei Bedarf ausgetauscht. Alle Anwohner, die den kostenfreien Service nutzen können, wurden gesondert von der Flughafengesellschaft angeschrieben. 

Auch interessierte Teilnehmer des Schallschutzprogrammes, die aufgrund von bzw. Eigentümerwechsel kein Schreiben erhalten haben, können sich bei der Flughafengesellschaft tel. unter 0511 977-1333 oder per Mail melden und erhalten weitere Informationen zum Wartungsprogramm.

Entsprechend dem Alter der eingebauten Fenster werden nach Abwicklung des ersten Wartungsintervalls (1996 bis 1999) weitere Anwohner in das Serviceprogramm aufgenommen und von der Flughafengesellschaft schriftlich informiert.

Ihr Ansprechpartner

Lärmschutzzonen

Mit der im Jahre 2007 in Kraft getretenen Novelle des Gesetzes zum Schutz gegen Fluglärm hat der Bund den Ländern die Kompetenz zur Festsetzung der Lärmschutzbereiche, u.a. für ihre Verkehrsflughäfen, übertragen. 
Dieser neuen Aufgabe ist Niedersachsen mit der Niedersächsischen Verordnung über die Festsetzung der Lärmschutzbereiche für den Verkehrsflughafen Hannover-Langenhagen als eines der ersten Bundesländer nachgekommen.

Die Verordnung wurde am 21.09.2010 veröffentlicht.

Das Land Niedersachsen hat außerdem in seinem Landesraumordnungsprogramm (LROP) einen Siedlungsbeschränkungsbereich (SBB) festgelegt.

Dieser ist definiert für den LDEN (= Tag-Abend-Nacht-Lärmindex (Day-Evening-Night) über 24 Stunden) > 55 dB.

Innerhalb dieses Bereiches dürfen in Flächennutzungsplänen und Bebauungsplänen keine neuen Flächen oder Gebiete für Wohnnutzungen und besonders lärmempfindliche Einrichtungen dargestellt oder festgesetzt werden.

An- und Abflugstrecken

Die Definition und die Kontrolle der An- und Abflugstrecken (Flugrouten) am Hannover Airport erfolgen durch die Deutsche Flugsicherung (DFS) nach Beratung mit der "Kommission zum Schutz gegen Fluglärm und gegen Luftverunreinigung" (Fluglärmschutzkommission).

Neben der sicheren Betriebsabwicklung steht dabei insbesondere die Reduzierung der Fluglärmbelastung in den Wohngebieten der Region im Mittelpunkt der Bemühungen.

Über die Standard-Abflugrouten werden startende Luftfahrzeuge daher so geführt, dass möglichst wenige Anrainer des Hannover Airport von Fluglärm betroffen sind.

Diese Minimum Noise Routings (SID) sind nebenstehend dargestellt.
Download der Datei als PDF

Die Anflugrouten auf den Hannover Airport dagegen richten sich nach den Achsen der Start- und Landebahnen Nord und Süd.

Ostbetrieb (Starts und Landungen in Richtung Osten, Betriebsrichtung 09) und Westbetrieb (Starts und Landungen in Richtung Westen, Betriebsrichtung 27) stehen am Flughafen Hannover im langjährigen Durchschnitt wetterbedingt im Verhältnis von ca. 30 % zu 70 %.