250 Kräfte von Flughafen, Feuerwehr und Rettungsdienst sind bei der Flugunfallübung 2026 im Einsatz.
Am heutigen Dienstag, den 15. September 2026, fand am Hannover Airport die Flugunfallübung der Flughafenfeuerwehr statt.
Die Richtlinien der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) schreiben turnusmäßige Notfallübungen im Abstand von zwei Jahren vor.
Trainiert wurde bei der heutigen Übung vor allem die Zusammenarbeit zwischen den Einsatzkräften der Flughafenfeuerwehr, den kommunalen Feuerwehren, dem erweiterten Rettungsdienst der Region Hannover und anderer involvierter Behörden und Abteilungen der Flughafengesellschaft.
Schwerpunkt war die Menschenrettung, Brandbekämpfung sowie medizinische Versorgung und der Transport von Verletzten.
Als Übungsszenario wurde ein Flugunfall im Vorfeldbereich des Hannover Airport angenommen: Eine Passagiermaschine vom Typ Boeing 737 kollidierte mit einem Flugfeldtankwagen. Das Flugzeug und der Tankwagen wurde schwer beschädigt und es kam zu einem Folgebrand durch auslaufendes Kerosin.
Um 19:09 Uhr wurde vom Tower der deutschen Flugsicherung der Aircraft Accident Alarm ausgelöst und die Flughafenfeuerwehr des Hannover Airport alarmiert. Aufgrund der Einsatzlage forderte der Einsatzleiter der Flughafenfeuerwehr außerdem Kräfte der kommunalen Feuerwehren sowie den Rettungsdienst mit dem Stichwort MANV 20 (Massenanfall von Verletzten mit 20 Personen) an.
Gemeinsam mit den Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Langenhagen, Kräften der Landeshauptstadt Hannover (u.a. die örtliche Einsatzleitung Rettungsdienst der Feuerwehr Hannover) und dem erweiterten Rettungsdienst der Region Hannover (Rettungsmittel der Johanniter, des Roten Kreuzes und des Arbeiter Samariter Bundes) erfolgte eine gemeinsame Abarbeitung der Schadenlage.
Der Flughafengeschäftsführer Maik Blötz bedankte sich im Anschluss bei allen Beteiligten. Maik Blötz: „Für uns als Flughafen ist es von großer Bedeutung, unterschiedliche Krisenszenarien regelmäßig unter möglichst realistischen Bedingungen zu trainieren. Die Planung und Durchführung einer Übung dieser Größenordnung bei laufendem Flugbetrieb zu planen und durchzuführen ist für alle Beteiligten eine besondere Herausforderung. Wir möchten uns für das große Engagement während der Vorbereitung und für die Teilnahme aller Beteiligten an diesem Abend ganz herzlich bedanken. In den kommenden Wochen werden detaillierte Auswertungen der verschiedenen Übungsziele vorgenommen“.
Stefan Martens, Leiter der Flughafenfeuerwehr, zog bereits ein erstes positives Fazit: „Wir sind mit dem Übungsergebnis wirklich zufrieden. Nach zwei Jahren konnten wir wieder das Zusammenspiel mit den verschiedenen Organisationen der Gefahrenabwehr auf unserem Flughafengelände trainieren. Verschiedene Übungsziele wurden in dem Szenario vereint.“
Das Team der realistischen Unfalldarstellung der Johanniter Akademie Niedersachsen/Bremen kümmerte sich um die 70 Statisten für die verletzten und unverletzten Passagiere, die von den Feuerwehren aus Isernhagen, Burgwedel, der Wedemark und der Landeshauptstadt Hannover gestellt wurden. „Solche interdisziplinären Einsatzübungen stellen immer eine besondere Herausforderung für uns dar, gilt es doch gerade im Hinblick auf die Sicherheit der Rollenspielenden vieles zu beachten.
Während sich die Darsteller über Notrutschen aus der Flugzeugbrandsimulationsanlage in Sicherheit bringen oder durch die Feuerwehr gerettet werden, läuft nur 100 Meter weiter der normale Flugbetrieb. Ein eigenes Team der RUD-Leitung achtet dabei stets auf die Sicherheit aller Beteiligten", sagt Leiter Lars Meier. „Bei allen tollen Möglichkeiten, die Simulationspuppen, KI und virtuelle Realität bieten, ist das Training mit Rollenspielenden nicht zu ersetzen. Empathie, Kommunikation und auch echtes Sozialverhalten bringen neben Kunstblut und Schminke die nötige Realität mit in eine Übung."
Der reguläre Flugbetrieb wurde durch die Übung nicht beeinträchtigt.
Pressekontakt:
Flughafen Hannover-Langenhagen GmbH
Unternehmenskommunikation
Tel.: 0511/977-1734
E-Mail: presse@hannover-airport.de
Bildnachweis:
Flugunfallübung am HAJ
Quelle: Hannover Airport
Fotograf: Carl-Markus Müller
Hannover Airport:
Hannover Airport ist die erste Adresse im Norden für Urlaubsflieger und Geschäftsreisende. Direkt zum Ziel. Rund um die Uhr. Jeder Gast profitiert von kurzen Wegen und vielfältigen Services. Mit über 10.000 Beschäftigten ist der Standort ein wichtiger Jobmotor. Seine gute Anbindung macht den Hannover Airport für Unternehmen attraktiv. Was den Flughafen zudem bewegt: das Thema Nachhaltigkeit. Ökologisch, ökonomisch und sozial. Der HAJ nimmt seine Verantwortung ernst.
Gender-Disclaimer:
Alle an Bord – Vielfalt und Wertschätzung kennzeichnen die Airport-Familie. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der geschlechterbezogenen Sprachformen verzichtet.